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Oberhavel Endspurt bei Lieschen
Lokales Oberhavel Endspurt bei Lieschen
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16:15 09.03.2017
Der Fliesenleger hatte am Donnerstag in der neuen Küche zu tun. Die ist künftig dreimal so groß wie bisher. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

Endspurt bei „Lieschen“: Am 21. März wollen die Betreiber Ulrike Ströger und Thomas Rathsack ihr Schlossrestaurant wiedereröffnen. Bis dahin bleibt noch eine Menge zu tun: Fliesenleger, Fußbodenleger, Maler geben sich derzeit die Klinke in die Hand. Und dann ist da noch eine dicke Schicht Baustaub zu beseitigen ... Großbaustelle eben.

Der Grund für die bauliche Rosskur acht Jahre nach der Eröffnung des Gasthauses im Laga-Jahr 2009 war ein erfreulicher: Es kamen so viele Gäste, dass es in der Küche sehr eng zuging, es zudem an Lagerkapazitäten mangelte „und vor allem fehlte ein Raum, in dem sich unsere zehn Mitarbeiter umziehen und duschen können“, so Thomas Rathsack. Handcaps für ein Restaurant, die es nun nicht mehr gibt.

Mit dem Neubau der Stadtbibliothek wurden die angrenzenden Räume im Havel-Flügel des Schlosses für Verwaltungsmitarbeiter nicht mehr gebraucht: „Wir haben angefragt, ob wie vergrößern können und die Stadt hat ja gesagt“, erinnert sich Rathsack. Am 17. Oktober 2016 ging dort der Umbau als erster Bauabschnitt los. Und das ging beim ältesten Barockschloss der Mark natürlich nicht ohne Überraschungen ab. „Der Fußboden musste zum Teil völlig raus, wir standen im Sand. Eine Gemengelage aus Schutt und Ziegeln“, erinnert sich Karola Giesen, die das Bauprojekt im Auftrag der Stadt als Bauherren betreut. Uralte Leitungen kamen zum Vorschein. Wo kommen sie her, wo gehen sie hin? „Heute ist alles aktueller Standard“, ob Wasser, Strom oder Lüftung. Auch kam bei Abrissarbeiten eine alte Wand ans Licht: „Wir haben die historischen, vermutlich 400 Jahre alten Steine im Heizungskeller erst einmal eingelagert“, so Karola Giesen. Der gesamte Umbau wurde vom Denkmalsschutz begleitet.

Wegen dieser Überraschungen musste die Baukostensumme noch einmal aufgestockt werden: Insgesamt hat die Stadt 317 000 Euro investiert. Gestern wurden auch noch kleine Putzschäden an der Fassade über dem Restauranteingang repariert. Ulrike Ströger und Thomas Rathsack als Mieter waren selbst noch einmal mit rund 60 000 Euro dabei – für neue Möbel, zusätzliche Küchentechnik, neue Kühlzellen und die Malerarbeiten.

Seit 2. Januar war das Lieschen geschlossen – am 21. März öffnen sich die Türen wieder. „Das Ziel war sportlich, aber wir haben es geschafft“, ist Hochbauamtsleiterin Heidrun Gassan zufrieden. Das sei nur dank Teamarbeit möglich gewesen, „und weil wir sehr gute, funktionierende Baufirmen hatten“. Der Gästetoilettentrakt komme später dran, das sei in zwei Monaten nicht noch zu stemmen gewesen.

Nun gibt es Dusche und Umkleide für die Mitarbeiter, die Küche ist dreimal so groß, der Gastraum bekommt zum Teil goldenen Anstrich. Auch künftig bietet das Haus 120 Gästen Platz, davor können 70 Sonne und Havel genießen. „Wir wollen jetzt einfach ganz in Ruhe wieder anfangen, damit sich die Handgriffe wieder einspielen“, sagt Ulrike Ströger. Bedenken haben sie, ob alle Mitarbeiter wiederkommen. Sie sind zur Zeit arbeitslos. Zwei seien bisher abgesprungen. Auch gelte es nun die Einbußen auszubügeln. „Wir wollten den Mitarbeitern mit dem Umbau besserer Bedingungen bieten. Da lag für uns der Schwerpunkt. „Wir freuen uns, dass das jetzt geschafft ist“, sagt Thomas Rathsack.

Von Heike Bergt

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