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Eine neue Grundschule für die Stadt

Hennigsdorf Eine neue Grundschule für die Stadt

Weil die Schülerzahlen konstant hoch sind, eröffnet im kommenden Schuljahr in Hennigsdorf eine neue vierte Grundschule im Gebäude an den Havelauen, wo bislang Förderschüler untergebracht sind. Zunächst soll es in der neuen Grundschule nur zwei erste Klassen geben.

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Der neue Schulleiter Alexander Sontner (40) kommt von der Löwenberger Grundschule. Er schlägt ein neues Schulkapitel auf.

Quelle: Foto: Paetzel

Hennigsdorf. Hammerschläge hallen durch die Gänge, Bohrmaschinen lassen die Wände dröhnen. Die Flure in der zweiten Etage sind in diesen Tagen noch eine richtige Baustelle. Einer fühlt sich aber schon wohl im Stockwerk. „Eine Schule ganz neu aufzumachen, das ist fast so schön wie Weihnachten“, sagt Alexander Sontner. Der 40-Jährige ist Leiter der neuen vierten Grundschule in Hennigsdorf. Knapp zwei Wochen noch, dann beginnt hier der Unterricht.

Ab dem neuen Schuljahr wird es zunächst zwei Klassen mit 43 Abc-Schützen geben. In den kommenden Jahren sollen dann sukzessive mehr Kinder unterrichtet werden. Alexander Sontner wird das Schuljahr mit zwei jungen Lehrerinnen beginnen, jede von ihnen wird eine der beiden Klasse übernehmen.

Die beiden Klassenräume sind schon gemalert, demnächst kommen die Smartboards – elektronische Tafeln – , Tische und Stühle herein. Auch die Horträume werden auf dieser Etage untergebracht. In dem Haus war bislang die Förderschule und teilweise auch die Regenbogenschule untergebracht. Die Stadt hatte das Schulgebäude an den Havelauen vom Landkreis bekommen, im Gegenzug bekam der Kreis das Grundstück gegenüber der Hennigsdorfer Bibliothek. Dort soll bis zum Schuljahr 2018/2019 ein Förderschul-Neubau entstehen. Im Gegenzug werden die Räume im Gebäude an den Havelauen nach und nach frei, bis auch der letzte Förderschüler hier seinen Abschluss gemacht hat. Schulleiter Alexander Sontner rechnet damit, dass auch im übernächsten Schuljahr wieder zwei neue Klassen eingeschult werden, so dass die Schule langsam wächst.

Für Sontner selbst ist es die erste Stelle als Schulleiter. Seit 2011 unterrichtete der Berliner an der Löwenberger Grundschule, studiert hat er an der Humboldt-Universität. Er ist Quereinsteiger, arbeitete zuvor jahrelang als Reiseverkehrskaufmann. Seine eigenen Kinder bewegten Sontner schließlich zum Umdenken, und so studierte er vor elf Jahren Grundschulpädagogik und Geographie. Der 40-Jährige, der mittlerweile in Hohen Neuendorf lebt, ist durchaus telegen: 2015 war er Werbeträger für einen modernen Image-Film, der Lehrer in Brandenburger Schulen locken soll. Sontner ist selbst ein Lehrer von heute, stures Auswendiglernen gibt es bei ihm nicht. Kinder seien Individuen, man müsse ihre Stärken stärken und die Schwächen schwächen. So würde er im Topographie-Unterricht etwa nie stumpfsinnig nur abfragen, wo welche Stadt liegt. Stattdessen gebe es spielerische Fragen, bei denen die Kinder von drei Städten eine nennen müssen, die aus der Reihe fällt. Als Beispiel nennt Sontner die Städte München, Hamburg und Augsburg. Es gibt nicht nur eine richtige Antwort, auf die Erklärung kommt es an.

Von Marco Paetzel

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