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Eine Stimme für die Jugend

Hennigsdorf Eine Stimme für die Jugend

Sieben junge Leute kümmern sich als Jugendbeirat ab sofort um die Belange der jungen Generation in Hennigsdorf. In der vergangenen Stadtverordnetenversammlung wurden sie einstimmig gewählt. Das Gremium will sich vor allem für mehr Aufenthaltsplätze für Jugendliche in der Stadt einsetzen.

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Maximilian Mücke, Franziska Köppen, Irfan Abaci, Sven Brackrock und David Cardué (v.l.) wurden von den Stadtverordneten zum Jugendbeirat gewählt, nicht auf dem Foto sind Juliane Müller und Chantal Malzingus.

Quelle: Paetzel

Hennigsdorf. Die Stadt hat nach mehr als zwei Jahren wieder einen Jugendbeirat. In der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend wurden die sieben jungen Leute einstimmig von den Abgeordneten gewählt. Von Bürgermeister Andreas Schulz gab es noch eine Tüte voller „Nervennahrung“ für die erste Sitzung des Beirats. Mit dabei sind Sven Brackrock (21), Franziska Köppen (22), David Cardué (17), Maximilian Mücke (21), Irfan Abaci (21), Juliane Müller (18) und Chantal Malzingus (17). „Wir wollen die Stimme der Hennigsdorfer Jugend sein“, erklärte Irfan Abaci, der im vierten Semester Wirtschaftsmathematik an der Berliner Humboldt-Universität studiert. Die Mitglieder sind allesamt miteinander befreundet, die Chemie stimmt also. Der neue Beirat tagt künftig etwa alle zwei Wochen.

Wie der Seniorenbeirat werden die Jugendlichen, die meisten davon Azubis, nun bei Entscheidungen der Stadtverordneten berücksichtigt und werden Maßnahmen in der Stadt aus der Sicht der Jugend beurteilen und Anregungen geben. Davon haben die sieben junge Leute genug: Sie wollen vor allem für mehr Spielplätze und mehr Aufenthaltsraum für junge Leute sorgen. Der Umbau des Jugendfreizeitzentrums Konradsberg zum Bürgerzentrum sei eine gute Maßnahme, aber es brauche auch in Hennigsdorf-Nord oder Nieder Neuendorf Orte, an denen sich Jugendliche aufhalten könnten. Immerhin sei der Weg zum Konradsberg aus den beiden Ortsteilen eher weit. Außerdem beklagen die jungen Leute, dass es kein Kino mehr in Hennigsdorf gibt. Auch in Zukunft wird es im Ziel-Center keinen neuen Mieter für die verwaisten Kinoflächen geben, weil sie zu klein sind (MAZ berichtete). „Man kann aber auch nicht von Schülern verlangen, jedes Mal mit der Bahn bis nach Tegel zu fahren“, erklärte Maximilian Mücke. Alternativ schwebt den Jugendlichen vor, dass man im Stadtklubhaus regelmäßig Filmabende organisieren könnte, auch Open-Air-Kinoabende seien denkbar. Zudem wollen die Jugendlichen Workshops und Camps organisieren, dabei soll es aber nicht nur um Spaß gehen. „Wir wollen etwas für Toleranz und gegen Vorurteile in unserer Stadt tun“, sagt Sven Brackrock.

Ein Ansprechpartner für den Beirat könnte ab 1. Juli Johannes Otto werden, der seit 2012 Schulsozialarbeiter in der Hennigsdorfer Diesterweg-Oberschule ist. Die Unterschrift unter dem Arbeitsvertrag ist noch nicht trocken, allerdings wird Otto aller Voraussicht nach Jennifer Bur­czyk in dem Amt ersetzen.

Von Marco Paetzel

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