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Oberhavel Eine Waldorfschule für das Mühlenbecker Land
Lokales Oberhavel Eine Waldorfschule für das Mühlenbecker Land
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00:21 12.02.2018
Die Gruppe „Schulfreude im Mühlenbecker Land" will 2019 eine Waldorfschule in der Gemeinde gründen. Quelle: privat
Schildow

In Cottbus, Frankfurt, Potsdam, Kleinmachnow und in Werder gibt es bereits eine Waldorfschule, doch bisher keine im Norden Brandenburgs. Das will die 2016 gegründete Initiative „Schulfreude Mühlenbecker Land“ ändern.

So ist das Ziel der Initiative, spätestens zum Schuljahr 2019/2020 eine Waldorfschule in der Gemeinde zu eröffnen. Zwei Gründungstreffen haben bereits im Januar dieses Jahres stattgefunden, bei denen auch ein Gründungsberater der Waldorfschulen Berlin/Brandenburg anwesend war. 31 Mitglieder gehören nun zum Gründerkreis der Schule, darunter mit Octavio Wohlers auch ein Gründungslehrer, der im Bereich der Waldorfpädagogik ausgebildet ist und bereits ein ähnliches Projekt mit realisiert hat.

Dabei sah es im November 2017 noch ganz anders aus. „Wir sahen unsere Felle davon schwimmen. Die Zugpferde unserer Initiative hatten privat und beruflich wenig Zeit, sich um die Schulgründung zu kümmern“, berichtet Antonia Bahr, die zu den Aktivsten der Gruppe gehört. Das sehe jetzt aber besser aus, denn es gebe mittlerweile sogar ein Grundstück, das ihnen von der Gemeinde Mühlenbecker Land angeboten wurde, auf dem sich die Pläne einer Waldorfschule realisieren lassen würden. „Es liegt verkehrsgünstig und schön, und würde zum Thema der Schule passen“, so die Schildowerin. Doch bis dort eine Waldorfschule erreichtet werden kann, sucht man noch eine Interimslösung, um im kommenden Jahr starten zu können. Inzwischen wurden vier Arbeitskreise gegründet, damit bis zum 31. März der Antrag auf Schulgründung zum Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Potsdam geschickt werden kann. Denn nur wenn dieser Termin eingehalten werde, erklärt Bahr, könne der Schulbetrieb 2019 starten.

Geplant sei mit vier Klassen zu beginnen. Jeweils eine in den Klassenstufen eins bis vier. Bereits jetzt gebe es zahlreiche Anfragen von Eltern. Über die Internetseite der Initiative können sich Interessenten, bisher 50 bis 60, auf eine Warteliste setzen lassen. „Viele Familien nehmen auch längere Fahrtwege für den Besuch einer Waldorfschule in Kauf“, weiß Antonia Bahr, die selbst ihre Tochter auf die Waldorfschule im Märkischen Viertel in Berlin einschulen lassen wollte, dort aber keinen Platz bekam. Man habe aber so gute Erfahrungen mit der familiären Atmosphäre des Waldorfkindergartens „Zaubernuss“ in Schildow gemacht, dass man nach einer Fortführung der Waldorfpädagogik auch in der Schule auf der Suche war.

So kam Bahr die Idee, selbst eine Waldorfschule zu gründen, die nach dem anthroposophischen Gedankengut Rudolf Steiners, dem Gründer der ersten Waldorfschule 1919 in Stuttgart, organisiert ist. Doch Bahr möchte die Philosophie Steiners neu denken, in die heutige Zeit transportieren. Ihr gefalle der große Anteil haptischer Arbeit, das Kreative, das gemeinsame Kochen und Backen der Waldorfpädagogik, so Bahr. Um den anthroposophischen Ansatz „Bewahrung der Erde“ umzusetzen, wolle man zudem mit einem landwirtschaftlichen Betrieb eng verzahnt zusammenarbeiten. Ein Interessent habe sich dafür schon gefunden, so die Initiatorin.

Außerdem sei bei einer Waldorfschule die Elternarbeit wichtig. Bahr: „Aber es macht Spaß, etwas Neues zu erschaffen, eine Schule mitaufzubauen.“ Und was könne es besseres geben, als wenn 100 Jahre nach der ersten Waldorfschule 2019 eine weitere im Mühlenbecker Land eröffnet wird. Das nächste Gründungstreffen ist am 21. Februar um 19.30 Uhr im Waldorfkindergarten„Zaubernuss“ in Schildow.

Weitere Informationen: www.schulfreude.org

Von Ulrike Gawande

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