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Eisbrecher auf der Malzer Werft saniert

Der „Eisfuchs“ ist wieder im Dienst Eisbrecher auf der Malzer Werft saniert

Nun kann er wieder auf große Fahrt ins Eis gehen: Der Eisbrecher „Eisfuchs“ des Wasser und Schifffahrtsamtes in Eberswalde ist für eine runde Million Euro seit April dieses Jahres auf der Werft in Malz neu aufgebaut worden. Gestern wurde er wieder an die Besitzer übergeben. Alle neun Schiffe der Serie „Haveleisbrecher“ sind seit 2006 in Malz umgerüstet worden.

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Anstoßen auf den Abschluss der Schiffssanierung: Der „Eisfuchs“ ist nun technisch modern ausgerüstet

Quelle: Foto: Enrico Kugler

Malz. Ein paar Tage mit knackigem Frost, die kämen Schiffsführer Nicky Hesse sicherlich gerade recht. Denn der „Eisfuchs“ ist wieder startklar, doch ob er richtig „boxt“ – so nennt man das Brechen dicken Eises, wenn sich des Schiff darauf schiebt und mit dem Eigengewicht den Panzer knackt – das lässt sich eben nur bei Eis testen.

Am Dienstag haben Werftleiter Ralf Loerke und seine Mitarbeiter den „Eisfuchs“ an den Leiter des Wasser und Schifffahrsamtes (WSA) Eberswalde, Peter Münch, übergeben. Künftig ist der Brecher wieder an der WSA-Außenstelle in der Heidelberger Straße in Oranienburg vertäut. Seit April ist das Schiff für rund eine Million Euro grundsaniert worden. Sprich: „Der Schiffskörper war leer“, sagt Loerke. Das Schiff hat acht baugleiche Amtsbrüder der Baureihe „Haveleisbrecher“, gebaut zwischen 1972 und 1978 auf der Werft Genthin. Alles sind seit 2006 Zug um Zug in Malz saniert und nautisch zeitgemäß ausgerüstet worden. So gibt es jetzt nicht nur Radar auf der Kommandobrücke von Nicky Hesse, der Schiffsführer hat einen Rundumblick durch größere und schallisolierte Scheiben und einen verstellbaren Sitz. Die Aufbauten wurden erneuert und die Hauptmaschine wurde zerlegt und überholt. Für den elektrischen Neuaufbau sorgte das Unternehmen Engel & Meier.

Auch die dreiköpfige Besatzung, die in eisigen Winterzeiten auf den Kanälen und bei Bedarf auch auf der Oder Dienst tut und tagelang unterwegs ist, hat jetzt bessere Unterkünfte unter Deck. Und das Dank des „Kojen-Erlasses“ der WSA-Verwaltung. Maß früher eine Koje 1,80 Meter, müssen es jetzt zwei Meter sein. Niemand muss mehr die Beine anziehen. Hat der Käpt’n seine eigene Kajüte mit Tisch, Dusche und TV, so sind seine beiden Kollegen in einem Raum mit zwei Betten, Dusche und TV untergebracht. Die Kombüse ist chic und modern. „Man hat auf dem Schiff alles, was man zu Hause auch braucht“, beschreibt es Ralf Loerke.

Alle neun „Haveleisbrecher“ sind nun saniert. Der Neuaufbau hat zwischen 450 000 bis zum Schluss eine Million Euro beim „Eisfuchs“ gekostet. Für alle hatte die Malzer Werft mit ihren 30 Mitarbeiter bei der jeweils EU-weiten Ausschreibung das beste Angebot gemacht. Stationiert sind sie unter anderem in Berlin, Magdeburg, Brandenburg und Oranienburg.

Der „Eisfuchs“ war der krönende Abschluss. Das erfüllt Ralf Loerke mit Stolz , stimmt ihn aber ein wenig traurig. Dem 54-jährigen Eigentümer, der schon hier gelernt hat, ist um die Auftragslage aber nicht bange: Auf dem Trocken liegen schon mehrere Fahrgastschiffe, die aufgearbeitet werden müssen und Schlepper „Willi“. „Über den Winter haben wird gut zu tun“, sagt Ralf Loerke.

Von Heike Bergt

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