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Oberhavel Eines Unfalls beschuldigt, der keiner war
Lokales Oberhavel Eines Unfalls beschuldigt, der keiner war
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02:15 07.01.2018
Lydia Zudnick aus Schildow machen die bürokratischen und gesundheitlichen Folgen eines Schein-Unfalls zu schaffen. Ihr Wagen dagegen: unversehrt. Quelle: Helge Treichel
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Schildow

Seit Tagen kann Lydia Zudnick aus Schildow nicht mehr gut schlafen. Noch immer macht ihr ein angeblicher Unfall am 19. Dezember in Schönwalde zu schaffen. Als sie gegen 10 Uhr nach links auf die dortige Hauptstraße abbiegen wollte, knallte es vor ihrem Peugeot 108 heftig. So sehr, dass sie eine Explosion im Motorraum vermutete und noch immer über Ohrgeräusche klagt. Die 80-Jährige hielt an und stieg vorsichtig aus, wobei sie in Glasscherben trat. „Mein Auto hatte jedoch keinen Schaden“, sagt sie. Weil sich hinter ihr ein Stau bildete, drehte sie ein kleine Runde und stellte den Wagen neben der Feuerwache ab. „Da tauchten neben mir plötzlich ein Mann und zwei Frauen aus einem schwarzen Auto auf und brüllten mich an“, erinnert sie sich. Sie soll Fahrerflucht begangen haben, wurde beschimpft. Gleichzeitig wurde ihr ein total zerschmetterter Außenspiegel auf der Fahrerseite präsentiert. In gebrochenem Deutsch forderten sie die Versicherungsdaten. Als Lydia Zudnick sich weigerte, wollten die angeblichen Unfallopfer für den Schaden sofort 300 Euro haben. Auch das verweigerte die Schildowerin und hinterließ lediglich ihre Telefonnummer. Denn eines wollten die drei ausdrücklich nicht: dass die Polizei kommt.

Sich darauf einzulassen, war offenbar ein Fehler: „Sobald etwas strittig ist, sollte immer die Polizei gerufen werden“, sagt Polizeisprecherin Dörte Röhrs auf Nachfrage. „Dafür sind wir da.“ Das gelte auch bei Unfällen mit leichteren Sachschäden. So stellte erst Sohn und Kfz-Meister Bernhard Zudnick am Abend fest, dass der Wagen seiner Mutter vollkommen unversehrt ist. Das Gutachten des Kfz-Meisterbetriebes Burdinski habe das bestätigt, berichtet Lydia Zudnick, die wegen des Betrugsversuchs nachträglich Anzeige bei der Polizei in Hennigsdorf erstattete. Der Fall sei am 22. Dezember an die Kollegen im Nachbarkreis Barnim übergeben worden, sagt Dörte Röhrs. Es handele sich bislang um einen Einzelfall. Lediglich Ende der 1990er- Anfang der 2000er-Jahre sei diese Masche häufiger bei der Polizei angezeigt worden. Auch für die Barnimer Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß war dieses Verhalten neu.

„Ich fühle mich jetzt erheblich bedroht“, sagt Lydia Zudnick. In 45 Jahren Fahrpraxis habe sie noch nie einem Verkehrsteilnehmer einen Schaden zugefügt.

Von Helge Treichel

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