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Eine Fuhre voller Mitgefühl

Oranienburg Eine Fuhre voller Mitgefühl

Bayer-Mitarbeiter aus Berlin spenden halbjährlich für den Oranienburger Kleiderkammer-Verein. Am Dienstag kam wieder eine Fuhre voller Mitgefühl an.

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Kleiderkammerchefin Angelika Voigt und Mitarbeiterin Hannelore Wilke (v.l.) präsentieren gespendete Kleidungsstücke.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. So langsam kehrt wieder Ruhe in die Kleiderkammer ein. Noch vor einer halben Stunde wurden Kisten und Säcke geschleppt, ein ganzer Lkw voll.

Die Sachen stammen aus der Berliner Niederlassung der Bayer Pharma AG. Deren Mitarbeiter spenden zweimal jährlich für die Oranienburger Kleiderkammer – eine Zusammenarbeit, die bereits seit 2002 besteht. Rund 3000 Mitarbeiter sind jeweils aufgerufen, nicht mehr benötigte Sachen zum Arbeitsplatz mitzubringen. Auch ehemalige und pensionierte Mitarbeiter kamen dafür vorbei. „Die Bereitschaft ist unglaublich! Wir sind der Firma und den Mitarbeitern sehr dankbar“, sagt Angelika Voigt, Leiterin der Kleiderkammer.

Zehn Freiwillige, unter anderem aus dem Christlichen Jugendzentrum in Oranienburg, hatten sich am Dienstag mit Kleinbus und Lkw aufgemacht, um die über Nacht in einem Konferenzraum gelagerten Spenden abzuholen. In der Kleiderkammer müssen die Sachen nun nach Größe und Art sortiert werden. Angelika Voigt empfing die fleißigen Helfer und managte das Verladen. „Es lief super heute, alle waren sehr engagiert! Wir waren viel schneller fertig als gedacht“, berichtet sie.

„Die Bereitschaft ist unglaublich

„Die Bereitschaft ist unglaublich! Wir sind der Firma und den Mitarbeitern sehr dankbar“, sagt Angelika Voigt, Leiterin der Kleiderkammer.

Quelle: Enrico Kugler

Nun warten die Sachen, hauptsächlich Kleidungsstücke, auf Benutzung. Jeden Donnerstag öffnet die Kleiderkammer von 10 bis 16 Uhr für Bedürftige. Auch neue Spenden können in dieser Zeit abgegeben werden. „Wir brauchen dringend Spielsachen für Kinder. Die sind Mangelware“, sagt Angelika Voigt. Seit dem so viele Asylbewerber nach Deutschland kommen, ist die Nachfrage in der Kleiderkammer deutlich angestiegen. „Früher kamen um die 55 Personen am Öffnungstag, heute teilweise bis zu 80. Daher suchen wir händeringend mehr Mitarbeiter“, sagt Angelika Voigt und erzählt von drei syrischen Asylbewerbern, die sich in der Kleiderkammer nur Klamotten holen wollten und nun jeden Donnerstag als Übersetzer helfen.

Durch den großen Andrang werden immer wieder neue Sachen benötigt – so wurde dieses Frühjahr auch eine Spendenaktion bei Takeda ins Leben gerufen. Diese soll auch zukünftig weitergeführt werden, um noch mehr Oranienburger zum Spenden anzuregen.

Von Malena Rink

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