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Eltern wollen bei Politikern Gehör finden

Kreiskitabeirat Oberhavel Eltern wollen bei Politikern Gehör finden

„Wir warten in Oberhavel auf die Anerkennung durch die Fraktionen des Kreistages. Es sollte fest verankert werden, dass der Kitaelternbeirat Oberhavel im Jugendhilfeausschuss des Kreises ein Anhörungsrecht erhält.“ Diese Forderung hat Danilo Fischbach nach einer Informationsveranstaltung im Bildungsministerium in Potsdam erneuert.

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Informationsveranstaltung zur Bildung eines Landeskitaelternbeirates am vergangenen Freitag im Bildungsministerium in Potsdam.

Quelle: privat

Oberhavel. Im brandenburgischen Bildungsministerium in Potsdam haben am vergangenen Freitag Vertreter von Kreiselternbeiräten zusammengesessen. Mit dabei auch Lorren Tirado (Mühlenbeck) und Danilo Fischbach (Oberkrämer), die in der Landeshauptstadt den Kitaelternbeirat des Kreises Oberhavel repräsentierten. Die Elternvertreter hatten zuvor den Wunsch geäußert, mit Bildungsminister Günter Baaske (SPD) über die Bildung eines Landeskitaelternbeirates zu beraten. „Wir haben gerne daran teilgenommen“ sagte Danilo Fischbach am Montag gegenüber der MAZ, gibt aber im selben Atemzug zu bedenken, dass es in Oberhavel zunächst ein anderes Problem zu lösen gilt: „Wir warten in Oberhavel auf die Anerkennung durch die Fraktionen des Kreistages.“ Was Danilo Fischbach damit sagen will? Nach seiner Meinung sollte fest verankert werden, dass der Kitaelternbeirat Oberhavel im Jugendhilfeausschuss des Kreises ein Anhörungsrecht erhält. „Wir müssen eine Möglichkeit haben, mit der Politik in einen Dialog zu treten. In Frankfurt/Oder hätte der dortige Kitaelternbeirat sogar einen Sitz im Jugendhilfeausschuss. Dagegen sei das Gremium in Oberhavel bislang lediglich eine Interessengemeinschaft. Wolle man in einem Landeskitaelternbeirat ordentlich mitwirken, bedürfe es auch einer entsprechenden Legitimation durch verantwortliche Politiker des Kreises. Die stehe aber trotz einiger Anläufe in der Vergangenheit immer noch aus.

Danilo Fischbach vom Kreiskitaelternbeirat Oberhavel

Danilo Fischbach vom Kreiskitaelternbeirat Oberhavel.

Quelle: Helge Treichel

Das können Danilo Fischbach und seine Mitstreiter in Oberhavel nicht verstehen und auf Dauer auch nicht akzeptieren. Es müsse doch im Interesse sowohl der Eltern als auch der Politiker sein, nicht nur über die Medien miteinander zu kommunizieren. Dies sei wichtig, um beispielsweise Vorurteile abbauen zu können. „Wir verlangen ja keine Beteiligung an einer Abstimmung, sondern lediglich, dass man uns vor Entscheidungen, die das Wohl der Kitakinder und die Qualität ihrer Betreuung betrifft, anhört“, unterstreicht Danilo Fischbach und nennt als Beispiel die Gestaltung des Übergangs der Mädchen und Jungen von der Kita zur Schule. Dabei wolle der Kreiselternkitabeirat mitreden, seine Meinung sagen dürfen. Alle Parteien hätten gerade jetzt, da wieder Wahlen ins Haus stehen, betont, welche Bedeutung sie dem Ehrenamt beimessen und dass sie dieses stärken wollen. Nun bestehe die Chance, dieser Absichtserklärung Taten folgen zu lassen. Der Kreiskitaelternbeirat sei gespannt, wie sich die Fraktionen auf die Bitte nach einem Anhörungsrecht positionieren werden. Am liebsten wäre es den Eltern um Danilo Fischbach, wenn dies noch vor den Wahlen geschehe. Dann könnten die Parteien dem Wahlvolk gleich zeigen, wie ernst es ihnen mit einigen Versprechen aus Wahlkampfzeiten ist.

„Der Landkreis“, so betont Danilo Fischbach, „ist und bleibt Träger der Jugendhilfe. Er wird deshalb zu allen Landkreisthemen auch immer unser Ansprechpartner sein.“ Worauf der Kreiskitaelternbeirat, der immer Mitstreiter und Sympathisanten gewinne, dränge, sei lediglich das Gespräch mit der Politik. Deshalb sei es unverständlich, dass es in den Reihen der Parteien immer noch viele Leute gebe, die offensichtlich Angst davor haben, die Meinung der Eltern zu Betreuungsfragen der Kinder zu hören. „Schön wäre es“, so Danilo Fischbach abschließend, „wenn Oberhavel in einem Landeskitaelternbeirat mitmachen kann und es in allen Kreisen die gleichen Anhörungsmöglichkeiten gibt.“

Von Bert Wittke

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