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Oberhavel Er holt die dicksten Fische aus dem Wasser
Lokales Oberhavel Er holt die dicksten Fische aus dem Wasser
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18:15 18.04.2017
Hätte Alexander Kebernik den Fang gemeldet, es wäre ein Weltrekord: In Tansania fing er den 108 Kilogramm schweren Hundezahn-Thunfisch. Quelle: privat
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Hennigsdorf

„Es war mein erster Doggy und gleich Weltrekord.“ Nicht ohne Stolz erzählt der gebürtige Hennigsdorfer Alexander Kebernik von seinem Sensationsfang im letzten Jahr in Tansania. Dem „professionellen Hobbyangler“ gelang es, einen 108 Kilogramm schweren Hundezahn-Thunfisch einzufangen, englischer Name: Dogtooth tuna, einfach nur Doggy genannt. Doch offizieller Weltrekord ist der über zwei Meter lange Gigant nicht. „Ich habe ihn nicht angemeldet.“ Denn das kostet Geld – und nur für eine Urkunde, die zu Hause verstaubt, wolle er nicht mehrere Tausend Euro bezahlen.

Angefangen hat die Leidenschaft fürs Angeln wie bei vielen schon im Kindesalter – durch seinen Opa, der ihn mit auf Angelausflüge nahm. Anders jedoch als bei den meisten, wo das Interesse im Jugendalter abflaut oder gar gänzlich von anderen verdrängt wird, hat es sich bei Alexander Kebernik gehalten.

Zwei Schwertfische, in Tansania gefangen. Quelle: privat

Er hat zwar nach der Schule Tischler gelernt, wurde aber schnell „von der Angelbranche abgeworben.“ Dort ist er geblieben. Im Außendienst vertreibt er Angelzubehör. Neben seiner Freizeitarbeit als Sponsorenbeauftragter des Hennigsdorfer Ringervereins geht er auf Angeltouren. Hier zieht er in Kanada, Tansania und vor allem Norwegen die Kolosse aus dem Wasser.

Dass sein Kumpel und bester Freund in Norwegen lebt, sei ideal, um ein paar Mal im Jahr hochzufahren. Zwei Trips stehen 2017 noch aus. „Meine Frau ist dabei ein echtes Goldlos“, sagt er. Ohne ihr Verständnis und ihre Unterstützung sowie die ihrer zwei Kinder würde sein Hobby nicht funktionieren.

Ein in Norwegen gefangener Pollack. Quelle: privat

Alexander Keberniks Motto: Angeln ohne Druck. „Nur so ist man erfolgreich.“ Deshalb nimmt er auch an keinen Wettbewerben teil, Urkunden und Pokale sind ihm nicht wichtig. Für ihn zählt das Erlebnis in und mit der Natur. In Tansania hatte er sogar schon zwei Schwertfische gleichzeitig an der Strippe.

„Wir waren fünf Nächte draußen auf dem Wasser.“ Denn: Schwertfische jagen nachts an der Oberfläche. Einer biss an – und schoss hinab in die Tiefe. Der Knochenfisch ist ein zäher Hund. „Er kann mit 100 Kilometern in der Stunde flüchten“, so Alexander Kebernik. Die Überraschung: Im Wasser verfing sich offenbar ein zweiter Schwertfisch in der Schnur.

Ein weißer Seehecht, ein Männchen: Ein echtes Prachtexemplar. Quelle: privat

So holte der 40-Jährige zwei Exemplare ins Boot – nach insgesamt vier Stunden und 17 Minuten. Ein enormer Kraftakt, eine körperliche Belastung. „Danach war ich einfach nur kaputt, ausgelaugt, fertig.“ Für jede größere Tour bereitet er sich deshalb mit Sport vor. Das sei unbedingt nötig. „Sonst hält man es einfach nicht durch.“

Was passiert mit den Fischen, wenn sie angebissen haben? Einige wie Segelfische, Barrakudas (Pfeilhechte) oder die Dickkopf-Stachelmakrele (Giant Trevally) werden sofort wieder ins Wasser gelassen, um den Bestand zu schonen. Andere werden vom Skipper, dem die Fische rechtlich gehören, an Restaurants oder Hotels verkauft. Wieder andere landen auf Fischmärkten – weitere in Museen.

Von den 23 Fischarten, die in Tansania gefangen wurden, schaffte es der Hundezahn Thunfisch am Ende in ein Museum in Indien als Ausstellungsstück. Wo genau der Doggy zu bewundern ist, kann Alexander Kebernik aber nicht sagen.

Von Marco Winkler

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