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Ein Verletzter beim Brand in Kremmen

Großbrand in Milchviehanlage Ein Verletzter beim Brand in Kremmen

Bei dem großen Brand, der am Sonntag in Kremmen ausbrach, ist ein Mensch verletzt worden. Ein Mitarbeiter hatte die Flammen entdeckt und versucht, sie zu löschen. Die Feuerwehr ist noch immer mit einer Brandwache vertreten. Für Kritik sorgt der „Katastrophentourismus“ vom Sonntag.

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Noch immer schwelt der Brand.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Beim Brand auf dem Gelände der Milchviehanlage am Rande von Kremmen am Sonntag ist ein Mann verletzt worden. Es handele sich um einen Mitarbeiter, der vergeblich versucht hatte, das entstehende Feuer zu löschen, sagte Kremmens Stadtbrandmeister Gerd Lerche am Montag. Der Mann erlitt laut eines Polizeisprechers aus Potsdam Brandverletzungen. Zunächst hatte es geheißen, dass niemand verletzt worden sei.

Das Feuer hat etwa 500 Tonnen Stroh, aber auch Reifen in Flammen gesetzt. Etwa 80 Feuerwehrleute waren bis zum späten Sonntagabend im Einsatz. Nach 23.30 Uhr übernahm eine Werksfeuerwehr die Brandwache. Ursache für das Feuer war vermutlich ein technischer Defekt an einem Radlader. Über die Höhe des Sachschadens gibt es noch keine Angaben.

Noch immer hängt Brandgeruch über der Milchviehanlage

Noch immer hängt Brandgeruch über der Milchviehanlage.

Quelle: Robert Tiesler

Noch den ganzen Montag lag Rauch über der Brandfläche auf der Milchviehanlage. Die Feuerwehr war am Mittag weiter mit einer Brandwache vertreten. „Wir lassen bewusst das Stroh dort abbrennen“, sagte Gerd Lerche. Das sei das schnellste und effektivste. Der Stadtbrandmeister glaubt, dass bis zum Mittwochabend das Feuer vollständig ausgebrannt sein könnte.

Für Kritik sorgt erneut der Katastrophentourismus, der am Sonntagnachmittag im Groß-Ziethener Weg einsetzte. Viele Besucher des unweit gelegenen Spargelhofes seien in Richtung Milchviehanlage gepilgert. Das bestätigte Gerd Lerche am Montag. Zu größeren Behinderungen sei es nicht gekommen. Kremmens Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) fand am Montag dennoch deutliche Worte: „Wenn bei denen mal das Haus brennt, dann möchten sie auch nicht, dass Leute hinlaufen, dort stehen und sich daran ergötzen.“

Das Feuer am Sonntag

Das Feuer am Sonntag.

Quelle: Julian Stähle

Von Robert Tiesler

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