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Eine Party für Gino

Tierschutz in Oberhavel Eine Party für Gino

Die Mitglieder des Freundeskreises Katze und Mensch feierten in Oranienburg ihr Sommerfest. Sie helfen Leuten, die Katzen nicht mit in den Urlaub nehmen können. Sie setzen sich für artgerechte Haltung und gegen das sogenannte Kupieren von Schwänzen und Schnäbeln ein.

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Gino verkriecht sich unter der Schaukel, er mag es schattig und kühl.

Quelle: Foto: Fritz H. Köser

Oranienburg. Damen und Herren genießen Kaffee und Kuchen, nur ein Gast hat andere Pläne. Gino hat sich unter der Hollywood-Schaukel verkrochen. Dort ist es herrlich schattig und kühl.

Der Kater mit dem rot-weißen Fell gehört Silvia Dreyer. Die Vorsitzende der Oranienburger Gruppe vom „Freundeskreis Katze und Mensch“ hatte vergangenen Sonnabend zum Sommerfest ihres Vereins geladen. In ihren Garten. Zweibeiner waren zahlreich zugegen, die Stubentiger hingegen machten sich rar. „Bei so vielen Leuten laufen sie weg“, erklärt Silvia Dreyer. Sie deutet auf ein Gehege aus Holz. Gebaut für ihre Schützlinge, acht Katzen hat sie insgesamt.

Beim Sommerfest geht es um mehr als nur Spaß. Die Vorsitzende hofft auf weitere Interessenten, derzeit mischen 38 Katzenfreunde mit. Wir helfen Leuten, die Katzen nicht mit in den Urlaub nehmen können, erklärt sie. Und die sich eine Tierpension nicht leisten können oder wollen. Mitglieder kümmern sich dann für diese Zeit um die Katzen, die in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Die Helfer kommen zweimal täglich in die Wohnung, füttern die Tiere, reinigen das Katzenklo, sorgen für nötige Streicheleinheiten.

Und dann geht es auch noch um Politik. Silvia Dreyer ist Mitglied der Partei „Mensch, Umwelt, Tierschutz“. Auf ihrer Terrasse hat sie einen Stand aufgebaut, mit Info-Material und einer Unterschriftenliste. So will sie gegen die Massentierhaltung in Brandenburg vorgehen. Unter anderem möchte sie, dass artgerechte Haltung finanziell unterstützt wird, und, dass das Abschneiden, das sogenannte Kupieren von Schwänzen und Schnäbeln, verboten wird. Weitere Ziele sind eine Verschärfung des Immissionsschutzrechts, um Menschen vor unangenehmen Gerüchen zu schützen, sowie die Reduzierung von Antibiotika.

Natürlich kommen auch die Katzen nicht zu kurz. So wurden Artikel wie Bücher, Näpfe oder Spielzeug versteigert, der Erlös soll Futter- und Pflegestellen zugutekommen. Karin Rother etwa, die auch anwesend ist, betreut 16 Tiere.

Zeit für ein paar „Familienbilder“. Silvia Dreyer zückt ein Handy, zeigt ein Katzenfoto nach dem anderen. Angelo etwa sei ihr Lieblingskater, warum, weiß sie selber nicht genau. Vielleicht, weil er öfters krank war, mutmaßt sie. Es sei eben ein wenig wie bei Kindern. Katzen, so Silvia Dreyer, seien eigensinnig und kuschelig, eben anders als Hunde.

Von Fritz Hermann Köser

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