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Oberhavel Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere
Lokales Oberhavel Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere
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06:00 02.06.2017
Bereichsleiter Sebastian Püchner mit der begehrten Frucht. Quelle: Marco Winkler
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Eichstädt

Wenn Menschen unter der Hitze stöhnen, fühlen sich auch Erdbeeren nicht wohl. „Das Wetter der letzten Tage war zu heiß“, so André Körtz. „Wenn es zu warm ist, wachsen die Früchte nicht aus, sie bleiben dann eher klein“, erklärt der Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Schwanteland (SL) in Oberkrämer. Freitag, 2. Juni, startet die Selbstpflücker-Saison von SL Gartenbau auf einem Feld bei Eichstädt. Anderthalb Hektar können Besucher durchlaufen, um die süßen Sammelnussfrüchte einzusammeln. Diese sind reichlich vorhanden – trotz Hitze der letzten Tag und Kälte im April.

„Am besten sind konstante 20 bis 25 Grad für die Erdbeere und wenig Regen“, so André Krötz. Das sei wichtig für eine gleichmäßige Reife. Als im April und Anfang Mai noch einmal frostige Temperaturen erreicht wurden, mussten die Erdbeeren beschützt werden. Mitarbeiter haben die Pflanzen mit Fließ abgedeckt. Viele Landwirte klagten über enorme Ernteausfälle. André Krötz und sein Team hatten die Wetterkapriolen aber gut im Griff. „Die Verluste hielten sich in Grenzen."

Sebastian Püchner und Schwanteland-Geschäftsführer André Krötz (links) auf dem Feld. Quelle: Marco Winkler

Das Selbstpflücken hat seit mehr als 25 Jahren Tradition in Schwanteland. „Erdbeeren aus Schwante sind wirklich etwas ganz Besonderes“, so André Krötz. Alles stimme: Qualität, Fruchtgrad, Größe, Süße. Etwa zehn Hektar werden jedes Jahr bepflanzt. Der Großteil kommt in den Handel. „Wir beliefern vor allem Märkte in der Region. Es bleibt alles in Brandenburg.“ Ein Frischeprodukt wie die Erdbeere sollte schnellstmöglich verzehrt werden, ohne eine halbe Weltreise auf sich nehmen zu müssen. „Am besten wird sie nach der Ernte am gleichen Tag konsumiert.“

Erste große Früchte wurden Mittwoch geerntet. Das Sortiment hat Schwanteland immer wieder erweitert, denn: Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere. So ist die Feinschmeckererdbeere Lambada besonders süß, die dunkle Korona ideal für Marmeladen, die Sonata besonders saftig, die Elianny-Erdbeere – besonders im Handel beliebt – hält etwas länger als andere Sorten und die aromatische Asia ist gleichmäßig geformt.

Das Feld für die Selbstpflücker. Quelle: Marco Winkler

Das vielfältige Angebot hat einen weiteren Vorteil: „Wir vergrößern unser Erntefenster.“ Auf dem Feld wurden die Pflanzen schon voriges Jahr gesetzt, in diesem April kamen remontierende, also öfter blühende Sorten in überdachten Substratkisten hinzu, die bis in den September geerntet werden können. Der wettergeschützte Anbau verbessere die Fruchtqualität. Zudem ist aufrechtes Pflücken möglich, da die Kisten mit Tröpfchenbewässerung auf Brusthöhe aufgestellt sind.

„Wir haben auch schon die Felder für das kommende Jahr bepflanzt“, sagt Sebastian Püchner. Seit einem halben Jahr ist der Bereichsleiter für die Erdbeeren zuständig. Jedes Jahr wird ein neues Feld bepflanz. „Wir wollen keine Monokultur, eine zweijährige wäre aber möglich.“

MAZ-Sekretärin Sandra Schillack kostete die frisch geerntete Frucht. Quelle: Marco Winkler

Neben den weich auf Stroh liegenden Erdbeeren warten in Eichstädt auf Selbstpflücker: Tomaten, Gurken und Paprika in Gewächshäusern, verschiedene Salate, Kohlrabi, später sogar Heidelbeeren. „Der Blumenkohl braucht aber noch eine Woche“, so André Krötz. Zu Pfingsten hofft er auf einen ersten Besucheransturm. Nicht nur wegen der Erdbeeren.

Selbst gepflückt werden darf immer dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr. Montag ist Ruhetag. Das Feld in Eichstädt ist ausgeschildert.

Von Marco Winkler

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