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Eine Kinderidee nimmt Gestalt an

Glienicke Eine Kinderidee nimmt Gestalt an

Der Eingangsbereich von Grundschule und Hort in Glienicke wird derzeit gestaltet. Neben neuen Rabatten, Geländern und Wegen entsteht derzeit ein Kunstwerk: Eine übermannsgroße Katze wird die Eingangstreppe flankieren. Drei weitere Skulpturen sind noch geplant, darunter ein Schwan, der gegenüber der Katze platziert werden soll.

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Bildhauerin Heike Adner mit der Katze, die den Eingangs flankiert. Ein Schwan soll auf der anderen Seite folgen.

Quelle: Helge Treichel

Glienicke. Sogar am Feiertagswochenende wurde gearbeitet: Die Glienicker Bildhauerin Heike Adner und ihr Wandlitzer Kollege Knuth Seim wollten jede Sonnenstunde nutzen, um die mehr als zwei Meter hohe Skulptur vor dem Glienicker Schul- und Hortgebäude fertigzustellen. Die Katze ist quasi das gestalterische i-Tüpfelchen der Bei der Gestaltung des Schulgeländes. Neue Hochrabatten wurden angelegt, Wege und Geländer gebaut sowie Mutterboden angefahren. Die Bepflanzung ist noch für 2016 geplant. 70 000 Euro investiert die Gemeinde in den Landschaftsbau. In der Summe nicht enthalten sind die insgesamt vier geplanten Skulpturen, die innerhalb der nächsten Jahre nach Entwürfen der Kinder vor dem Schul- und Hortkomplex entstehen sollen.

Das geht auf eine Initiative von Hortleiterin Monika Spur zurück. Ihr war schon vor mehr als drei Jahren aufgefallen, dass bei Gestalten der Außenanlagen die Kinder gar nicht beteiligt waren. Das wollte sie ändern. Denn schließlich seien die „Collen Kids“ ein Werkstatt-Hort, also eine Bildungseinrichtung mit Keramik-, Holz-, Näh- und Kreativ-Werkstatt. Von letzteren gibt es sogar zwei. Monika Spur kümmerte sich um die Genehmigungen und die Projektmittel für die künstlerische Gestaltung. Und in den Winterferien 2015 waren von den Kindern in Zusammenarbeit mit den Erziehern und den beiden Bildhauern die ersten Skizzen und Gipsmodelle von der Eingangsgestaltung gestaltet worden. Schon damals war klar: Die Skulptur soll zugleich auch Sitzgelegenheit sein. „Es geht dabei ganz einfach um Partizipation“, sagt die Hortleiterin, die seit 2007 für die Einrichtung mit 370 Plätzen verantwortlich ist.

Heike Adner und Knuth Seim nutzen  die Sonnenstunden für die Arbeit

Heike Adner und Knuth Seim nutzen die Sonnenstunden für die Arbeit.

Quelle: Helge Treichel

In der zweiten Septemberwoche hatten Heike Adner und Knuth Seim die Arbeit aufgenommen – immer wieder unterstützt von den Hortkindern. 80 Gasbetonsteine wurden zugesägt, aufgeschichtet, mit der Raspel bearbeitet und mit einer Grundierung versehen. Das Fundament samt Horizontalsperre war im Zuge der Bauarbeiten zur Außengestaltung angelegt worden – übrigens auch schon die drei weiteren. Mit Hilfe von Natursteinen bekommt die Katze jetzt ihre getigerte Fellzeichnung. Dazu werden drei Farben verwendet: Schwarz, Rot und Gelb – Basalt, Granit und Kalkstein. Nur für die Augen kommt zudem ein grüner Farbton zum Einsatz. „Bis Ende der Woche wollen wir fertig werden“, sagt Heike Adner. Die Bildhauerin engagierte sich 15 Jahren lang für den Kinderkunstverein Artifex und leitete seitdem Kunstkurse im Hort. In Zukunft jedoch möchte sie sich wieder auf ihre freie bildhauerische Arbeit konzentrieren. Zwei Große Ausstellungen sind für das nächste Jahr geplant, in Karlsruhe und in Ahrenshoop. „Ich bin froh, wieder in diese Arbeit eintauchen zu können“, sagt Heike Adner.

„Aufwertung des Ortskerns“

Die Bildhauerin Heike Adner gestaltet seit 15 Jahren Kunstkurse im Hort. Mit der 56-Jährigen sprach Helge Treichel.

MAZ: Wie kam es zum Projekt?

Heike Adner: Die Initialzündung kam von Hortleiterin Monika Spur. Sie ist eine sehr engagierte Pädagogin und hat das große Ganze im Blick. Unter dem Titel „Verwandlung“ sind ganz viele Entwürfe von den Kindern erstellt worden. Die Katze hat Symbolwert. Und es ist schön, wenn sich die Kinder mit diesem Symbol identifizieren können. Durch die Skulptur wird die Eingangssituation absolut aufgewertet. Sie ist eine Einladung zum Hinsetzen und eine optische Aufwertung des Ortskerns.

Was passiert beim Kinderkunstverein Artifex?

Adner: Der Verein arbeitet weiter. Weil sich aber die handelnden Personen geändert haben, gibt es auch ein neues Profil. Während ich mehr die bildende Kunst im Blick hatte, gibt es jetzt einen kunsttherapeutischen Ansatz. Wichtig ist, dass sich die Kinder im Ort weiter künstlerisch betätigen können.

Von Helge Treichel

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