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Eine Biografie über den Bruder

Neues Buch von Harald Schmidt aus Sommerfeld Eine Biografie über den Bruder

Der Sommerfelder Autor Harald Schmidt hat ein neues Buch veröffentlicht. Darin geht es um seinen Bruder Jochen. Er lebt im südthüringischen Bachfeld auf einem Bauernhof. Es sei ihm ein Anliegen gewesen, sagt Harald Schmidt. Das nächste Buch wird dann wieder in der hiesigen Region spielen.

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Harald Schmidt mit seinem neuesten Buch.

Quelle: FOTO: Robert Tiesler

Sommerfeld. Die erste Auflage ist bereits vergriffen. In seinem neuestem Büchlein berichtet der Sommerfelder Autor Harald Schmidt über seinen neun Jahre älteren Bruder Jochen. Der Titel: „... so ist es Mühe und Arbeit gewesen – Das Leben eines Bauern und Christen in vier Gesellschaftsordnungen“.

Es sei ihm ein Anliegen gewesen, über das Leben seines Bruders zu berichten, sagt Harald Schmidt, der seit 55 Jahren in Sommerfeld lebt. Er wuchs in Bachfeld in Südthüringen auf, sein Bruder Jochen lebt dort 87-Jährig auch heute noch auf einem Bauernhof. „Wir haben ein gutes Verhältnis, wir telefonieren jeden Tag“, sagt Harald Schmidt. Das Besondere an der Lebensgeschichte von Jochen Schmidt: Zeit seines Lebens hat er keinen Schluck Alkohol angerührt – aus religiösen Gründen. Wie überhaupt der fundamentale Glaube eine sehr große Rolle im Leben des Porträtierten spielt.

Auf den gut 40 Seiten berichtet Harald Schmidt von den Ereignissen in Bachfeld. Davon, wie Jochen in den Krieg musste. Wie er nach seiner Rückkehr zu Hause das Ruder übernehmen musste, weil der Vater erst später heimkehrte. Von dessen Arbeit als Bauer in der DDR und wie er nach der Wende mit der Zeltmission umher zog, um für seinen christlichen Glauben zu werben.

Dass ein Buch über ihn entstehen soll, das hat Jochen Schmidt erst mal skeptisch gemacht. Er sei doch nicht bedeutend, hatte er seinem Bruder Harald gesagt. „Aber das ist ja keine Lobhudelei“, sagt der Sommerfelder dazu. Als das Buch fertig war, hat sich dann auch Jochen darüber gefreut. In Bachfeld fand sogar eine Lesung statt, bei der die Brüder vereint waren. „Die Leute dort kennen ihn ja alle“, sagt Harald Schmidt. Deshalb sei das Interesse dort auch recht groß.

Dass die Geschichte recht kurz geraten ist, sei Absicht. „Zu einem richtigen Roman fehlt mir die Fantasie“, so der Autor. Zu umfangreichen Werken würden zudem viele Leute ungern greifen. „Es sollte ja letztlich auch nur ein Infoheft werden.“ Ende 2015 oder Anfang 2016 soll Harald Schmidts nächstes Buch erscheinen – das Letzte, wie er sagt. Darin geht es um Nachwendenotizen eines Betagten.

Tagebuchartig berichtet er über die Dinge des Lebens. Er erzählt kurze Geschichten aus Sommerfeld, Kremmen, von der Stammtischrunde, dem Hohen Neuendorfer Kulturverein oder auch aus dem Familienleben. „Wenn mir etwas Neues auffällt, dann mache ich mir darüber Notizen“, erzählt Harald Schmidt.

An seinen Büchern verdient er nichts. „Es ist mein Hobby. Und das Schöne ist, dass man bei Lesungen immer wieder neue Leute kennenlernt.“


Kontakt : Wer Interesse an seinem Buch hat, kann sich bei Harald Schmidt melden,  033055/7 52 70, E-Mail: schmidt-som@freenet.de

Von Robert Tiesler

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