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Oberhavel Eine reine Männerriege
Lokales Oberhavel Eine reine Männerriege
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00:34 19.09.2015
Egmont Hamelow, Michael Garske, Ludger Weskamp, Matthias Rink und Dieter Starke (v. l.) Quelle: M. Bergsdorf
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Oranienburg

Wieder keine Frau in der Führungsspitze der Kreisverwaltung. Von Kreistagsabgeordneten gestreute Gerüchte, dass nun doch mal eine Frau Dezernentin werde, räumte Landrat Ludger Weskamp am Mittwoch aus. Zwar hätten sich auch qualifizierte Frauen auf die Posten beworben, doch die Wahl sei auf diese beiden kompetenten Personen gefallen.

Überraschend die Ernennung von Dieter Starke (60), dem bisherigen Schulleiter des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums (OSZ) in Oranienburg und Zehdenick. Er ist der neue Dezernent für Bildung und Jugend. Der Landrat nennt ihn einen „Mann der Praxis“. Starke war 23 Jahre Lehrer am Gymnasium Gransee und am OSZ und zehn Jahre lang OSZ-Schulleiter. Er gehört der SPD an und war sachkundiger Bürger im Bildungsausschuss des Landkreises. Erfahrungen kann er zudem aus Projekten mit Schulverweigerern und mit drogenabhängigen Jugendlichen vorweisen. Starke sieht die Herausforderung der Zukunft darin, ausreichend Lehrer für die Schulen in Oberhavel zu verpflichten.

Wenig überraschend ist die Ernennung des ehemaligen Mitbewerbers auf den Posten des Landrates, Matthias Rink (CDU). Denn dieser hatte eine erneute Bewerbung auf den Chefposten unterlassen und Weskamp, der die meisten Stimmen geholt hatte, unterstützt. Auch weil die CDU „treuer Koalitionspartner“ sei, wie er betont hatte. Doch Weskamp erklärte, dass Leistung und Befähigung statt parteipolitischer Bindung gezählt hätten.

Der 44-jährige Matthias Rink ist Diplomverwaltungswirt und hat den Abschluss für den höheren Verwaltungsdienst. Er soll als Dezernent für Soziales und Verkehr die Mammutaufgabe der Unterbringung und Integration von Asylbewerbern wuppen. Er habe Respekt vor der Aufgabe, doch kein Muffensausen, meinte Rink. Denn als bisheriger Büroleiter für Schule und Bildung im Bezirksamt Reinickendorf kümmerte er sich um die Sprachförderung der Asylbewerber. Das hätte in Berlin eine andere Dimension, so Rink. Mit Matthias Rink „haben wir einen kompetenten Verwaltungsprofi für die Bewältigung des zentralen Themas“ der Unterbringung von Asylbewerbern gefunden, sagte der Landrat.

Nur kommissarisch besetzt ist die Fachbereichsstelle für Soziales und Integration in Rinks Dezernat. Der will die Ausschreibung nun starten. Wie der Landrat auf Anfrage wissen ließ, rechne Oberhavel nun mit mehr als 1920 Flüchtlingen in diesem Jahr. Notunterkünfte würden nicht mehr ausgeschlossen. Das betreffe auch die Unterbringung im Schullandheim Waldhof in Zootzen und im Kreistagssaal in Oranienburg.

Von Marion Bergsdorf

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