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Ein neues Zuhause für die Palme aus Prag

Birkenwerder Ein neues Zuhause für die Palme aus Prag

Einst war es ihr botanischer Stolz aus dem Ausland. Jetzt möchte Else Beßler aus Birkenwerder ihre Palme für den Oranienburger Schlosspark verschenken. Dabei sind viele schöne Erinnerungen mit der Pflanze verbunden.

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Else Beßler aus Birkenwerder mit der Palme, die sie ihr halbes Leben lang begleitet hat und die sie nun der TKO schenken möchte.

Quelle: Helge Treichel

Birkenwerder. Else Beßler aus Birkenwerder möchte ihre Palme abgeben. Seit 33 Jahren ziert die Pflanze den Garten hinterm Haus. In der Waschküche hat das Schmuckstück bislang überwintert. Doch jetzt steht die Trennung an. Weil die Seniorin ihre jahrelange Begleiterin aber auch künftig ab und zu noch einmal besuchen möchte und sie ohnehin in Oranienburg aufwuchs, hat sie konkrete Vorstellungen über deren neue Heimat: Die Pflanze soll künftig den Schlosspark oder den Schlossplatz in Oranienburg zieren.

Die Trennung fällt der 70-Jährigen, die seit vielen Jahren in einem Chor singt, nicht leicht. Sie kann sich noch ganz genau an die Reise in die Tschechoslowakei erinnern, als sie die junge Palme in Prag gekauft hat. 1985 war das. Gemeinsam mit ihrem Mann und Sohn waren sie von einer tschechischen Gastfamilie eingeladen worden. 15 Jahre war ihr Sohn seinerzeit alt. Und er spielte wie die Gastgeber Rugby. Während des Aufenthalts hatten sie gemeinsam eine Spartakiade besucht. Selbst den Hut der Sportveranstaltung von damals hat Else Beßler noch aufgefunden. Allerdings sei es dabei gar nicht um Rugby gegangen, erinnert sie sich. Dennoch sagt sie: „Es war ein schönes Erlebnis.“ In einem Fotoalbum sind zudem einige Fotos und Briefe vom damaligen Austausch aufbewahrt. „Auf der Heimfahrt habe ich die Palme dann gekauft!", sagt die Rentnerin.

Ein Album voller Erinnerungen aus der Rugby-Zeit

Ein Album voller Erinnerungen aus der Rugby-Zeit.

Quelle: Helge Treichel

Mannshoch ist ihre Palme inzwischen. Und ein paar Minusgrade hat sie auch schon verkraftet. Ansprechpartner für den Schlosspark ist Tourismus & Kultur Oranienburg GmbH (TKO). Und dort steht man dem Angebot laut MAZ-Anfrage aufgeschlossen gegenüber: „Es wäre nicht die erste und ist bestimmt nicht die letzte“, sagt die Mitarbeiterin mit Blick auf die Palme.

Von Helge Treichel

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