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Ein Weg – tausende Schicksale

Oranienburger OSZ-Schüler für Dokumentarfilm ausgezeichnet Ein Weg – tausende Schicksale

24 Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums in Oranienburg haben eine Urkunde und die Teilnahme für zwei von ihnen an einer viertägigen Kreativwerkstatt in Jena gewonnen. Mit ihrem Dokumentarfilm über Schicksale jüdischer Menschen, die den Todesmarsch und das NS-Regime überlebt haben, überzeugten sie die Jury.

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Jannes Hansen (l.) und Tobias Lieckfeldt.

Quelle: Foto: privat

Jena/Oranienburg. Vier Tage kostenfreie Unterkunft und Verpflegung in Jena, dazu Gespräche mit anderen Jugendlichen, die am bundesweiten Wettbewerb „Gesagt. Getan. 2013“ teilgenommen hatten — zwei Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums in Oranienburg nahmen an der viertägigen Kreativwerkstatt vom 16. bis 19. Juni in Jena teil. „Das war toll. Wir haben erfahren, welche Projekte andere Jugendliche auf die Beine gestellt haben. Wir konnten viel dabei lernen“, sagt der 18-jährige Jannes Hansen vom Oranienburger Oberstufenzentrum. Er und Tobias Lieckfeldt (17) waren stellvertretend für 24 Kameraden ihrer Schule nach Jena gereist. Denn das Projekt der Oranienburger Oberschüler konnte einen Preis einheimsen. Aus insgesamt 268 Wettbewerbsbeiträgen wählte die Jury 57 Schulprojekte aus. Im Mittelpunkt der Themen stand das politische Interesse der Heranwachsenden für Demokratie. 150 Jugendliche nahmen an der Kreativwerkstatt in Jena teil.

Der Oranienburger Beitrag ist ein 89-minütiger Dokumentarfilm über die Schicksale von fünf jüdischen Menschen im nationalsozialistischen Deutschland. Diese haben die NS-Zeit und den Todesmarsch überlebt und berichten heute als Zeitzeugen über das NS-Regime. Seit 2012 drehten die 24 angehenden Verwaltungsfachangestellten des Oranienburger Oberstufenzentrums in Deutschland und Israel. Mit Unterstützung des Zeitzeugen Zwi Steinitz aus Tel Aviv, der seit vielen Jahren historisch-politische Projekte des Oberstufenzentrums unterstützt, entstand ein sehr emotionaler Film. Die Schüler interviewten weitere Zeitzeugen. Um ihre Eindrücke von den Gesprächen festzuhalten, befragten die Schüler sich dann gegenseitig und zeichneten ihre Aussagen als Bestandteil des Films auf. Damit stellen sie eine Verbindung zur Gegenwart her. Im Oktober 2014 war der Film in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Anwesenheit der Zeitzeugen vor mehr als 250 Zuschauern gezeigt worden. Mit dem Film hätten die Schüler ihr Wissen über die NS-Zeit vertieft und eine Brücke in die heutige Zeit geschlagen, freut sich Schulleiter Dieter Starke.

Von Marion Bergsdorf

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