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Ein echter Mordfall

Oranienburger schreibt historischen Krimi Ein echter Mordfall

Für seinen soeben erschienenen historischen Krimi hat Lehrer Carsten Zehm einen wahren Mordfall von 1884 aufgegriffen. Er recherchierte in Archiven, sprach sogar mit einer Enkelin der Ermordeten. Die Geschichte spielt in Ruhlsdorf in Potsdam-Mittelmark. In seinem neuen Roman soll aber auch Oranienburg eine wichtige Rolle spielen.

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Carsten Zehm mit dem jetzt erschienenen Buch.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Ruhlsdorf im Jahre 1884. Der 30. September scheint ein ganz normaler Tag im Dorf. Bis ein grausamer Mord geschieht. Ernestine Büttner liegt mit gespaltenem Schädel in ihrer Küche. Als Ehemann und Kinder der Kossätenfamilie vom Feld kommen, machten sie eine furchtbare Entdeckung. Doch was geschah wirklich im Bauernhaus, von dem heute nur noch ein paar Ziegel im Wald zu finden sind? Carsten Zehm hat versucht, die Geschichte zu recherchieren, hat in Archiven gegraben, mit Nachfahren gesprochen. Unter anderem der Urenkelin der Ermordeten. Und in seinem neuen Buch „Büttners Totschlag“ die Geschichte, Erinnerungen, den Inhalt von Dokumenten erzählerisch-spannend verquickt.

Erschienen ist es vor vier Wochen zum 700-Jahr-Feier von Ruhlsdorf. Hier lag auch der Ausgangspunkt für seine Recherchen. Im November letzten Jahres hatte der Oranienburger Berufsschullehrer am Oberstufenzentrum, der zunächst vor allem Fantasy-Bücher herausbrachte und vor zwei Jahren dann seine erste Krimisammlung „Selbstmordmonat“, eine Lesung in Marienwerder. Dort sprach ihn ein Ruhlsdorfer Heimatgeschichtler an, ob er nicht die Geschichte um den Tod der Ernestine Büttner aufschreiben wolle. „Ich habe Material gesammelt und gesichtet und dann im Januar zugesagt“, erinnert sich Carsten Zehm. Eigentlich wollte er bis zum Sommer seinen ersten Roman fertigschreiben, „aber das Thema hat mich einfach gereizt.“ Vor allem, weil es die handelnden Personen alle gegeben hat. Im Krimi erzählt Zehm die Geschichte um den Mord und die Ermittlung, stellt Zeitungsartikel, Pfarrbücher, Katasterauszüge und Dokumente aus der Chronik von Ruhlsdorf dazu. „Das war Neuland für mich und ich hatte auch ganz schönen Druck, schließlich musste das Buch bis zum Sommer fertig sein.“ Gefreut habe ihn, dass nicht nur ein spannendes Buch herausgekommen ist, sondern „ich auch ein Stück Familiengeschichte aufarbeiten konnte“. Zur 700-Jahrfeier las Carsten Zehm aus seinem Buch. Eine Premiere, die die Zuhörer fesselte: „Es war mucksmäuschenstill im Saal und ich sollte ständig weiterlesen.“ Was für eine Kompliment.

100 Exemplare hat er drucken lassen, sie sind bei Amazon und als E-Book zu haben. Die MAZ vergibt heute zwei Bücher ab 14 Uhr unter  03301/59 45 56 für die ersten Anrufer (nach Vergabe nicht mehr besetzt).

Wer Carsten Zehm zuhören und dabei die grausame Geschichte um die Bäuerin Ernestine Büttner erfahren möchte: Am Freitag, 18. September, liest er ab 18.30 Uhr bei der „Kaffeetante“ im Oranienwerk in der Kremmener Straße 43 und am Donnerstag, 24. September, ab 20 Uhr mit Angela Planert bei einer Krimi-Lesung im Waldhaus am Lehnitzsee. Die Autorin liest aus ihrem neuen Buch „Fragwürdige Identität“.

Bis zum Jahresende will der Oranienburger Carsten Zehm sich nun ins kräftig Zeug legen, um „Operation Remus“, seinen Roman, in dem auch Oranienburg eine wichtige Rolle spielt, zum Abschluss zu bringen.

Von Heike Bergt

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