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Eine Ampel ist in Sicht

Germendorf Eine Ampel ist in Sicht

Die Einmündung auf der Germendorfer Dorfstraße zum Globus-Baumarkt, wo es öfter zu Unfällen kommt, wird entschärft. Die Verkehrsunfallkommission des Kreises hat jetzt festgelegt, eine Ampel aufzustellen. Das ist ganz im Sinne der Germendorfer. Besonders für Radfahrer und Schulkinder ist die Einmündung gefährlich.

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Hier ist es gefährlich. Autofahrer auf der Straße am Globus können die Dorfstraße schlecht einsehen.

Quelle: Foto: Enrico Kugler

Germendorf. Ein erster Schritt ist getan. Und viele Germendorfer werden sich über die Nachricht freuen. Die Verkehrsunfallkommission des Kreises hat sich der Einmündung auf der L 170 zum Globus-Baumarkt angenommen und festgelegt, eine Ampelanlage aufzustellen. Die Entscheidung fiel auf der Sitzung der Kommission am 6. November.

Schon lange beklagen die Germendorfer und andere Autofahrer, dass die Einmündung sehr unübersichtlich ist, besonders wenn man von der Straße am Globus auf die Dorfstraße möchte. Mehrere Unfälle sind bereits passiert. Der letzte schwere Unfall trug sich am 10. Juni dieses Jahres zu, als ein linksabbiegendes Auto auf der L 170 einen entgegenkommenden Motorradfahrer anfuhr und ihn schwer verletzte.

Dass die Einmündung gefährlich ist, hatte die Kommission bereits eingeräumt. Die Ecke gilt als Unfallhäufungsstelle. Einige Maßnahmen wurden in der Tat auch eingeleitet. Zum Beispiel wurde die Fahrradfurt rot markiert und durchgezogen. An der Straße am Globus steht inzwischen ein Stopp-Schild. Und die Schilder auf der Querungshilfe wurden versetzt, weil sie die Sicht der Autofahrer störten. Doch all das reicht noch nicht aus, finden die Germendorfer. Bei ihnen ist die Einmündung Dorfgespräch. Immer wieder ist zu hören, dass sich Radfahrer gerade noch mit einer Notbremsung oder einem Sprung vom Rad vor einem Zusammenprall mit einem Auto retten können. Der Radweg auf der L 170 verläuft nur auf der Seite der Einmündung. Und wenn die Radfahrer von der Brücke über die neue B 96 in Richtung Dorf fahren, bekommen sie ziemlich viel Speed drauf.

Am gefährlichsten aber ist die Einmündung für die Schulkinder, von denen etliche aus Eden zur Germendorfer Grundschule radeln oder laufen. „Wir haben deshalb in der Schulkonferenz eine Aktion beschlossen, um auf diese Gefahren aufmerksam zu machen“, sagt Matthias Mähler. Er ist Elternsprecher der ersten Klasse. „Viele Eltern haben uns von Beinaheunfällen erzählt“, sagt Mähler. Doch erfasst würden natürlich immer nur die schweren. Die Dunkelziffer läge sehr hoch, meint der Elternsprecher. An das Stoppschild hielten sich nur wenige Autofahrer. Und die Verkehrsinsel sei auch für die Katz. Deshalb ist in der Schule ein Aktionstag geplant, wo Kinder und Eltern auf die gefährliche Situation aufmerksam machen wollen. Und Unterstützung von Polizei und ADAC bekommen. Und natürlich vom Ortsbeirat und der Feuerwehr. „Bevor dort noch was Schlimmeres passiert“, sagt Mathias Mähler. Auch Ortsvorsteher Olaf Bendin macht sich seit Langem stark für eine Ampel an der Einmündung. Er unternahm auch einen Vorstoß im Landtag.

Für einen sicheren Schulweg

Die Einmündung der L 170 (Germendorfer Dorfstraße) in die Straße am Globus ist als Unfallhäufungsstelle aufgeführt.

Die Verkehrsunfallkommission des Landkreises Oberhavel hat auf der Sitzung am 6. November beschlossen, an dieser Stelle eine Ampelanlage aufstellen zu lassen.

Germendorfer Einwohner beklagen schon lange die gefährliche Situation besonders für Radfahrer und Kinder. Die Einmündung wird unter anderem von Schulkindern aus Eden oder Germendorfer Kindern frequentiert, die in Oranienburg Schulen besuchen.

Die Schulkonferenz und die Elternsprecher der Germendorfer Grundschule haben deshalb eine Aktion geplant, um mehr Sicherheit auf dem Schulweg zu fordern. Unterstützung suchen sie dabei beim ADAC, bei der Polizei, bei Politikern und den Einwohnern von Germendorf.

An dem Aktionstag, bei dem sich die Kinder zunächst in der Schule mit dem Thema beschäftigen, soll es eine Demo mit Transparenten zur Einmündung geben. Geplant ist der letzte Schultag vor den Osterferien.

 

Die Schulkonferenz sieht den Bau einer Ampel nicht nur für die Grundschüler als unbedingt nötig an. „Später müssen unsere Kinder nach der sechsten Klasse in eine Schule nach Oranienburg fahren“, unterstreicht Mähler.

Für den Bau der Ampelanlage ist der Landesbetrieb für Straßenwesen in Eberswalde zuständig. Über die Festlegung der Kommission weiß man dort schon Bescheid. Um weiter vorzugehen, muss nun der Landkreis eine verkehrsrechtliche Anordnung erlassen. Dann können die Vorbereitungen starten. Sprich Verkehrszählungen und die Begutachtung der Platzverhältnisse, um einschätzen zu können, wie die Ampelanlage aussehen und geschaltet werden muss. Sicherlich ist auch in Betracht zu ziehen, dass die nächste Ampel auf der Brücke über die B 96 nur einige hundert Meter entfernt ist. Und letztendlich kommt es darauf an, ob Landesmittel zur Verfügung stehen.

Die geplante Aktion der Schulkinder kann nur dazu beitragen, dass die Lösung so schnell wie möglich geschaffen wird.

Von Andrea Kathert

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