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Oberhavel Ein großer Tag für die Minis
Lokales Oberhavel Ein großer Tag für die Minis
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00:35 28.02.2018
Befördert: Kinder aus dem Minilöschzug wurden in die Jugendfeuerwehr übernommen. Quelle: Robert Roeske
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Germendorf

Wenn man zur Jahreshautversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Germendorf geladen ist, fühlt es sich an, als sei man auf einem großen Familiengeburtstag. Jeder kennt sich, alle begrüßen sich.

Und wenn auf der Bühne die Ehrungen laufen, dann gibt es von Löschzugführer Cornel Gratz für jeden eine herzliche Umarmung und einen Schlag auf die Schulter.

Die Wehr zählt insgesamt 170 Mitglieder

Kein Wunder, die Germendorfer Wehr zählt alles in allem 170 Mitglieder, jedes dritte Kind aus dem Dorf ist schon ein kleiner Feuerwehrmann.

Mitglieder, Einsätze, Ausrückezeiten, Dienste

In der Germendorfer Feuerwehr gibt es: 50 Aktive, davon sieben Frauen 35 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr 60 Kinder im Minilöschzug 20 Kinder in der Brandschutz AG 5 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung.

Insgesamt 120 Kinder sind bei der freiwilligen Feuerwehr.

Im Jahr 2017 absolvierten die Kameraden 122 Einsätze, davon: 97 technische Hilfeleistungen (z. B. Verkehrsunfälle, Ölspuren) 12 Brandeinsätze, davon 6 Großbrände 13 sonstige Einsätze (z. B. Bombenentschärfungen, Transporthilfen für RTW).

Wegen des Starkregens Ende Juni führten die Kameraden 35 Einsätze in einer Woche durch. Außerdem gab es 57 Sturmeinsätze im Jahr 2017.

Die Einsatzzeit aller Kameraden zusammen betrug 2185 Stunden.

Die Ausrückezeiten lagen bei 90 Prozent der Einsätze durchschnittlich bei zwei bis drei Minuten.

Absolviert wurden 38 Dienste, an denen durchschnittlich 24 Feuerwehrleute beteiligt waren. Insgesamt kamen 3195 Dienststunden zusammen, das sind 67 Stunden für jeden Kameraden.

Die Minis gestalteten am Sonnabend einen großen Teil des abendfüllenden Programms. Aron Kiesewetter übernahm gleich mal die Begrüßung und machte seine Sache super.

Die Turnhalle in Germendorf war am Sonnabend gut gefüllt. Viele Gäste und Freunde der Feuerwehr waren gekommen. Quelle: Robert Roeske

„Wie soll ich das toppen?“, fragte sich Cornel Gratz besorgt. Doch er schaffte es, indem er den Rechenschaftsbericht 2017 in einem enormen Tempo vortrug. Es sei ein Jahr der Superlative gewesen. „Wir hatten 122 Einsätze.“ Viele davon dem Sturm und Wasser geschuldet.

Allein in der Nacht des Starkregens am 29. Juni fuhren die Kameraden 35 Einsätze. „67 Stunden leistete durchschnittlich jeder Kamerad.“ Dies alles sei nur möglich gewesen, „weil viele Firmen ihre Mitarbeiter freigestellt haben.“ Mit 50 Aktiven, davon sieben Frauen, hätte die Wehr jetzt aber ihre Grenzen erreicht.

Die Feuerwehr Germendorf zieht Bilanz auf ihrer Jahreshauptversammlung am Sonnabend in der gutgefüllten Turnhalle.

Der Fuhrpark ist mit dem TLF 16/25 noch mal mächtig gewachsen. Der Bus des Fördervereins, gesponsert von der Firma Eichholz, tut ebenso gute Dienste.

Einige Wünsche der Kameraden sind noch offen

Nichtsdestotrotz. Die Feuerwehrleute haben trotzdem noch Wünsche. „In der Halle haben wir nur acht Grad“, so Cornel Gratz. „Es wäre schön, wenn man aus der Kalthalle eine Lauwarmhalle machen könnte.“

Die Außenanlagen bräuchten noch eine Schaukel und eine Grillecke. Auch bei der Ausrüstung hapert es noch ein bisschen. „Die Truppmann-Prüfung musste deshalb ausfallen.“

Die Minis eröffnete den Abend mit einem Feuerwehrlied. Quelle: Robert Roeske

Was fehlt sind Ausbildungsmöglichkeiten für den Motorkettensägeschein. „Und bezahlbare Wohnungen in unserem Ort.“ Alle Wünsche wurden gehört von Feuerwehrchefs, Politikern und Sponsoren.

Ein Großteil des Abends nahmen Ehrungen und Beförderungen ein.

Auszeichnungen und Beförderungen

Für zehn Jahre treue Dienste bei der Feuerwehr wurden ausgezeichnet: Andreas Geisler, Laura Wicke, Nils Schattschneider, Pascal Lehmann, Tobias Neidick. Sie bekamen die Medaille in Kupfer.

Für 20 Jahre treue Dienste erhielten René Behnisch und Marcus Dalcke die Medaille in Bronze.

Für ihren Einsatz nach dem Starkregen wurden 37 Kameraden mit Medaillen geehrt.

Zu Feuerwehrmannanwärtern und – anwärterinnen wurden befördert: Tobias Fittig, Marvin Hermann, Simon Kazmierczak und Lea Krüger.

Ihre Beförderung zu Feuerwehrmännern erhielten: Mario Beyert, Daniel Treue und Ronald Wolf.

Zu Oberfeuerwehrmänner und -frauen wurden befördert: Florian Derscheid, Felix Hahn, Philip Lehmann, Ariane Loth, Philip Schneider, Pascal Thomas und Julia Wicke.

Zum Hauptfeuerwehrmann wurden ernannt: Maik Fittig, Louis Kluska, Tobias Neidick und Nils Schattschneider.

Befördert wurden Katja Gratz zur Oberlöschmeisterin und Andreas Geisler zum Oberlöschmeister.

Es gab viele bewegende Momente an diesem Abend. Einer war sicherlich der, dass Dietmar Gratz in die Alters- und Ehrenabteilung aufgenommen wurde. Zu seinem 65. Gebursttag am 20. Dezember war er aus dem aktiven Dienst ausgeschieden.

Ein Wort benutzte Cornel Gratz oft an diesem Abend: „Dankeschön“. An den Förderverein, an zahlreiche Firmen, Familienangehörige, die Stadtverwaltung und nicht zuletzt an seine eigene, engagierte Truppe.

Von Andrea Kathert

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