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Endlich wieder frische Ziegenmilch

Saisonstart auf dem Karolinenhof in Flatow Endlich wieder frische Ziegenmilch

Mit dem Start in die neue Saison am Wochenende auf dem Karolinenhof nahe Flatow gibt es endlich wieder Ziegenmilch und rund 20 Produkte aus Ziegenrohmilch zu kaufen. Die Besucher faszinierte neben den Leckereien im Hofladen und Café jedoch noch etwas ganz anderes. Sie schauten zu, als die kleinen Zicklein die „Lämmerbar“ stürmten.

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Hannah (l.) und Anna streichelten die Ziegen nach dem Zickleintränken.

Quelle: Juliane Weser

Flatow. Es ist zwölf Uhr. Für die Fütterung der 24 Zicklein, die erst vier Wochen alt sind, bringt Sarah Spindler die Milch in den Stall. Um die Gatter stehen rund 60 Kinder und Erwachsene. Sie wollen zusehen, wie die kleinen Zicklein gefüttert werden. Am Wochenende begann für die Ziegenkäserei und das Wiesencafé Karolinenhof bei Flatow die neue Saison.

Viele Besucher wollten gleich zum Saisonstart auf dem Karolinenhof dabei sein

Viele Besucher wollten gleich zum Saisonstart auf dem Karolinenhof dabei sein.

Quelle: Juliane Weser

Als die Zicklein die Milchkaraffe, die sogenannte Lämmerbar, erblicken, gibt es kein Halten mehr. Die Kleinen stürzen sich förmlich auf ihr leckeres Mahl. Die Milch setzt sich zur Hälfte aus Ziegenmilch und zur Hälfte aus pasteurisierter Kuhmilch zusammen. „Vier Mal am Tag bekommen die Zicklein einen halben Liter Milch zu trinken“, erklärt Sarah Spindler. Gemeinsam mit ihrem Mann Sebastian Spindler arbeitet die junge Landwirtin auf dem Karolinenhof. Für die Besucher erklärt Sarah Spindler, dass diese 24 Zicklein separat aufgezogen werden müssen: „Sie werden unsere zukünftigen Milchziegen.“ Das bedeutet, dass die Zicklein bereits nach einem Tag nach der Geburt von ihren Müttern und Tanten separiert werden: „Wir ziehen die Zuchtlämmer auf, damit sie später zahm sind, und von uns gemolken werden können.“

Ist die Lämmerbar erst mal  eröffnet, gibt es kein Halten mehr unter dem Nachwuchs

Ist die Lämmerbar erst mal eröffnet, gibt es kein Halten mehr unter dem Nachwuchs.

Quelle: Juliane Weser

Zur Saisoneröffnung kamen viele Familien mit ihren Kindern, die wissen wollten, wie die Ziegen im Stall aufwachsen, und was sie fressen. Jedes Jahr zum Saisonstart mit dabei ist auch der sechsjährige Matthis Fiedler. Seine Eltern sind Stammgäste auf dem Hof: „Wir kaufen hier regelmäßig ein“, sagt Matthis’ Mutter. Die Familie aus Grünefeld liebt die Qualität der Produkte: „Es alles schmeckt hervorragend.“ In der Käserei werden circa 20 verschiedene Sorten Rohmilchkäse aus 100 Prozent Ziegenmilch hergestellt. Die Kunden sehen, wo es herkommt.

Auch der sechsjährige Matthis kommt gerne zum Karolinenhof

Auch der sechsjährige Matthis kommt gerne zum Karolinenhof. Er gehört schon zu den Stammbesuchern

Quelle: Juliane Weser

Nach der Milchfütterung der Zicklein dürfen die Kinder in die Gehege gehen, und den Ziegennachwuchs streicheln. Die Zicklein sind recht stürmisch. Nicht jedem Kind ist das geheuer. Die Vierbeiner springen schnell hoch, knabbern an Jacken, Mützen und Haaren. Ein regelrechtes Schauspektakel beginnt. Die sechsjährige Hannah aus Fehrbellin ist mit ihrer Freundin Anna auch nicht zum ersten Mal auf dem Karolinenhof: „Mir gefällt es hier. Ich kann die Zicklein streicheln, und sie springen so lustig an mir hoch.“

Jetzt im Februar finden täglich die Geburten statt. Für Besucher ist das ein schönes Erlebnis. Mit etwas Entfernung kann man dennoch dabei sein.

Nach dem Besuch im Stall stärkten sich Groß und Klein im gemütlichen Wiesencafé. Bis Mitte März können Gäste immer samstags und sonntags um 12 und 16 Uhr beim Zickleintränken dabei sein. Im April gibt es wieder das traditionelle Schaumelken am Samstag um 18 Uhr.

Neues vom Karolinenhof

Landwirtin Gela Angermann rief den Karolinenhof vor mehr als 20 Jahren ins Leben. Sarah und Sebastian Spindler sollen noch in diesem Jahr den landwirtschaftlichen Bereich übernehmen. Dazu ist die Gründung einer Gesellschaft angedacht.

Sarah Spindler würde gern einen Streichelzoo auf dem Hof für die kleinsten Besucher haben.

In der Käserei könnte es auch neue Produkte geben, wie einen ­Halhoumikäse.

Von Juliane Weser

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