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Eine Silberhochzeit zum Tag der Einheit

Stadtempfang in Oranienburg Eine Silberhochzeit zum Tag der Einheit

Seit 25 Jahren verbindet Oranienburg und Hamm in Nordrhein-Westfalen eine Partnerschaft, die seither gewachsen ist. Anfangs waren die Oranienburger die Schüler. Heute finden die Begegnungen auf Augenhöhe statt, so wie beim Stadtempfang am Freitag in der Orangerie, wo die Bilder der Anfangszeit und viele Geschichten wieder lebendig wurden.

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Während des Stadtempfangs am Freitag in der Orangerie wurden drei Ehrenpreise verliehen.

Quelle: Foto: Heike Bergt

Oranienburg. Heutzutage ist es nicht selbstverständlich, dass eine Ehe bis zur Silberhochzeit hält. Doch die Partnerschaft zwischen Oranienburg und Hamm hat so lange gehalten und sie wird es auch noch länger tun. Das wurde auf dem Stadtempfang am Freitagabend in der Orangerie deutlich.

Am Vorabend zum Tag der deutschen Einheit gingen die Gedanken der Bürgermeister aus Oranienburg und Hamm 25 Jahre zurück. „Für uns, die wir von Anfang an dabei waren, ist es fast unvorstellbar, dass es schon 25 Jahre sind“, sagte Oranienburgs Bürgermeister Hans Joachim Laesicke. „Wir hofften, nur noch goldene Zeiten zu erleben und glaubten, alle Probleme dieser Welt treten hinter uns.“ Mancher Hammer werde sich heute wohl die Augen gerieben haben. „Früher roch es bei uns unangenehm, es sah nach Verfall aus.“ Heute sei Oranienburg eine Stadt, die eine dynamische Entwicklung genommen hat und sich sehen lassen kann. Früher hätten sich die Oranienburger eher wie Schüler gefühlt, als wichtige Leute aus Hamm kamen, um beim Aufbau der Verwaltung zu helfen. „Heute begegnen wir uns auf Augenhöhe“, sagte Laesicke. Das erste Treffen der Vertreter beider Städte hatten offenbar auch dank eines Volleyballturniers bleibende Erinnerungen hinterlassen. „Die Hammer Volleyballer werden Sie heute nicht mehr erkennen, man stellt sich große, schlanke Männer vor“, so Laesicke, der sich nicht verkneifen konnte, zu erwähnen, dass die Hammer damals den Oranienburgern mit 15 zu Null unterlagen. „Aber ich will ja nicht in alten Wunden bohren“, lachte der Bürgermeister. Diese Partnerschaft müsse gefeiert werden. „Aus meiner Sicht ist das Projekt deutsche Einheit gelungen.“

Thomas Hunsteger-Petermann, Oberbürgermeister von Hamm, blieb seinem Vorredner an Spitzen nichts schuldig. Er habe noch das Bild vor sich, als die Oranienburger Delegation das erste Mal nach Hamm kam, mit einem Trabi, einem Wartburg und einem Barkas. Eines der Fahrzeuge sei anschließend in den Automobilhimmel gekommen. Der Oberbürgermeister fand aber auch nachdenkliche Worte. „Sehnsucht, Glauben, Freundschaft, Liebe _ all das sei stärker als Mauern aus Beton und Stacheldraht. Diese Attribute hätten gezeigt, wozu Menschen fähig sind. Hunsteger-Petermann erzählte, dass in seiner Stadt gerade innerhalb weniger Stunden eine Notunterkunft für 500 Flüchtlinge aufgebaut wurde. „Für unsere Stadt ist es ganz selbstverständlich zu helfen.“ Auch das habe für ihn mit dem Tag der deutschen Einheit zu tun. „Wir haben erlebt, was Hoffnung für Kräfte freisetzen kann.“ Der Oberbürgermeister erinnerte auch daran, dass es „die Einheit nur gibt, weil Ungarn seine Grenze geöffnet hat“. Man feiere das freudigste Ereignis der Nachkriegsgeschichte. „Und ich freue mich, als Gast unter Freunden zu sein“, sagte Thomas Hunsteger-Petermann.

Wie es Tradition beim Stadtempfang ist, wurden drei Ehrenpreise in den Kategorien Einzelperson, Initiativen und Verein verliehen. Sie gingen an Hildegard Busse, die Initiative „Willkommen in Oranienburg“ und an die „Grünen Damen“ der Oberhavel Kliniken.

Vertreter der CDU und der Linken nutzen den Empfang, um die stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Kausche zu verabschieden, deren Amtszeit Ende Oktober zu Ende geht.

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In der Orangerie wurden am Freitag viele Geschichten aus Wendezeiten wieder aufgefrischt. Die Städtepartnerschaft mit Hamm spielte eine große Rolle.

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Von Andrea Kathert

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