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Oberhavel Eine Gesamtschule für alle
Lokales Oberhavel Eine Gesamtschule für alle
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00:29 29.03.2018
Die Gesamtschule in Mühlenbeck. Quelle: Gesamtschule
Mühlenbeck

Ab dem Schuljahr 2018/19 wird an der Mühlenbecker Käthe-Kollwitz-Gesamtschule nach dem Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ unterrichtet. Das Konzept sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam in einer Klasse lernen.

„Das freut mich sehr, es ist ein Gewinn für alle“, sagt Landrat Ludger Weskamp (SPD). Die Schule werde mit zusätzlichem sonderpädagogischen Personal ausgestattet, um bestmögliche Lernbedingungen schaffen zu können. „Gleichzeitig wünschen sich Eltern, dass ihr Kind trotz besonderen Unterstützungsbedarfs an einer allgemeinen Schule vor Ort in seinem gewohnten Umfeld lernen kann. Diesem Wunsch wird in Mühlenbeck nun entsprochen“, so Weskamp.

Derzeit besuchen 840 Schülerinnen und Schüler die sechszügige Ganztagsschule in Mühlenbeck. Das Konzept des gemeinsamen Lernens wird ab dem kommenden Schuljahr in den Klassenstufen 7 bis 10 mit aktuell 640 Lernenden angeboten.

Um besser auf die Talente und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen zu können, wird an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule schon jetzt in sogenannten Interessenklassen für Sport, Ästhetik und Informatik unterrichtet. „Hier möchten wir das Programm integrieren, um jederzeit flexibel auf aktuelle Förderbedarfe eingehen zu können“, sagt Schulleiterin Kathrin Haase. Ziel sei es, das Lehrerkollegium in jedem Jahrgang mit einem Sonderpädagogen auszustatten“. Da Sonderpädagogen derzeit aber schwer zu finden sind, würden drei Lehreinnen und Lehrer mit den Fördermitteln des Landes ein Studium der Sonderpädagogik absolvieren, um sie auf dem Gebiet fit zu machen.

Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ist eine von insgesamt vier „Schulen für gemeinsames Lernen“ in Oberhavel. An der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder, der Jean Clermont Schule in Sachsenhausen und der Dr. Hugo Rosenthal Oberschule in Hohen Neuendorf wird schon seit dem vergangenen Jahr nach dem neuen Konzept unterrichtet.

Nach der zweijährigen Einführung bis 2018/19 soll eine Evaluation erfolgen, deren Ergebnis voraussichtlich im Jahr 2020 vorliegen wird. Danach wird über die weitere Umsetzung entschieden. Vorgesehen ist, dass innerhalb von etwa sechs Jahren alle brandenburgischen Grund-, Ober- und Gesamtschulen das „Gemeinsame Lernen“ anbieten und dafür entsprechend ausgestattet werden.

Bei ihrem kürzlichen Aufenthalt in Oberhavel stellte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) zudem in Aussicht, dass das Programm ab dem Jahr 2020 auch auf die Oberstufenzentren ausgeweitet werden soll. Derzeit haben rund 16.000 brandenburgische Schülerinnen und Schüler einen förmlich festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf, rund zwei Drittel von ihnen (11.000) einen Förderbedarf im Lernen, bei der emotionalen und sozialen Entwicklung oder Sprache (LES). Sie stehen im Mittelpunkt des Konzepts „Gemeinsames Lernen in der Schule“, das Teil des „Behindertenpolitischen Maßnahmenpakets der Landesregierung“ ist.

Von MAZ-online

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