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Erbitterte Ritterkämpfe ums Rathaus

Birkenwerder Erbitterte Ritterkämpfe ums Rathaus

Das Rathausfest in Birkenwerder steht seit vorigem Jahr unter einem Thema. Am Sonnabend waren Ritter, Knappen und Burgfrauen gefragt. Der Handel und Gewerbetreff bekam viel Lob, für das, was er auf die Beine gestellt hatte. Da waren sich die Besucher einig, die in Scharen gekommen waren.

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Ritter, Knappen und Burgfrauen, sie prägten das Bild am Rathaus.

Quelle: Helmut Scheider

Birkenwerder. Die in Scharen gekommenen Besucher waren sich einig: Einfach großartig, was der Handel und Gewerbetreff (HGT) Birkenwerder für das Rathausfest auf die Beine gestellt hat. Der Innenhof und das angrenzende Gelände des Rathauses hatten sich am Sonnabend ins Mittelalter zurückversetzt.

„Wir stellen seit vorigem Jahr unser Rathausfest unter ein Thema. War es da der Wilde Westen mit Cowboys und Indianern sind diesmal Ritter, Knappen und Burgfrauen gefragt“, war von Dethlef Runge, dem Vorsitzenden des HGT zu erfahren. Er selbst, ritterlich gewandet, sei auf die Idee durch ein Ritteressen im Urlaub im Sauerland gekommen. „Dort habe ich „Pill und Pankratz“ kennen gelernt. Die muss ich haben für unser Fest, war mein Gedanke.“

Dethlef Runge (l)schaut sehr zufrieden zu den Minnesängern Pill und Pankratz

Dethlef Runge (l.)schaut sehr zufrieden zu den Minnesängern Pill und Pankratz.

Quelle: Helmut Schneider

Diese beiden Minnesänger und Spaßmacher eröffneten nun das Spektakel und hatten mit ihren Liedern über die „Hohe Minne und über eine Prinzessin sofort die auf dem Innenhof dicht gedrängt sitzenden Zuschauer in ihren Bann gezogen. Mit viel Komik brachten sie mit ihrer „Dornröschenballade“ das Publikum zum Lachen. Zuvor hatten sie gnädig dem Vereinsvorsitzenden und dem Bürgermeister das Wort für deren Danksagungen an alle Unterstützer gegeben und dann mit einem gemeinsamen Trunk aus d. Horn das Fest eröffnet.

Mittelalterliche Musik, gespielt auf authentischen Instrumenten wie Dudelsack, Harfe, Flöten, Laute und Trommel in entsprechenden Gewändern von der Gruppe „Pipentid“ folgte. Sehr passend zum Bier, Wein, Met und Spießbraten von Ständen, die entlang der Rathauswand aufgebaut waren.

Die Gruppe „Pipentid“ bei ihrem Auftritt

Die Gruppe „Pipentid“ bei ihrem Auftritt.

Quelle: Helmut Schneider

Mittendrin an einem Stehtisch das Ehepaar Marina und Reinhard Sagert aus Bergfelde mit lobenden Worten. „Wir sind geschichtsinteressiert und machen so etwas gern, um mal abzuschalten“, so ihre Begründung für ihr Kommen.

Außerhalb des Innenhofes waren viele interessante Stände und Stationen platziert – alle zum Thema Mittelalter passend. Zum Beispiel Kleider und Schmuck im Look der damaligen Zeit, aber auch handwerkliche Arbeiten von Pfeil –und Bogenschnitzern und Kunstschmiedearbeiten. Mutige konnten sich im Messerwerfen und Bogenschießen probieren.

Im Mittelalter wurden diese Waffen nicht nur zur  Show verwendet

Im Mittelalter wurden diese Waffen nicht nur zur Show verwendet.

Quelle: Helmut Schneider

Ein weiterer Höhepunkt oberhalb des Parkplatzes das Ritterlager der Gruppe „Midgards Feuerbund“. Hier waren Schwerter, Morgensterne und andere Furcht einflößende Waffen zu bestaunen.

Solche Waffen wurden dann auch von den Mitgliedern der Gruppe in voller Rüstung bei ihren Schaukämpfen unter großem Hallo der Zuschauer kräftig geschwungen.

Mit einer großen Feuerschau geht dann das mittelalterliche Rathausfest zu Ende, war von Dethlef Runge zu hören. Und weiter, der HGT besteht aus 46 Mitgliedern und finanziert das Fest mithilfe der Gemeinde, die 3 000 Euro dafür spendiert hat.

Von Helmut Schneider

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