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Oberhavel Eine gute Möglichkeit, sich zu orientieren
Lokales Oberhavel Eine gute Möglichkeit, sich zu orientieren
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14:01 07.01.2016
Tom Lemke. Quelle: Marion Bergsdorf
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Birkenwerder

Nach dem Abitur wollte sich Tom erst mal ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Und weil in seiner Familie viel über die Betreuung älterer Menschen gesprochen wurde – seine Mutter arbeitet beim Pflegedienst in Hennigsdorf – fragte er bei Medi-Mobil in Birkenwerder nach, ob ein soziales Jahr im Bundesfreiwilligendienst möglich wäre. Geschäftsführer Manfred Helbig empfing den jungen Mann mit offenen Armen. Denn er sucht junge Leute, die gerne mit alten Menschen arbeiten würden. Sowohl als Auszubildende oder für den Bundesfreiwilligendienst.

Die meiste Zeit hat Tom im Mehrgenerationenhaus des Vereins Alep in Borgsdorf gearbeitet. Hier war der 19-Jährige gern gesehen in den Kaffeerunden der Senioren. „Der Tom erzählt immer lustige Witze“, sagte ein älterer Herr neulich. „Ja, wir lachen viel“, sagt Tom und fügt hinzu: „Außerdem unterhalten wir uns über das Leben der alten Menschen. Da erfahre ich viel, was in keinem Geschichtsbuch steht. Was die älteren Leute zu erzählen haben, das ist echt spannend.“

Doch Geschichte will Tom nicht studieren. Er wird am 1.August eine Banklehre in Oranienburg antreten. Hat ihm das soziale Jahr genützt? „Ich habe viel Dankbarkeit erfahren. Wenn man sich etwas Zeit für alte Menschen nimmt, freuen sie sich sehr. Außerdem sind sie gerne mit jungen und nicht nur mit alten Menschen zusammen. Sie stellen viele Fragen zum Alltag junger Leute. So zum Beispiel, was in der Schule los ist und wie ich meine Freizeit verbringe.“ Er habe gelernt, mehr Verständnis für Menschen aufzubringen, die bestimmte Dinge nicht mehr so schnell vollbringen können. Und er sei selbstbewusster geworden, erklärt Tom.

Was ihm während seines sozialen Jahres sehr gefallen hat, war, dass seine Vorgesetzte ihm Freiraum für sein Training im Fitnessstudio oder für Bewerbungsgespräche eingeräumt hatte. Überhaupt habe er sich im Team der Betreuer sehr wohl gefühlt. Nach einem Fest für die Senioren räumten die Betreuer gemeinsam auf und saßen oft noch beisammen und redeten. Wenn er später mal hinter dem Bankschalter sitzt, wollen ihn etliche Senioren, die er während seines sozialen Jahres kennengelernt hatte, besuchen, erzählt der 19-Jährige.

Tom Lemke kann ein soziales Jahr nur empfehlen. Gerade, wenn man nach der Schule nicht so richtig weiß, was man werden will, sei eine solche praktische Einsatzzeit eine gute Gelegenheit um herauszufinden, was einem Freude bereiten würde. Auch habe man mit einem guten Arbeitszeugnis bessere Chancen, sich für eine Ausbildung zu bewerben. „Soziales Engagement ist eine wichtige Eigenschaft“, findet Tom.

Bundesfreiwilligendienst

Teilnehmer: Nach Abschluss der Pflichtschulzeit kann der Bundesfreiwilligendienst angetreten werden – junge Menschen nach der Schule, Menschen in mittleren Jahren und Senioren. Alter, Geschlecht, Nationalität und Art des Schulabschlusses spielen dabei keine Rolle.

Dauer: Die Regeldauer sind zwölf Monate, maximal 18 Monate.

Geld: Die Einsatzstellen zahlen ein Taschengeld, die Höchstgrenze liegt bei 357 Euro. Bei den Sozialversicherungen ist der Dienst einem Ausbildungsverhältnis gleichgestellt.

Von Marion Bergsdorf

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