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Oberhavel Eltern müssen mitziehen
Lokales Oberhavel Eltern müssen mitziehen
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11:06 22.10.2013
Diese beiden gehörten am Donnerstag zu den ersten Besuchern der neuen Einrichtung. Quelle: Halling
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Zehdenick

Das Angebot des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Gransee richtet sich allerdings nicht nur an die Kleinen. Wenn es denen einmal besser gehen soll, müssen auch die Eltern mitarbeiten. Für Juliane Köpcke, Leiterin der Tagesgruppe, steht die Fürsorge für das Kind auf einer Ebene mit der Elternarbeit. Dazu gehört, dass die Pädagogen in die Familien gehen und die Mütter und Väter sich auch mal das Miteinander in der Tagesbetreuung ansehen und selbst daran teilnehmen.

Seit Anfang des Monats unterbreitet das DRK neben der Tagesbetreuung in Gransee nun auch in der Ringstraße 1 Kindern und Eltern die Möglichkeit, bei der Erziehung zu helfen. Es geht dabei um Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 14 Jahren. Eltern können ihr Interesse bekunden, ihr Kind dort am Nachmittag unterbringen zu wollen. Die letzte Entscheidung, wem pädagogische Unterstützung helfen kann und sollte, fällt aber das Jugendamt des Landkreises Oberhavel. Oft tritt das Jugendamt auch an die Eltern heran und empfiehlt die Betreuung. Ohne die Zustimmung der Eltern geht in solchen Fällen aber nichts.

Allerdings kommen für diese Fürsorge nur Kinder in Betracht, die so Verhaltensauffällig sind, dass um deren Zukunft gefürchtet werden muss. So betreuen die Mitarbeiter um Juliane Köpke Mädchen und Jungen mit den vielfältigsten Problemen. Einige sind hyperaktiv oder lernbehindert, andere werden gemobbt, wieder andere haben zu Hause Probleme mit den Eltern. Drei Sozialpädagogen und eine Erziehungswissenschaftlerin gehören zum Team. In Zehdenick kümmern sich aktuell zwei Mitarbeiter um die Kleinen. Eine weitere Erzieherin wird im November dazustoßen. Die Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Gransee, Iris Utecht, spricht von hochqualifiziertem Personal, dass es dem Dienstleister ermögliche, dieses Angebot überhaupt erst zu unterbreiten.

Besonders dankbar ist Iris Utecht der Gebäude- und Wohnungswirtschaft GmbH in Zehdenick, die die 72 Quadratmeter große Wohnung fix und fertig gemalert zur Verfügung gestellt hat. Für neun Kinder ist Platz in den vier Räumen, fünf werden dort momentan betreut. Sie kommen aus Zehdenick und der nahen Umgebung. Da es auch Anmeldungen aus Liebenwalde gab, hat das DRK mit seiner Tagesbetreuung nun den Schritt nach Zehdenick gemacht. So sind die Wege nicht ganz so weit.
Nachbarin Ingrid Kalmutzke gehörte gestern beim Tag der offenen Tür zu den ersten Besuchern. Sie will künftig öfter mal vorbeikommen, um das Betreuerteam zu unterstützen. „Ich bin eine alte Zehdenickerin und habe viel zu erzählen“, sagte sie.

Von Andreas Röhl

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