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Oberhavel Ein Teddybär für Cherine
Lokales Oberhavel Ein Teddybär für Cherine
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19:11 23.11.2016
Besuch von der MAZ bei der kranken Cherine und bei Mama Jenny Krautwald in Oranienburg. Ein Helfer des Weihnachtsmanns überbrachte der Sechsjährigen ein kleinen Kuschelbären als Geschenk. Quelle: Foto: Enrico Kugler
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Oranienburg

Auf dem Schrank steht ein Windlicht. Sein Licht flackert ein wenig. Daneben ein kleiner beleuchteter Schneemann, der ständig die Farbe wechselt. Das Fenster zieren Abziehbilder mit lustigen Weihnachtsmotiven. Vom Sofa kommt ein leises, gleichmäßiges Brummen. Es gehört Kater „Schatto“, der versteckt zwischen Kissen und Decken ein Nickerchen macht. Aneinander gereihte Lämpchen einer langen Weihnachtskette tauchen das Zimmer in ein gedämpftes Licht und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Alles sieht so vorweihnachtlich, so friedlich aus. Und alles könnte so schön sein, wäre da nicht diese heimtückische Krankheit, die leider auch zur Realität in diesen vier Wänden gehört. Es ist das Zimmer der kleinen Cherine aus Oranienburg. Das sechsjährige Mädchen leidet an einem Gehirntumor, ist unheilbar krank. Trotz Chemo- und Strahlentherapie hat sich ihr Zustand zuletzt merklich verschlechtert.

„Sie macht das toll, ist so tapfer“, empfängt Mama Jenny Krautwald am Dienstagabend ein Team der MAZ in ihrem Wohnzimmer. Dort, an der Wand hinter dem Sofa, hängen drei große Bilder. Sie stammen aus Zeiten, als es Cherine noch besser ging. Auf einem ist die Sechsjährige, die noch im September dieses Jahres in die Klasse 1 d der Comeniusschule eingeschult wurde, gemeinsam mit ihrer Mama und ihrem Bruder Domenik (17) beim Ostseeurlaub zu sehen. „So sieht die Kleine jetzt leider nicht mehr aus“, sagt Mama Jenny.
Redaktionsleiter Sebastian Morgner schlüpft in ein Weihnachtsmann-Kostüm. Er ist an diesem Abend ein Helfer des Weihnachtsmanns und hat einen Teddybären dabei, den er Cherine schenken möchte. Für das Mädchen, das inzwischen nicht mehr aufstehen kann und in einem Pflegebett liegt, wird Weihnachten vorverlegt. „Bist du da, Cherine?“, fragte der Helfer des Weihnachtsmanns und tritt langsam an das Bett heran. „Ich habe dir etwas mitgebracht.“ Sie bekommt alles mit, ist aber zu schwach, um antworten zu können“, sagt Mama Jenny und fügt hinzu: „Wir verständigen uns mit Zeichensprache.“ Das klappt. Als der Weihnachtsmannhelfer fragt, ob sie den Teddy behalten möchte, krümmt sie Zeigefinger mehrfach. „Das heißt ja“, sagt Mama Jenny und lächelt.

Die Namenssuche für den Teddy muss verschoben werden. Vorschläge wie Bob, Hans oder Bummi finden offensichtlich keinen Anklang bei Cherine. „Den Namen wird sie gemeinsam mit Oma suchen“, sagt Mama Jenny, die die ganze Zeit Cherines Hand gehalten und gestreichelt hat. Die kleine Motte braucht jetzt wieder ihre Ruhe. Der Helfer des Weihnachtsmanns verabschiedet sich. Am Bettende bleibt er noch einmal stehen und winkt. „Mach’s gut, kleine Maus. Ich hoffe, dass du dich über den Besuch gefreut hast.“

Bei der Verabschiedung umarmt Mama Jenny jeden einzelnen aus dem MAZ-Team herzlich: „Danke, dass ihr da gewesen seid.“

Von Bert Wittke

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