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Eine neue Schule in nur vier Monaten

Oranineburg/Lehnitz Eine neue Schule in nur vier Monaten

Im Sommer sollen die Um- und Anbauarbeiten an der Torhorst-Schule in Oranienburg beginnen. Haushälterisch sind insgesamt fast 13 Millionen Euro vorgesehen. Die Sekundarstufe II wird während der zweijährigen Bauzeit in Lehnitz unterrichtet. Das dortige Gebäude soll in vier Monaten zum neuen Schulstandort werden.

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Das ehemalige Schulungsgebäude samt Turnhalle und Sportareal soll im neuen Schuljahr bezugsfähig sein.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. „Es ist für alle eine Herausforderung“, sagt Falko Roppiler, Fachbereichsleiter Bildung und Gebäudeverwaltung. Gemeint sind die Um- und Anbauarbeiten der Oranienburger Torhorst-Gesamtschule. Während der zweijährigen Bauzeit werden Schüler der Sekundarstufe II in ein einstiges Schulungsgebäude der Bundeswehr in Lehnitz ziehen, wo zuletzt Asylbewerber untergebracht waren.

Hintergrund: Die Torhorst-Gesamtschule wird saniert. Im Haushalt vorgesehen sind für 8,9 Millionen Euro ein Anbau (20 Klassenräumen) und westlich des Hauptgebäudes für 4 Millionen Euro eine neue Dreifeld-Sporthalle samt Außensportanlage. Das Grundstück dafür wird mit der Stadt Oranienburg getauscht, die die „alte Turnhalle“ der Schule übernehmen und als solche weiterführen wird. Die Stadtverordnetenversammlung hat diesem Vorhaben zugestimmt, der Eigentümerwechsel wird vorbereitet. Im März/April soll die Beurkundung durchgeführt werden.

Am 4. September soll Lehnitzer Schule ans Netz gehen

Diesen Sommer beginnt der Abriss des Torhorst-Schultraktes, der an der Havel gelegen ist. Er wird später wieder neu aufgezogen. „Die größte Herausforderung ist dabei, dass alles bei laufendem Schulbetrieb passiert“, so Falko Roppiler. Dadurch komme es zu Einschränkungen durch Lärm. „Wir versuchen, viele Arbeiten in die Ferienzeit zu legen.“ Die Schule sei eingebunden und werde auf dem Laufenden gehalten. Momentan befindet sich der Kreis noch in der Entwurfsphase. Bis Juni/Juli sollen die Genehmigungsverfahren geklärt sein. Bis zur Fertigstellung der Schule nach zwei Jahren Bauzeit im Sommer 2019 werden die Schüler der Sekundarstufe II hier nicht mehr unterrichtet, sondern in Lehnitz.

Am 4. September soll der neue Schulstandort in Betrieb gehen. Seit dem 2. Februar liegt die Baugenehmigung vor. Der DDR-Systembau wurde lange als Fahrschulgebäude des Bundeswehr-Bataillons genutzt. Später zogen Asylbewerber in das Haus mit der Nummer 16. Anfang Dezember vorigen Jahres zogen die letzten Geflüchteten schließlich aus. Noch sieht hier kaum etwas nach Schule aus. Im Umfeld stehen weitere Blöcke. Teils mit Geflüchteten, teils im Bau befindliche Wohnkomplexe.

Landkreis wirbt für Akzeptanz

Doch das Areal scheint ideal. Befindet sich doch direkt neben der zukünftigen Schule eine Sporthalle samt Sportplatz und Rennbahn. Doch der Kreis hat sich so einiges vorgenommen. Im März, spätestens im April sollen die Umbauarbeiten für insgesamt zwei Millionen Euro an dem Gebäude beginnen. Einen Fertigstellungstermin gibt es auch schon: 30. Juni. Heißt: Vier Monate Bauzeit. „Das ist ein sportliches Ziel“, so Roppiler.

Erklärung: „Die Gebäudesubstanz befindet sich in einem sehr guten Zustand.“ Einige Wände müssen verschoben und die Elektronik im gesamten Trakt modernisiert werden. Der Standort soll für zehn Klassen ausgerichtet werden. Natürliche werden auch Räume für naturwissenschaftlichen Unterricht geschaffen, erklärte Roppiler auf Nachfrage im Bildungsausschuss. Diese werden aber kombiniert, so dass beispielsweise Chemie und Biologie in einem Raum unterrichtet werden kann, um „Ressourcen zu sparen.“

Derweil versucht der Landkreis, für den Standort zu werben. Es gab schon Vor-Ort-Begehungen mit Eltern. Der Kreis hat die Pläne zudem auf dem Tag der offenen Tür in der Torhorstschule vorgestellt. „Wir wollen Akzeptanz schaffen“, so Roppiler. Das Areal soll auch nach Fertigstellung der Torhorstschule als Schulstandort erhalten bleiben.

Von Marco Winkler

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