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Oberhavel Endlich Platz für den Rollator
Lokales Oberhavel Endlich Platz für den Rollator
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07:52 13.11.2014
Ursula Schröder musste lange warten, bis derDenkmalschutzdie Box für ihreGehhilfegenehmigte. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

„Es ist mir auf die Nerven gegangen“, sagt Ursula Schröder. Acht Monate lang musste jeden Morgen ihre Tochter, der Schwiegersohn oder die Enkelin kommen, um der 84-Jährigen den Rollator aus dem Keller zu holen. Abends mussten sie Schröders Rollator wieder herunterbringen. Auf die Gehhilfe war die Rentnerin angewiesen, seit sie Anfang des Jahres ihren zweiten Schlaganfall erlitten hatte. Doch den einzig möglichen Stellplatz für den Rollator im Hausflur blockierte der Rollstuhl des Nachbarn. Und so musste das Gefährt in den Keller.

Seit vergangenem Freitag steht nun eine Rollatoren-Box vor dem Haus der Rentnerin. „Ich bin froh, dass ich jetzt wieder alleine den Rollator holen kann, wir hatten alle die Nase voll“, sagt die Hennigsdorferin. 17 Euro pro Monat muss Ursula Schröder nun für die Miete der Box bezahlen.

Bei der Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) hat Schröder, die parterre wohnt, die Box schon Anfang März beantragt. Die HWB wiederum musste zuerst eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde einholen, weil die Installation der Rollatorenbox samt Bodenplatten einen Eingriff in den Denkmalbereich Rathenauviertel darstellt, erklärt Mitarbeiterin Anja Vogel. Dazu kam laut Vogel, dass die Box eine lange Lieferzeit hatte.

Boxen stehen auch vor anderen Häusern

Boxen für Rollatoren, Rollstühle und Kinderwagen hat die HWB an anderen Häusern in der Stadt bereits aufstellen lassen. Allerdings stehen diese Gebäude nicht unter Denkmalschutz.
Das Rathenauviertel, in dem die Rentnerin Ursula Schröder lebt, wurde ab 1910 für Arbeiter der AEG gegenüber dem Werksgelände errichtet. 1993 beschlossen die Hennigsdorfer Stadtverordneten, das rund 13 Hektar große ehemalige Werksviertel unter Denkmalschutz stellen zu lassen. Auch die Außenanlagen müssen seitdem denkmalgerecht gestaltet werden.

Die Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) ist mit rund 3000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten nach der Wohnungsgenossenschaft (WGH) der zweitgrößte Vermieter der Stadt. Die WGH verfügt über rund 4700 Wohnungen im Stadtgebiet. pae

Dass die Behörde in Zukunft schneller reagiert, wenn eine Rollatorenbox installiert werden soll, glaubt Anja Vogel nicht. „Wir müssen jedes Mal erneut die Bearbeitungszeit der Behörde abwarten“, so Vogel. Ursula Schröder indes ist das egal. Sie kann nun wieder ohne Hilfe jeden Vormittag in die Stadt gehen.

Von Marco Paetzel

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