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Ein ganz besonderes Sportereignis

Oranienburg Ein ganz besonderes Sportereignis

Die 50. Auflage des Sachsenhausen-Gedenklaufs findet am 1. Mai in Oranienburg statt. Das außergewöhnliche Sportereignis zieht wieder Aktive aus dem In- und Ausland an. Die Hauptstrecke verläuft um die Gedenkstätte Sachsenhausen.

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Start für den Sachsenhausen-Gedenklauf ist wieder an der Turm-Erlebniscity.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Der 50. Sachsenhausen-Gedenklauf startet am kommenden Montag an der Turm-Erlebniscity in Oranienburg. Auftakt ist um 9.30 Uhr. Das traditionsreiche Sportereignis zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus hat eine enorme Bedeutung weit über die Grenzen Oberhavels hinaus erreicht. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 500 Teilnehmern aus dem In-und Ausland.

Der Sachsenhausen-Gedenklauf gilt als Wertungslauf für den MBS-Sparkassen-Cup, lebt aber insbesondere von seinem volkssportlichen Charakter. Mit Laufstrecken über 7,5 und 15 Kilometer, den Staffeln über 5 x 1,2 Kilometer für Firmen, Vereine, Schulen und Familien sowie Strecken für Walker und Nordic Walker ist für jedermann etwas dabei. Die Hauptstrecke verläuft um die Gedenkstätte Sachsenhausen (u. a. Heidelberger Straße – Radfernweg am Lehnitzsee – Carl-Gustav-Hempel-Straße – Straße der Nationen – André-Pican-Straße). Start für die Staffeln ist um 10 Uhr. Bambini- und Kinderlauf beginnen um 10.40 Uhr, der Hauptlauf um 11 Uhr. Die Siegerehrung ist für 12.30 Uhr angekündigt.

Anlässlich des Jubiläums wird es neben dem Lauf noch eine Sonderausstellung geben, die im Anschluss an die Siegerehrung und die Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Sachsenhausen von Brandenburgs Ministerpräsident Woidke eröffnet wird. Die Schau thematisiert die Geschichte des Gedenklaufs.

„Es ist ein ganz besonderer Lauf“, hatte Landrat Ludger Weskamp erklärt. Das Ereignis habe weit über die Kreisgrenzen hinaus einen guten Namen.

Peter Richter, Lauflegende aus Leegebruch, erinnert sich an die Anfänge der Veranstaltung in den 1960er-Jahren. „Mein Ziel war, diese Veranstaltung zu einer guten Tradition werden zu lassen, ähnlich wie es der mir bekannte Buchenwaldlauf schon seit Jahren war“, so Richter, der damals Vorsitzender des Kreisfachausschusses Leichtathletik war. Von Anfang an habe für ihn festgestanden, dass eine seiner wichtigsten Aufgaben in diesem Ehrenamt sein würde, eine Laufveranstaltung zum Gedenken an die Opfer des KZ Sachsenhausen ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit dem damaligen Hauptkreissportlehrer beim DTSB, Walter Schmidt, sei der Lauf vorbereitet worden. Unterstützung fanden die Initiatoren beim Bürgermeister von Sachsenhausen, bei der Gedenkstätte und bei der Sportgemeinschaft Sachsenhausen. „Die Laufstrecke sollte genau zehn Kilometer lang sein, weil wir wollten , dass neben Leistungssportlern sich auch Freizeitsportler, denen man bei guter Vorbereitung die Bewältigung dieser Streckenlänge zutrauen konnte, beteiligen sollten“, erinnert sich Richter. Eine Laufbewegung habe es zu dieser Zeit nicht einmal in Ansätzen gegeben.

Für den ersten Lauf am 22. März 1964 wurden spezielle Startnummern aus Stoff, Urkunden, Pokale und Ehrengeschenke beschafft. Der Sportplatz in Sachsenhausen als Start- und Zielbereich wurde auf Vordermann gebracht, das Wettkampfbüro eingerichtet. Schon damals sei der Hauptlauf von Kinder- und Jugendwettbewerben umrahmt gewesen. In den folgenden Jahren fand die Veranstaltung immer größeren Zuspruch. „Schon nach ein paar Jahren wurde der Sachsenhausen-Gedenklauf zu einem Großereignis in der Region“, erinnert sich der Leegebrucher Peter Richter.

Von Heiko Hohenhaus

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