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Oberhavel Ein Trabi für Feinschmecker
Lokales Oberhavel Ein Trabi für Feinschmecker
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12:38 19.02.2018
Mit der 600er Trabant-Limousine aus dem Baujahr 1964 begann Peter Niedans Trabi-Leidenschaft. Quelle: fotos: Enrico Kugler
Birkenwerder

Als sich Peter Niedan kurz nach der Wende eine 600er Trabant Limousine kaufte, hatte er nicht damit gerechnet, dass ihn die Trabi-Leidenschaft einmal so packen würde.

Mittlerweile hat er neben dem 600er noch einen Kübel, einen 601er und einen 600er Kombi auf seinem Grundstück in Birkenwerder zu stehen. „Die sind mit der Zeit einfach mehr geworden“, sagt der schlanke 68-Jährige.

Peter Niedan arbeitete insgesamt eineinhalb Jahre an der Aufarbeitung seines Trabants und des original Wefalinger-Anhängers. Sehen Sie sich hier alle Details der beiden Schmuckstücke an.

Ein echter Glücksgriff

Besonders stolz ist er auf den 600er Trabant Baujahr 1964 mit dem original Wefalinger-Anhänger. Letzteren hat er erst im letzten Jahr ergattert. „Dass ich den bekommen habe, war ein echter Glücksgriff“, sagt Peter Niedan.

Seine Zeitungsannonce hatte eine ältere Dame gelesen, deren Sohn zufällig seinen Anhänger loswerden wollte. Beim Anruf konnte Peter Niedan es kaum glauben. „Sowas bekommt man heute gar nicht mehr. Ich war hellauf begeistert, als ich den Anhänger bekommen hatte. Und dann war er auch noch sehr gut erhalten.“

Schrecksekunde am Anhänger

Trotzdem nahm die Überholung des Anhängers etwa ein halbes Jahr intensive Arbeit in Anspruch. Peter Niedan hat ihn neu lackiert und die Aluminiumleisten aufarbeiten lassen.

Dabei erlebte er auch noch eine kurze Schrecksekunde: Bei der Reinigung wurde eine Stange in der Maschine verbogen und wurde unbrauchbar. Doch wieder hatte er Glück: „Im Bauhaus gab es tatsächlich eine neue, die hab ich dann einarbeiten lassen“, sagt Peter Niedan.

Ein wahres Raumwunder

Innen drin ist der Wagen mit einer Bank, mehreren Schränken und einem kleinen Tisch aus Holz ausgestattet. Die Originalausstattung hat er geschliffen und überlackiert. Die alten Schaumstoff-Sitzbezüge hat er rausgenommen und beim Sattler komplett neu machen lassen.

Fasziniert ist Peter Niedan vor allem von den klugen Platzsparmaßnahmen.Wenn er den Tisch herunterklappt, hat er ein stabiles Bett für sich und seine Frau. „Und da wir nicht riesig sind, können wir wunderbar beide darauf schlafen“, sagt er.

Einfach und sicher

Auch die einfachen Sicherungen zaubern dem Trabi-Fan ein Lächeln auf die Lippen: „Einfache kleine Haken halten die Schränke während der Fahrt zusammen, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.“ Auch der Trabant selbst bietet mit seinem ebenerdigen Kofferraum viel Platz „Damit wurden früher ganze Häuser gebaut. Wir dachten damals, die brechen auseinander, aber fast jede Last haben sie geschafft.“

Den 600er mit 23 PS habe er in einem sehr guten Zustand übernommen, trotzdem hat der 68-Jährige etwa ein Jahr lang an ihm gearbeitet. Er habe ihn komplett auseinandergenommen und lackiert, die Aluleisten und die Innenausstattung vom Sattler erneuern lassen. „Das war eine Riesenarbeit, aber jetzt bin ich stolz auf den Wagen.“

Mit den Trabis erlebt der Pensionär ein Nostalgie-Hochgefühl. Er selbst hat Hochachtung vor den Motoren der Trabante. „Was die kleinen Motoren alles gewuppt haben, ist Wahnsinn.“

Die Anerkennung macht Tüftler stolz

Aber es schwingt noch etwas anderes mit: Anerkennung. Nicht nur für den Wagen, sondern vor allem für die harte Arbeit und das Herzblut, das in der Aufmotzung der alten DDR-Karren liegt.

„Ganz oft sprechen mich Leute auf den Wagen an. In Mildenberg war ich mit dem Kombi und dem Anhänger. Da stand eine ganze Menschentraube um mich herum. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass ich den selbst aufgemöbelt habe und man im Anhänger schlafen kann. Solche Momente sind schon toll.“

Vor allem die Älteren wüssten, wie viel Arbeit da drinstecke. Doch auch die Jüngeren würden sich wieder mehr für die Oldtimer interessieren. So auch sein Sohn Mario. Ursprünglich Motorrad-Fan, beschäftigt er sich nun auch mehr und mehr.

Sein Traum: Mit dem Kombi über den Kurfürstendamm

Besonders stolz ist Peter Niedan auf seinen Kombi. Deshalb möchte er für ihn ein historisches Saison-Kennzeichen anfordern. „Wenn man über den Kurfürstendamm fahren kann und sich alle am Anblick des Oldtimers erfreuen, ist das ein herrliches Gefühl.“

Von Josefine Kühnel

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