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Eine Reise um die Welt

Schmachtehagen Eine Reise um die Welt

In nur drei Tagen bereisten die Schulkinder aus Schmachtenhagen alle Kontinente der Erde. Was die 230 Kinder dabei erlebten, erfuhren Eltern und Großeltern beim Schulfest am Sonnabend. Und wer Lust hatte, konnte mit den Kindern beim Sponsorenlauf mitmachen. 94 Läufer drehten 856 Runden und jede war 450 Meter lang.

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Jede Menge Stände mit Trödel, Büchern und Leckereien hatten die Eltern auf dem Hof aufgebaut.

Quelle: Robert Roeske

Schmachtenhagen. Es war schon auf der Dorfstraße zu hören: Bei Neddermeyer wurde Schulfest gefeiert. Auf dem Schulhof herrschte ein buntes Gewusel. Die Eltern und der Förderverein hatten etliche Stände aufgebaut. Vor der Band der Musikschule „Fröhlich“ standen die Stühle ordentlich aufgereiht. Es wurde erst ruhiger als Schulleiterin Sabine Nothing verkündete: „In zehn Minuten beginnt der Spendenlauf.“

Sie gaben alles beim Spendelauf

Sie gaben alles beim Spendelauf.

Quelle: Robert Roeske

Ruckzuck setzten sich Kinder und Eltern in Richtung Sportplatz in Bewegung. Jeder der Lust hatte – Schüler, Eltern, Freunde – drehte seine Runden und entlockte seinem Sponsor ein Sümmchen aus dem Portemonaine. „Wir wollen die Kindernachsorgeklinik in Bernau unterstützen“, sagte die Schulleiterin. Sie hatte sich die Klinik angeschaut. Das erlaufene Geld und das, was die Eltern an den Ständen einnehmen, wird für die Musik-, Kunst-oder Reittherapie der Kinder gespendet. „Eine Runde ist 450 Meter lang“, sagt Katrin Reichmann, die immer wieder kleine, aufgeregte Läufer auf die Strecke schickte. Zurück auf dem Schulhof rief Gina noch außer Puste ins Mikrofon: „Mein Bruder ist zehn Runden gelaufen, und ich acht“, schniefte sie. Das waren zusammen schon mal 180 Euro. Insgesamt hatten sich 94 Läufer auf die Strecke gemacht und liefen 856 Runden. Bravo!

94 Läufer meldeten sich an

94 Läufer meldeten sich an.

Quelle: Robert Roeske

Am meisten liefen die Schüler der Klasse 1b. Von den Erstklässlern gingen 14 Läufer an der Start und sie schafften 168 Runden. Die meiste Puste hatte Wayne Jende, unglaubliche 22 Runden legte er zurück. Eine Superleistung. Auch die Läufer der Klasse 3b waren ganz ausdauernd, sie liefen zusammen 95 Runden. Und selbst wenn jemand nur eine Runde gelaufen ist, auch damit wird den Kindern in der Nachsorgeklinik in Bernau geholfen.

Die Samba-Tänzerinnen hatten ihren Spaß, genau wie ihre Lehrerin Cornelia Bestvater, die etwas Bewegung in die Projektwoche bringen wollte

Die Samba-Tänzerinnen hatten ihren Spaß, genau wie ihre Lehrerin Cornelia Bestvater, die etwas Bewegung in die Projektwoche bringen wollte.

Quelle: Robert Roeske

Die Eltern hatten zum Schulfest viel zu sehen. Denn die 230 Kinder zeigten, was sie in drei Projekttagen alles erlebt hatten. Bei ihrer Reise über die Kontinente waren tolle Sachen entstanden. 100 Minuten für einen Kontinent, das war eigentlich nicht viel Zeit.

Aber im Schulfoyer waren Dot-Painting-Arbeiten aus Australien, das chinesische Horoskop, selbstgewebte Gottesaugen, Terakotta-Krieger und vieles, vieles mehr zu sehen. Im Schulgarten steht jetzt ein Tipi. Und am Sonnabend konnten alle Besucher ein typisches Frühstück aus den Anden kosten.

Das Team des Filmdrehs mit Christina Gantner (3 v l)

Das Team des Filmdrehs mit Christina Gantner (3. v. l.). Manu (2. v. l.) erzählte seine Mitschülern und Eltern wie alles abgelaufen war.

Quelle: Robert Roeske

Manu war beim Videodreh dabei – als Kameramann, Toningenieur und Schauspieler. 13 Kinder hatten in den drei Tagen gemeinsam mit der TV-Producerin Christina Gantner vom Galileo-Team einen Clip gedreht, der auch von Profis hätte sein können. Und genauso toll haben die Samba-Tänzerinnen ihre Sache gemacht.

Die Neddermeyer-Grundschüler wissen jetzt auch aus erster Hand wie Kochbananen „red red“ und Schwarz-Augen-Bohnen-Soße schmecken. Elisabeth Abu-Bonsrah und ihre Schwester Gloria Gyan, die aus Ghana stammen, haben mit den Kindern gekocht.

Gloria Gyan und Elisabeth Abu-Bonsrah (v l) stammen aus Ghana und hatten mit den Kindern während der Projektwoche gekocht

Gloria Gyan und Elisabeth Abu-Bonsrah (v. l.) stammen aus Ghana und hatten mit den Kindern während der Projektwoche gekocht. Konrektorin Elisabeth Jacobi hatte die Kontakte geknüpft. Sie ist mit George Abu-Bonsrah verheiratet und hatte zum Fest auch ihre beiden Kinder mitgebracht.

Quelle: Robert Roeske

Für Schulleiter Sabine Nothing und ihre Konrektorin Elisabeth Jacobi stand fest: Den Kindern hat es so viel Spaß gemacht, die nächsten Projekttage müssen mindestens eine Woche dauern.

Von Andrea Kathert

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