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Oberhavel Ein neues Zuhause für die Feuerwehr
Lokales Oberhavel Ein neues Zuhause für die Feuerwehr
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16:08 03.10.2016
Einweihung der neuen Germendorfer Feuerwache mit Ministerpräsident, Bürgermeister und Landrat. Quelle: Ulrike Gawande
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Germendorf

Hier wird heute Geschichte geschrieben, jubelte Radio-Moderatorin Clara Himmel, die am Sonnabend die Feierlichkeiten zur Feuerwachen-Einweihung in Germendorf moderierte. „Mir fehlen gerade die Superlative, aber diesen Umzug werden wir so schnell nicht vergessen, und ich habe schon viele gesehen.“

Gehofft hatte man auf 112 Fahrzeuge, die passend zum 112. Geburtstag der 1904 gegründeten Germendorfer Wehr, den großen Festumzug gestalten sollten. Gezählt wurden letztlich 135 Fahrzeuge vom historischen Feuerwehrwagen, über Krankenwagen bis hin zur modernsten Feuerwehrtechnik, die mit lautstarkem Hupen und hundertfachem Sirenengeheul im Beisein von tausenden Schaulustigen durch Germendorf rollten.

Eine würdige Parade für die engagierte Feuerwehrarbeit, die in Germendorf seit Jahren geleistet wird. Die aber vor zwei Jahren mit dem Brand des Feuerwehrgerätehauses im Dezember 2014 einen ordentlichen Dämpfer versetzt bekam (MAZ berichtete). Doch wäre man nicht in Germendorf, wenn sich die rund 50 aktiven Kameraden, die 36 Nachwuchskräfte der Jugendfeuerwehr und die 55 Kinder des Minilöschzuges davon beeindrucken lassen würden. „Die Germendorfer halten zusammen“, bestätigte auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der am Sonnabend zur Eröffnung des Feuerwehrgerätehauses nach Germendorf gekommen war.

„Die Feuerwehr ist in Germendorf ein wichtiger Teil der Gemeinde, ein Teil des Zusammenlebens und der Nachwuchs eine gute Basis für die Zukunft“, erklärte Woidke in seiner Festrede. „Ohne Feuerwehr geht fast nichts.“ Auch Landrat Ludger Weskamp (SPD) lobte die gute Nachwuchsarbeit in Germendorf. „Es ist der richtige Weg, macht weiter so. Wir können froh sein, dass Germendorf zu Oranienburg gehört.“ So bekam neben Wehrführer Cornel Gratz, auch Ortsvorsteher Olaf Bendin (SPD) ein wohlverdientes Lob für seine Arbeit. Weskamp: „Es ist mit Bendin im Kreistag nicht immer einfach, denn er zeigt klar Kante für Germendorf.“

Auch Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laeicke (SPD) sparte nicht mit Lob. „In meiner nun endenden Amtszeit bin ich besonders stolz auf die Feuerwehr.“ Vieles hätte nach der Wende im Argen gelegen. Gerätehäuser und Technik seien veraltet gewesen. Doch man habe investiert. Beispielhaft sei jedoch der starke Zusammenhalt in der Germendorfer Wehr. Technik nutze, wenn es brennt, doch für die Akquise von Aktiven und Nachwuchs, seien wie in Germendorf Menschen nötig, die für ihre ehrenamtliche Aufgabe im wahrsten Sinne des Wortes brennen. Mit dem neuen Gebäude habe man nun wieder die entsprechenden Räumlichkeiten geschaffen. 3,5 Millionen Euro investierte die Stadt Oranienburg in den Neubau am Dorfanger, in dem auch der Jugendklub untergebracht ist.

Gemeinsam mit den Kindern durchschnitten Bürgermeister, Ministerpräsident und Landrat das Band und gaben das Gebäude zur Nutzung frei. Ein weiteres Geschenk kam von Tierparkbesitzer Horst Eichholz, der als Privatmann der Wehr einen neuen Mannschaftstransportwagen mit Anhänger im Wert von 15 000 Euro für die Jugendarbeit überreichte.

Noch ein Grund, dass das Festwochenende mit Einweihung und Dorffest in Germendorf noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Von Ulrike Gawande

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