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Oberhavel Eine Frau ist Chefin des Bauhofs
Lokales Oberhavel Eine Frau ist Chefin des Bauhofs
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20:03 22.03.2017
Anika Böttcher zieht ein Schild aus der Regalwand des städtischen Bauhofs. Quelle: Enrico Kugler
Hohen Neuendorf

Sie sei die „Idealbesetzung“, sagt Hohen Neuendorfs Bürgermeister Steffen Apelt. In Hohen Neuendorf aufgewachsen, den Beruf von der Pike auf gelernt, jung und agil.

Die Rede ist von der 34-jährigen Anika Böttcher, die seit Beginn dieses Jahres den Fuhrpark und den Bauhof der Stadt Hohen Neuendorf leitet. Der Fototermin passt der jungen Frau gar nicht. Ihr Telefon klingelt ununterbrochen. Sie möchte lieber ihre Arbeit organisieren und nicht im Mittelpunkt stehen. Denn zurzeit ist viel zu tun. Heute werden die Pflanzen angeliefert. Anika Böttcher will selber pflanzen. Sie hat Blumen in den Farben Weiß und Rot bestellt. Sie ist dankbar, dass sie die Chance erhalten hat, eine Stadt eigenverantwortlich zu gestalten. Sie hat Visionen für Hohen Neuendorf: „Ich möchte die Stadt mehr ökologisch gestalten und die städtischen Grünflächen nachhaltig aufwerten.“ Böschungen will sie zum Beispiel nicht mehr regelmäßig mähen lassen, sondern Bienen eine Weidefläche bieten. Überhaupt liegt ihr am Herzen, einheimische Samen zu etablieren. Einig ist sie sich zudem mit dem Bürgermeister, Betonpflanzkübel nach und nach abzuschaffen und neues Stadtmobilar aufzustellen. Steffen Apelt verspricht Stadtmöbel „mit Aha-Effekt auf kommunalen Flächen“.

14 Mitarbeiter, zwei davon Frauen, unterstehen der neuen Bauhofchefin. Anika Böttcher hat kein Problem mit der Männertruppe, denn seit ihrem 16. Lebensjahr arbeit sie fast ausschließlich mit Männern zusammen. Sie absolvierte eine Garten- und Landschaftsbaulehre im Bezirksamt Berlin-Pankow, wurde danach unbefristet übernommen. Sie machte ihr Abitur nach, studierte fünf Jahre mit Masterabschluss Gartenbau und kriegte in der Studienzeit ihr Kind. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Oranienburg. Doch ihre Eltern leben in Hohen Neuendorf, im Garten ihres Elternhauses hatte sie schon als Kind immer mit herumgewerkelt.

Im städtischen Bauhof ist sie bereits ein Jahr als Mitarbeiterin „mitgelaufen“ und hat nun jetzt ihren Vorgänger Ronald Baumgarten abgelöst, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Anika Böttcher kennt alle Ecken der Stadt und weiß, worauf es ankommt. Zum Beispiel, „dass man nur das entwerfen sollte, was danach auch gut gepflegt werden kann“.

Dem Bürgermeister ist klar, dass er den Bauhof personell und maschinell aufstocken muss, „sonst läuft sich das Team heiß“. Und wenn die Stadt irgendwann noch mehr Straßen reinigen werde, müssten ein zweites oder drittes Straßenkehrfahrzeug angeschafft werden. Auch für die städtische Laubdeponie, die Apelt schaffen will, wäre der Bauhof zuständig. Zudem stehen Bauvorhaben an. Auf der Fläche des Bauhofes sollen das ehemalige Arbeitslehrezentrum abgerissen und eine Fahrzeughalle errichtet werden.

Von Marion Bergsdorf

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