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Ein Zentrum für alle Hennigsdorfer

Hennigsdorf Ein Zentrum für alle Hennigsdorfer

Am Montag war Baubeginn zum Hennigsdorfer „Ideen-Stellwerk“. Zur Enthüllung des Baustellenschildes war Ines Jesse, Staatssekretärin Im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung nach Hennigsdorf gekommen. Im Gepäck einen Fördermittelmittelbescheid über ein Drittel der Bausumme, die bei rund 2,8 Millionen Euro liegt.

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Staatssekretärin Ines Jesse und Hennigsdorfs stellvertretender Bürgermeister Martin Witt enthüllen das Baustellenschild.

Quelle: Foto: Ulrike Gawande

Velten. Im Hof des Jugendförder- und Freizeitzentrums „Conradsberg“ (JFFZ) in Hennigsdorf liegt eine große Kiefer am Boden. Nein, die sei nicht beim Sturm umgeweht, erzählt man, sondern der Baum musste planmäßig weichen, weil dort zukünftig ein Soccerfeld entstehen soll. Ein Soccerfeld für alte und zukünftige Nutzer des Geländes. Denn das JFFZ „Conradsberg“ wird bis Ende 2018 umgebaut, zu einem Gemeinschaftszentrum. Es entsteht das „Ideen-Stellwerk“.

Gestern war Baubeginn. Pünktlich zur Enthüllung des Baustellenschildes, auf dem auch von der Straße aus nachzulesen ist, was aus der in den 30er Jahren als Heim für die Hitlerjungend gebauten Anlage, einmal werden soll, war Ines Jesse, Staatssekretärin Im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung nach Hennigsdorf gekommen. Im Gepäck einen Fördermittelmittelbescheid über ein Drittel der Bausumme, die bei rund 2,8 Millionen Euro liegt. Ohne Ausstattung der Räume, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Martin Witt. Alleine sei die Umbausumme als Stadt nicht zu finanzieren, sagte er, so dass man froh sei, dass nur ein Drittel der Bausumme von der Stadt finanziert werden müsse. Der Rest komme hälftig von Land und Bund im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadtzentren II“.

Wie die Wünsche der bisherigen Nutzer für das Gelände aussehen, darüber informierte gestern ein kleiner Film, der die Geschichte des 1993 ins Leben gerufenen JFFZ noch einmal Revue passieren ließ. Fußballplatz, Graffitiwand, ein größerer Tischtennisraum, mehr Kreativangebote, ein Raum zum Abhängen und Musikmachen, ein Treffpunkt mit Fernseher und Internet, sowie Möglichkeiten zum Billardspielen stehen auf der Wunschliste. Das Ideen-Stellwerk soll zu einem Treffpunkt für alle Menschen werden, erklärte Martin Witt in seiner Rede zum Baustart. Für Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Interessen. Zuletzt seien die Räume Mitte der 90er Jahre renoviert worden. „Sie sind in die Jahre gekommen“, so Witt.

Investitionen in soziale Projekte seien wichtig, betonte auch Ines Jesse, die Verkehrsministerin Kathrin Schneider vertrat. „Ein Stadtzentrum wurde schon geschaffen, aber es braucht Belebung durch soziales Engagement.“ Durch die Weiterentwicklung zum Ideen-Stellwerk werden sich weitere Möglichkeiten eröffnen, ist Jesse zuversichtlich. „Wir als Land müssen uns bei ihnen vor Ort bedanken.“

Die vier Häuser des ehemaligen JFFZ sollen neue Fußböden, Außen- und Terrassentüren aus Aluminium, LED-Beleuchtung, Datenleitungen sowie Rohre für Heizung, Trink- und Abwasser bekommen und barrierefrei zugänglich sein. Außerdem entstehen zwei Behindertentoiletten. Der Innenhof bekommt Fahrradständer und eine Infosäule. Zudem sind Sportflächen, ein Bauspielplatz und eine Holzbühne geplant.

Von Ulrike Gawande

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