Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Energiefressern auf der Spur
Lokales Oberhavel Energiefressern auf der Spur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:38 12.10.2017
Die Mädchen der 8b erarbeiteten gemeinsam mit Uwe Madel viele Punkte, wie sich im Haushalt einfach Energie einsparen lässt. Quelle: Foto: Ulrike Gawande
Anzeige
Velten

Eine Schulstunde der besonderen Art fand gestern in der Klasse 8b des Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums statt. Denn statt Physiklehrer Volker Henning stand RBB-Moderator Uwe Madel vor den Jugendlichen, die sich als eine von bereits 30 achten Klassen aus ganz Brandenburg für die Teilnahme am EMB-Schulwettbewerb „Mission Energiesparen“ beworben haben.

Zum Einstieg lockerte der studierte Journalist, der Fernsehzuschauern durch die Sendungen „zibb“ und „Täter-Opfer-Polizei“ bekannt ist, die Atmosphäre durch einen emotionalen Film auf, der anlässlich der Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen gedreht worden war. Und in dem eindringlich darauf hingewiesen wurde, welche Konsequenzen die Erderwärmung für die Welt haben wird. Er wolle die Schüler motivieren, sich für den Umweltschutz einzusetzen, so Madel, der seit mehreren Jahren als Botschafter des Energiesparwettbewerbs auf Schultour in Brandenburg geht. Auch am Bollhagen-Gymnasium war der in Berlin lebende Vater zweier Teenagertöchter schon einmal, als vor Jahren schon einmal eine Veltener Schulklasse Energiefressern auf der Spur gewesen ist. So baute der Moderator auch eine Brücke zu seiner Fernsehsendung, da die Schüler ja in den nächsten Monaten quasi als kleine Detektive beziehungsweise Umweltkommissare unterwegs sein werden.

An der Tafel erarbeitete er mit den Jugendlichen ein Modell, wie es überhaupt zur Erderwärmung kommt. Man sprach über Treibhausgase, Ozonschichten und die Entstehung von Kohlendioxid, aber auch über das Klimaabkommen von Paris, dass Madel als „großen Erfolg“ wertete, aus dem aber die USA unter Präsident Trump wieder ausgeschert seien. Die Schüler arbeiteten engagiert mit und konnten viele Fachfragen beantworten. „Es ist toll und spannend, was in den Köpfen von Schülern schlummert“, begeisterte sich Madel auch im Hinblick auf das Finale des Wettbewerbs, das im April in Potsdam mit den sechs besten Klassen stattfinden wird. In einer ersten Wettbewerbsphase werden nun die Schüler beim „Zu-Hause-Check“ den heimischen Energieverbrauch unter die Lupe nehmen und im zweiten Teil den Energieverbrauch einer Kita überprüfen. In den letzten acht Jahren beteiligten sich rund 4 000 Schüler aus 36 Schulen am Wettbewerb, bei dem Preise im Gesamtwert von 7 000 Euro zu gewinnen sind.

In kleinen Arbeitsgruppen setzten sich die Schüler aus Velten mit den Themen Auswirkungen des Klimawandels, erneuerbare Energien und Energiesparen auseinander. „Ich fand die Unterrichtsstunde sehr gut“, lobte Jasmin (13). Vieles sei ihr neu gewesen, aber die Stunde habe zum Nachdenken angeregt. Auch ihre Mitschülerin Lucie fand es toll, „darüber mal zu reden“. Denn das Thema Energiesparen werde nicht oft angesprochen. Zuhause versuche sie jedoch schon, Strom zu sparen, so die 13-Jährige. Zum Beispiel in dem sie ihre Haare ohne Föhn lufttrockenen oder Geräte nicht im Stand-By-Modus laufen lasse.

Von Ulrike Gawande

Eigentlich wollte Porta Möbel an der Friedensstraße eine neues Einrichtungshaus bauen. Doch die Stadtverordneten waren anderer Auffassung und schmetterten das Vorhaben erst mal ab. Die Oranienburger können also vorerst weiter auf der Fläche ihre Trödelmärkte abhalten.

12.10.2017

Notrufmissbrauch, Munitionsfund, betrunken mitten auf der Straße gehalten – das und noch mehr gibt es in den aktuellen Meldungen der Polizei aus der Region Oberhavel vom 12. Oktober im Überblick.

12.10.2017

Da müssen erst Mitarbeiter einer Hochschule eine Studie erarbeiten, die bestätigt, dass bei den Tausenden von Besuchern in der Gedenkstätte zu wenig Busse dorthin fahren. Immerhin hatte es den Effekt, dass Ministerin, Landrat, Stiftungsdirektor und Bürgermeister an einem Tisch saßen. Nach dem Treffen bleibt Stiftungsdirektor Günter Morsch sehr skeptisch.

12.10.2017
Anzeige