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Ein herzliches Willkommen

Asyl in Borgsdorf Ein herzliches Willkommen

Rund 150 Menschen trafen sich am Mittwochabend in der örtlichen Kirche, um die Initiative „Willkommen in Borgsdorf“ zu gründen. Auf einer Tafel wurden erste Ideen und Vorschläge für künftige Aktivitäten notiert. Beim Mitmachen ist jeder willkommen.

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Der Mitinitiator der Willkommensinitiative, Pfarrer Bernhard Fricke, spricht zu den rund 150 Hilfswilligen in der Kirche in Borgsdorf. Auf einer Tafel wurden erste Vorschläge für künftige Aktivitäten notiert.

Quelle: Helge Treichel

Borgsdorf. In einer voll besetzten Kirche wurde am Mittwochabend die Initiative „Willkommen in Borgsdorf“ gegründet. Nacheinander machen die Anwesenden Vorschläge zu künftigen Aktivitäten. Die Stichworte wurden auf einer großen Tafel notiert. Ganz weit oben steht das Wort „Infoveranstaltungen“. Als die Tafel gegen Ende des Treffens schon fast vollgeschrieben ist, kommen zwei Mädchen nach vorn. Eine schlägt vor, sich beim gemeinsamen Kochen die eigene Kultur gegenseitig näher zu bringen. Die andere trägt eine andere Idee vor: eine Gartengruppe. Wenn schon ein Teil des Waldes auf dem Grundstück an der Margeritenstraße für Wohnmodule abgeholzt werden soll, „dann können wir doch was anpflanzen“, sagt sie – und bekommt viel Applaus.

Mehr Gäste als erhofft

Bereits kurz nachdem die Verwaltungsspitze des Landkreises ihre Pläne zum Unterbringen von 240 Flüchtlingen in einer Sammelunterkunft neben der Borgsdorfer Margeritenschule vorgestellt hatte, hatten Bernhard Fricke und Susanne Mosch für den 2. September in den Gemeindesaal eingeladen. Doch der reichte bei weitem nicht für alle rund 150 Hilfswilligen aus, die sich an diesem Abend eingefunden hatten. Und so wurden die Türen zur benachbarten Kirche geöffnet. Ein guter, weltoffener, positiver und herzlicher Geist erfüllte den Raum.

Kontaktlisten für bestimmte Arbeitsgemeinschaften wurden herumgegeben. Jeder durfte sich eintragen , beispielsweise bei der AG für Deutschkurse, für die Fahrradwerkstatt, Feste, Spenden, Dolmetscher oder Patenschaften. „Ich habe keine Sorge mehr, dass wir zu wenige sind“, rief Susanne Mosch den Gästen zu. Später gesteht sie erleichtert und froh, dass sie nicht mit solch einem Andrang gerechnet hatte: „Ich hab das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.“ Eine Organisationsgruppe soll alle Ideen nun ordnen.

Flüchtlingspfarrer zieht zufriedenes Fazit

Auch Mitinitiator Pfarrer Bernhard Fricke zog ein zufriedenes Fazit. „Da kann ein Ort wie Hohen Neuendorf zusammenwachsen“, sagte er mit Blick auf die vier Stadtteile. „Ich sehe das als Stimme der Demokratie und als menschlichen Beitrag für die gesamte Gesellschaft“, so der Borgsdorfer, der seit Mai als Flüchtlingspfarrer in Potsdam tätig ist. Jetzt komme es darauf an, Nachhaltigkeit zu erzeugen und die Helfer mit Fortbildungen für ihre Tätigkeit fit zu machen. Er persönlich habe weniger die individuelle Hilfe als vielmehr die juristischen und politischen Rahmenbedingungen der Flüchtlingsarbeit im Blick, so Fricke. Er verwies zugleich auf den 17. September. An diesem Tag wolle der Landkreis konkret über seine Pläne für Borgsdorf informieren. Diese sehen nach gegenwärtigem Stand die Aufnahme von 240 Flüchtlingen in Borgsdorf in Fertighausmodulen vor, ab dem Frühjahr 2016. Bestandteil der Pläne ist zusätzlich Wohnungsbau auf der Fläche an der Margeritenstraße.

Kontakt zur Willkommensinitiative: willkommen-in-borgsdorf@gmx.de,  0177/8 07 46 41.

Von Helge Treichel

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