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Oberhavel Eine Frau am richtigen Fleck
Lokales Oberhavel Eine Frau am richtigen Fleck
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00:32 18.03.2018
Mandy Stirnemann-Mattern ist siet einem Jahr die Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule. Quelle: Enrico Kugler
Liebenwalde

„Hallo Mandy“, rufen die Steppke im Vorbeirennen. Die Lehrer winken schon von weitem. Und Mandy Stirnemann-Mattern ist ständig am Händeschütteln und nicken. Mit ihr ein ruhiges Gespräch auf dem Schulhof zu führen, ist eine Herausforderung.

Seit einem Jahr Vereinsvorsitzende

Seit Mai vorigen Jahres ist die ­42-Jährige Vorsitzende des Fördervereins der „Grundschule am Weinberg“. Vor vier Jahren, als ihre Tochter Sara in die Schule kam, wurde sie angesprochen, ob sie nicht in den Verein eintreten wolle. Na klar.

„Und voriges Jahr standen dann Neuwahlen an“, erzählt Mandy Stirnemann-Mattern. Dieses Mal wurde sie auf den Vorsitz angesprochen. „Ach, ich bin so eine, die nicht zugucken kann.“ Und deshalb hat sie nun seit fast einem Jahr den Vereinsvorsitz inne.

Starke Frauen im Vorstand des Vereins

Die Hammeranerin arbeitet bei der städtischen Wohnungsverwaltung, ist es gewöhnt, mit Menschen umzugehen und Probleme anzupacken. Das kommt ihr auch bei ihrem Ehrenamt zu Gute. Im Vorstand des Fördervereins steht ihr mit Doreen Fischer, Angelika Paedelt, Irina Hentzschel und Astrid Renne geballte Frauenpower zur Seite.

Lehrer und Eltern ziehen mit

Die Lehrer ziehen auch mit, die Eltern gehen auf sie zu, die Schüler mögen sie. „Ich bin froh, dass wir alle so ein gutes Verhältnis zueinander haben.“ Nur gemeinsam sei etwas zu bewegen an der Schule. Da ist es fast schon egal, dass in den warmen Monaten, wenn in Liebenwalde und den Ortsteilen viele Feste stattfinden, auch der Förderverein immer auf der Matte steht. „Zeit muss man schon ans Bein binden.“ Aber wenn die 42-Jährige etwas anpackt, „dann möchte ich es auch richtig machen.“

Mandy Stirnemann-Mattern sagt von sich selbst: „Ich bin keine große Rednerin, ich bin eine Macherin.“

Und deshalb kann der Verein schon auf etliche Projekte schauen, die den 176 Schülern Freude bereiten. Da wäre das grüne Klassenzimmer in Form von zwei Carports, die Pausen-Oase, die der Verein unterstützt hat, und die Trikots für die Fußball- und Handballmannschaften.

Schule soll Spaß machen

Der Verein spendierte Stoff für die Bühne in der Aula und schenkte den Schülern T-Shirts mit Aufdruck. „Schule soll doch Spaß machen“, sagt die Vereinsvorsitzende. Und deshalb kann man den Kindern eben auch eine Freude bereiten, wenn zur Faschingsfeier ein DJ für Stimmung sorgt.

im Treppenhaus der Grundschule Am Weinberg sind die Schulregeln verewigt. Quelle: Andrea Kathert

Doch dem Förderverein geht es nicht nur um Feste, Spaß und Spiel. Es gibt auch ernste Seiten, mit denen sich alle Mitglieder ausein­andersetzen. Bevor zum Beispiel Gewaltbereitschaft an der Schule steigt, „wollen wir lieber vorher etwas tun.“ Das neueste Beispiel dafür ist im Treppenhaus der Grundschule zu sehen. Wer die Stufen in den ersten Stock hinaufgeht, liest automatisch die Schulregeln, die da zum Beispiel lauten: Respekt, Höflichkeit, Fairness, Hilfsbereitschaft, Sorgfalt, Fleiß und Ehrlichkeit. Zusammen mit den Lehrern hat der Verein einen Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem die „beste Klasse“ der Schule ausfindig gemacht wird. Zusammen mit dem Schulsozialarbeiter wurde ein Leistungskatalog ausgearbeitet. „Wir möchten, dass sich die Kinder sozial verhalten und im besten Fall auch gegenseitig erziehen.“

Die Gewinner bekommen einen Wandertag

Die Gewinnerklasse wird am Kindertag ausgezeichnet und bekommt einen zusätzlichen Wandertag geschenkt, den der Förderverein nach den Wünschen der Kinder gestaltet und finanziert. „Na ja, und vielleicht ist das Ansporn für andere Klassen“, hofft die Vereinsvorsitzende. „Wir versuchen das einfach mal, das ist doch eine gute Sache“, findet sie. Das nächste Projekt ist auch schon in Arbeit. Es geht um Cybermobbing.

Der Schulförderverein

Der Schulförderverein der Grundschule am Weinberg ist ein gemeinnütziger Verein, der 2001 von Eltern und Lehrern gegründet wurde.

Derzeit zählt er 35 Mitglieder.

Ziel des Vereins ist es, die Schule und deren Schüler in materieller und ideeller Hinsicht zu unterstützen und damit einen Beitrag zu leisten, die Chancen der Kinder zu verbessern.

Unterstützt hat der Verein unter anderem: grünes Klassenzimmer in Form von zwei Carports, Pausen-Oase, Trikots für Fuß- und Handballmannschaft, Bühnengestaltung durch Stoff (Aula), T-Shirt mit Druck, Fahrt zur Partnerstadt und sonstige Veranstaltungen.

Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und über Sponsoren.

Mitgliedsanträge sind auf der Homepage zu finden: www.grundschule-liebenwalde.de. Der Jahresbeitrag beträgt für Firmen 60 Euro, für Erwerbstätige zwölf Euro und ermäßigt sechs Euro.

Vorsitzende des Vereins ist Mandy Stirnemann-Mattern.

Worauf die Vereinsvorsitzende auch besonders stolz ist, sind die AGs, die an der Schule laufen. Chor, Flöte, Ballspiel, Fußball und künstlerisches Gestalten. Der neueste Knaller ist die AG Spielbretthelden. Ein engagierter Vater aus Liebenwalde betreut die Arbeitsgemeinschaft. „Und die Kinder finden es toll, auch mal miteinander zu spielen und nicht nur mit dem Handy.“

Jede Unterstützung ist willkommen

Viel Zuspruch bekam der Förderverein, als er sich am Dienstagabend in der Sitzung des Ortsbeirates in Erinnerung brachte. „Helfen Sie uns und unterstützen Sie uns“, war die abschießende Bitte von Mandy Stirnemann-Mattern.

Von Andrea Kathert

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