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Einbrecher haben oft zu leichtes Spiel

Velten Einbrecher haben oft zu leichtes Spiel

15 Wohnungseinbrüche gab es im vorigen Jahr in Velten. Die Polizei informierte am Donnerstagabend im Rathaus die Einwohner, was sie in Sachen Einbruchsschutz tun können. Manche Dinge sind ganz einfach zu realisieren.

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Kriminalhauptkommissarin Cordula Bliß stellte in Velten auch eine Verriegelung für Kellerfenster vor.

Quelle: Hohenhaus

Velten. In Sachen Wohnungseinbrüche ist Velten derzeit kein Schwerpunkt in Oberhavel, erfuhren am Donnerstag die Veltener beim Präventionsabend im Rathaus vom Hennigsdorfer Revierleiter Stefan Boyé. 2016 gab es in Velten 15 Wohnungseinbrüche. An der Stadtgrenze zu Berlin in Glienicke, einer Gemeinde mit vergleichbarer Einwohnerzahl, waren es 35 Fälle.

Boyé machte vor recht spärlich besetzten Reihen im Ratssaal darauf aufmerksam, dass das Polizeirevier Hennigsdorf mit einem Einzugsbereich von 100 000 Einwohnern eines der größten im Land Brandenburg ist. In Bezug auf die Kriminalitätshäufigkeit liegt Velten über dem Durchschnitt des Reviers Hennigsdorf und der Polizeiinspektion Oberhavel. Insgesamt wurden in Velten im vorigen Jahr 817 Straftaten zur Anzeige gebracht. Ein großer Posten sind dabei die Einbrüche in Firmen und Büros mit 47 Taten. Insgesamt machen Diebstähle etwa ein Drittel der Delikte in Velten aus. Außerdem gibt es eine relativ hohe Zahl von Rohheitsdelikten.

Boye hatte als Verstärkung Kriminalhauptkommissarin Cordula Bliß vom Präventionsteam der Polizeiinspektion mitgebracht. „Bei Einfamilienhäusern ereignen sich 80 Prozent der Einbrüche über Fenster und Fenstertüren meist an der Gebäuderückseite“, erklärte sie. In Mehrfamilienhäuser dringen die Kriminellen in 60 Prozent der Fälle über die Wohnungstür, bevorzugt in den oberen Etagen, ein. Die Einbrüche ereignen sich ganz über wiegend am Tage. Verwendet werde in der Regel einfaches Werkzeug: Schraubenzieher, Stemmeisen, Kuhfuß. Für das Öffnen geben sich die Täter meist nur etwa zwei Minuten Zeit, in der Wohnung sind sie dann etwa 20 Minuten.

„Sicherheit lässt sich planen“, sagte die Kriminalhauptkommissarin, die empfahl, Fenster und Türen baulich mindestens auf die Widerstandsklasse 2 (RC 2) aufzurüsten. Dazu gehören abschließbare Fenstergriffe, durchwurfhemmende Verglasung, Türschlösser, die gegen das Aufbohren, das Schlossziehen und das sogenannte Picking geschützt sind.

„Gute Nachbarschaft ist aber das A und O“, so die Polizistin. Damit würden zahlreiche Einbrüche verhindert. Wichtig sei bei längerer Abwesenheit, Anzeichen dafür zu vermeiden. Also auch mal die Nachbarn bitten, den Briefkasten zu leeren oder den Rasen zu mähen. Cordula Bliß rät dazu, Wertgegenstände in der eigenen Wohnung mit Fotos und Nummerierung zu erfassen. Das Präventionsteam der Polizei (Telefon 03301/8 51 10 81) macht kostenlose Beratungen zum Einbruchsschutz auch vor Ort.

Von Heiko Hohenhaus

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