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Oberhavel Ein ganzes Dorf in Feierlaune
Lokales Oberhavel Ein ganzes Dorf in Feierlaune
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06:37 03.07.2017
Der Festumzug zum 775-jährigen Bestehen von Sommerfeld führte am Sonnabend quer durchs Dorf. Quelle: Bert Wittke
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Sommerfeld

Für den Tanzmusikabend am Freitagabend hatten die Organisatoren noch einen Plan B. Wegen des Dauerregens wurde im Zelt gefeiert, was der Stimmung keinerlei Abbruch tat.

Mit einem großen Festumzug mit Vereinen, historischen Kostümen und viel Musik feierte Sommerfeld seinen 775. Geburtstag.

„Mega Party mit tollen Bands“, schwärmte Torsten Könnecke, der gemeinsam mit seiner Frau Monika im Organisationskomitee mitgearbeitet hat. Die Feierlichkeiten am Sonnabend wurden dann aber unter freiem Himmel durchgezogen. An Absage dachte niemand. Schließlich war der 775. Geburtstag Sommerfelds elf Monate lang akribisch vorbereitet worden.

Sommerfelds Ortsvorsteher Jürgen Kurth wagte in seiner Festrede einen weiten Ausflug in die Vergangenheit des Ortes. Quelle: Bert Wittke

Die Mühen haben sich gelohnt! Zwar begann es pünktlich zum Festumzug leicht zu tröpfeln, das konnte bei den kleinen und großen Umzugsteilnehmern, zu denen sämtliche Vereine des Ortes gehörten, jedoch nicht die Freude trüben. Auf der Bühne hinter der Kirche angekommen, ergriff Ortschef Jürgen Kurth das Wort und blickte auf die Entstehungsgeschichte des Ortes zurück. Knackpunkt war das Jahr 1242. Da wurde Sommerfeld das erste Mal urkundlich erwähnt. In den alten Dokumenten, so der Ortsvorsteher, habe es immer Sommerfelde geheißen, was so viel wie „der Sonne zugewandt“ bedeutet. Diesen Beweis mussten die Sommerfelder am Sonnabend leider schuldig bleiben. Doch schön, dass es zumindest beim Auftritt der Mädchen und Jungen aus der Kita „Villa Kunterbunt“ und bei der Darbietung der Grundschulkinder trocken blieb. Die Kleinen bekamen vom Publikum tosenden Beifall.

Die Mädchen und Jungen der Kita „Villa Kunterbunt“ zeigten auf der Bühne, wie dereinst die ersten Siedler in Sommerfeld heimisch wurden. Quelle: Bert Wittke

Lobende Worte für die kleinen und großen Geburtstagskinder fand Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse. Die Sommerfelder seien ein Völkchen, das nicht im eigenen Saft schmore, sonder immer über den Tellerrand hinaus blicke. Apropos Teller: Die konnten sich die Besucher reichlich mit allerlei duftenden Angeboten füllen. Und mindestens ebenso geschmackvoll waren die zahlreichen Auftritte, egal auf welche Bühne man blickte.

Von Bert Wittke

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