Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Eisbrecher auf der Malzer Werft saniert
Lokales Oberhavel Eisbrecher auf der Malzer Werft saniert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 18.12.2015
Anstoßen auf den Abschluss der Schiffssanierung: Der „Eisfuchs“ ist nun technisch modern ausgerüstet Quelle: Foto: Enrico Kugler
Anzeige
Malz

Ein paar Tage mit knackigem Frost, die kämen Schiffsführer Nicky Hesse sicherlich gerade recht. Denn der „Eisfuchs“ ist wieder startklar, doch ob er richtig „boxt“ – so nennt man das Brechen dicken Eises, wenn sich des Schiff darauf schiebt und mit dem Eigengewicht den Panzer knackt – das lässt sich eben nur bei Eis testen.

Am Dienstag haben Werftleiter Ralf Loerke und seine Mitarbeiter den „Eisfuchs“ an den Leiter des Wasser und Schifffahrsamtes (WSA) Eberswalde, Peter Münch, übergeben. Künftig ist der Brecher wieder an der WSA-Außenstelle in der Heidelberger Straße in Oranienburg vertäut. Seit April ist das Schiff für rund eine Million Euro grundsaniert worden. Sprich: „Der Schiffskörper war leer“, sagt Loerke. Das Schiff hat acht baugleiche Amtsbrüder der Baureihe „Haveleisbrecher“, gebaut zwischen 1972 und 1978 auf der Werft Genthin. Alles sind seit 2006 Zug um Zug in Malz saniert und nautisch zeitgemäß ausgerüstet worden. So gibt es jetzt nicht nur Radar auf der Kommandobrücke von Nicky Hesse, der Schiffsführer hat einen Rundumblick durch größere und schallisolierte Scheiben und einen verstellbaren Sitz. Die Aufbauten wurden erneuert und die Hauptmaschine wurde zerlegt und überholt. Für den elektrischen Neuaufbau sorgte das Unternehmen Engel & Meier.

Auch die dreiköpfige Besatzung, die in eisigen Winterzeiten auf den Kanälen und bei Bedarf auch auf der Oder Dienst tut und tagelang unterwegs ist, hat jetzt bessere Unterkünfte unter Deck. Und das Dank des „Kojen-Erlasses“ der WSA-Verwaltung. Maß früher eine Koje 1,80 Meter, müssen es jetzt zwei Meter sein. Niemand muss mehr die Beine anziehen. Hat der Käpt’n seine eigene Kajüte mit Tisch, Dusche und TV, so sind seine beiden Kollegen in einem Raum mit zwei Betten, Dusche und TV untergebracht. Die Kombüse ist chic und modern. „Man hat auf dem Schiff alles, was man zu Hause auch braucht“, beschreibt es Ralf Loerke.

Alle neun „Haveleisbrecher“ sind nun saniert. Der Neuaufbau hat zwischen 450 000 bis zum Schluss eine Million Euro beim „Eisfuchs“ gekostet. Für alle hatte die Malzer Werft mit ihren 30 Mitarbeiter bei der jeweils EU-weiten Ausschreibung das beste Angebot gemacht. Stationiert sind sie unter anderem in Berlin, Magdeburg, Brandenburg und Oranienburg.

Der „Eisfuchs“ war der krönende Abschluss. Das erfüllt Ralf Loerke mit Stolz , stimmt ihn aber ein wenig traurig. Dem 54-jährigen Eigentümer, der schon hier gelernt hat, ist um die Auftragslage aber nicht bange: Auf dem Trocken liegen schon mehrere Fahrgastschiffe, die aufgearbeitet werden müssen und Schlepper „Willi“. „Über den Winter haben wird gut zu tun“, sagt Ralf Loerke.

Von Heike Bergt

Oberhavel Baustelle in Schwante - Asphalt für den neuen Radweg

Der Radweg von schwante kommend in Richtung Sommerswalde wird verlängert. Er soll nun vorerst bis zum Gemeinschaftsweg führen. Obwohl die Gemeinde Oberkrämer dafür gar nicht zuständig ist – es handelt sich um eine Landesstraße – gibt sie dafür Geld aus. Unklar ist, ob der Weg weiter bis Sommerswalde und Germendorf gebaut werden kann.

15.12.2015

Der Haushaltsplan 2016 für Kremmen ist beschlossen. Die Kosten steigen, insgesamt werden 12,22 Millionen Euro ausgegeben, davon für Investitionen 1,51 Millionen Euro. Für das gerade erst geplante Hausbau-Projekt muss allerdings im kommenden Jahr ein Nachtragshaushalt her.

15.12.2015

Das Leser-Echo auf den MAZ-Aufruf war groß. Einige Gefahrenstellen für Radfahrer und Fußgänger wurden besonders oft genannt, gleichzeitig schlagen Leser Lösungen vor. Wir geben einen Überblick, an welchen Stellen es besonders gefährlich ist. Im kommenden Jahr wird sich der Landkreis damit beschäftigen.

15.12.2015
Anzeige