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Eine funktionierende Wehr

Leegebruch Eine funktionierende Wehr

70 Kameraden bilden die Freiwillige Feuerwehr Leegebruch. 35 Männer und eine Frau sind im aktiven Dienst. Eine gute Zahl für die Gemeinde mit ihren 6735 Einwohnern. Aber doch nicht gut genug, wie Ralf Küsters vom Ingenieurbüro Küsters aus Kaarst für die Fortschreibung des 2004 erstellten Gefahrenabwehrbedarfsplanes herausgefunden hat.

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Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Leegebruch vor dem neuen Drehleiterfahrzeug, das im Juni in Dienst gestellt wurde.

Quelle: Ulrike Gawande

Leegebruch. 70 Kameraden bilden die Freiwillige Feuerwehr Leegebruch. 35 Männer und eine Frau sind im aktiven Dienst. Eine gute Zahl für die Gemeinde mit ihren 6735 Einwohnern. Aber doch nicht gut genug, wie Ralf Küsters vom Ingenieurbüro Küsters aus Kaarst für die Fortschreibung des 2004 erstellten Gefahrenabwehrbedarfsplanes herausgefunden hat.

Es mangele vor allem an der Tageseinsatzbereitschaft von sechs bis 18 Uhr, der Zeit in der statistisch die meisten Einsätze passieren und die wenigsten Einsatzkräfte – zumeist aus beruflichen Gründen – vor Ort sind. „Das Problem haben alle freiwilligen Wehren“, erklärte der stellvertretende Wehrführer Holger Wiechmann. So gibt es über 20 000 Freiwillige Feuerwehren in Deutschland, mit über 1,08 Millionen Mitgliedern.

Neue Mitglieder sind notwendig

„Sie machen die gleiche Arbeit wie die Berufsfeuerwehren, fahren sogar teilweise mehr Einsätze als die Berufswehr“, erkannte Küsters das hohe Engagement der Freiwilligen Kameraden an. Und lobte das hohe Ausbildungsniveau der Leegebrucher. So besitzen weit über die Hälfte der Kameraden eine Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger, und je ein Drittel die Befähigung, einen LKW zu fahren und die neue Drehleiter zu bedienen. Als Lösung für das personelle Problem schlug Küsters vor, auch Hausfrauen, im Ort ansässige Geschäftsleute oder Mitarbeiter der Verwaltung, die eine Tagesstaffel bilden könnten, für die Feuerwehr zu begeistern. „In den nächsten drei Jahren sollten 12 bis 15 neue Kräfte hinzukommen.“

Einsatzleitfahrzeug muss ersetzt werden

Dazu müsse die Mitgliederwerbung intensiviert werden, nicht nur bei den Jugendlichen, empfahl Küsters. Auch wenn es ein mühsamer und langwieriger Weg sei. Hinsichtlich des Fuhrparks der Feuerwehr gab es dann Lob und Tadel. Lob, dass die im Juni in Dienst gestellte Drehleiter für Sicherheit bei Einsätzen in den 157 mehrgeschossigen Gebäuden des Eichenhofs und Birkenhofs sorge. Und Tadel, dass das Einsatzleitfahrzeug deutliche Verschleißerscheinungen aufweise, und dessen Technik veraltet sei.

Das Einsatzleitfahrzeug (links) und auch dessen Technik sind veraltet

Das Einsatzleitfahrzeug (links) und auch dessen Technik sind veraltet.

Quelle: Ulrike Gawande

Der Fachmann empfahl, es 2017 zu ersetzen. Ansonsten sei das Gefährdungspotenzial in Leegebruch gering. Die Bebauung sei dicht und niedrig, was durch die zentrale Lage der Wehr und die geringe Größe des Ortes zu schnellen Einsatzzeiten führe, so Küsters in seinem Bericht. Verbesserungsbedarf gibt es nach Ansicht des Fachmanns aber in der Aufteilung des Gerätehauses. Es sei zwar geräumig, aber die Anzahl der Anhänger müsse reduziert werden und für die Umkleideschränke, die in der Fahrzeighalle stehen, müsse ein anderer Stellplatz gefunden werden, da die Dieselabgase in die Spinde dringen. Küsters: „Das widerspricht dem Arbeitsschutz.“ Alles in allem habe Leegebruch keine schlechte, sondern eine funktionierende Wehr, so das Fazit des Fachmanns.

Von Ulrike Gawande

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