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Ein neuer Blick auf die Natur

Velten Ein neuer Blick auf die Natur

Der Gärtnerhof sei für eine Kunstausstellung ein cooler Veranstaltungsort, begeistert sich eine junge Studentin aus Velten am Wochenende, als der Gärtnerhof Velten abends zum siebten „kunstlicht“-Festival stimmungsvoll beleuchtet wird. „Fast ein wenig creepy“ (gruselig), wie die junge Frau vorsichtig hinzufügt. Den zahlreichen Besuchern gefällt´s.

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Die zu einem Wandatlas zusammengefassten Bilder von Ralf Schlesener.

Velten. Der Gärtnerhof sei für eine Kunstausstellung ein cooler Veranstaltungsort, begeistert sich eine junge Studentin aus Velten am Sonnabend, als der Gärtnerhof Velten zum siebten „kunstlicht“-Festival stimmungsvoll beleuchtet wird. „Fast ein wenig creepy“ (gruselig), wie die junge Frau vorsichtig hinzufügt.

Der stimmungsvoll beleuchtete Gärtnerhof

Der stimmungsvoll beleuchtete Gärtnerhof

Quelle: Ulrike Gawande

Denn ein Teil der Kunst zum diesjährigen Motto „Utopia“ (MAZ berichtete) wird in den kargen Räumlichkeiten des Heizhauses präsentiert. Dort, wo sie wirken kann. Tagsüber anders als abends, wenn Kunstlicht die Werke in ein völlig anderes Licht taucht. „Viele unserer Besucher sind Wiederholungstäter. Sie kommen tagsüber, und abends noch einmal, um die Werke der zwölf Künstler zu genießen“, hat Kuratorin Imke Küster, deren Führungen durch die Ausstellung sehr gefragt sind, beobachtet. „So bekommt man einen anderen Bezug zu den Bildern“, lobt Christa Dupke aus Berlin.

Die Ausstellungsräume im alten Heizhaus

Die Ausstellungsräume im alten Heizhaus

Quelle: Ulrike Gawande

Einen wiederholten Blick werfen die zahlreichen Besucher auch auf den Wandatlas von Ralf Schlesener, in dem er seine „Planetodie“ präsentierte. Für viele Kunstfans das diesjährige Highlight des Festivals. Der Berliner verkauft sogar einige seiner Fotografien an Kunstliebhaber. „Mir gefällt die zentrierte Sichtweise, die einen neuen Blick auf die Natur erlaubt“, beschreibt eine Veltenerin. Auch Adelheid Pfeiffer aus Leegebruch ist fasziniert von Schleseners Werken, die vor allem in Wäldern in Brandenburg und Berlin entstanden. „Ich war ein paar Mal gucken“, erzählt die Leegebrucherin. „Mich erstaunt die Gestaltung. Was man aus einem Waldes alles machen kann!“
Ralf Schlesener, der neben Schauspiel auch Informatik studiert hat, und gerne Kunst mit Technik verbindet, hat für das Herstellen seiner „Planetodie“ eine spezielle Fototechnik entwickelt. „Mir waren Panoramen zu langweilig, Häuser zu unspektakulär.“ Also experimentierte er, kippte die Kamera. Fotografierte ein Panorama vom Boden in den Himmel hinein, eine 360-Grad-Aufnahme als Ring projiziert. In eineinhalb Jahren perfektionierte er seine spezielle Aufnahmetechnik, zu der er zahlreiche Fragen beantworten musste. Schlesener fotografiert mit einem speziellen Panoramaobjektiv. Fügt die Aufnahmen später am Computer zusammen.

Kunst im Gärtnerhof Velten

Kunst im Gärtnerhof Velten

Quelle: Ulrike Gawande

Heraus kommen Kugelpanoramen, die in der Form eines Quadrates scheinbar die Welt als Ganzes erfassen. Mal bildet die Erde den Mittelpunkt, mal der Himmel. Der Wahlberliner erschafft so völlig neue Welten, die zunehmend spielerischer, abstrakter und mystischer werden. Eine utopische Sichtweise auf die Welt.

Von Ulrike Gawande

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