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Oberhavel Erfolgreiche Ausbildung von Schülerpaten
Lokales Oberhavel Erfolgreiche Ausbildung von Schülerpaten
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18:10 13.07.2016
13 zukünftige Zehntklässler der Oberschule Velten lassen sich zu Schülerpaten ausbilden. Quelle: Gawande
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Velten

Ein zweistufiges Casting müssen die jetzigen Neuntklässler der Oberschule Velten durchlaufen, bevor sie sich in Workshops zu Schülerpaten ausbilden lassen dürfen. Freiwillig. „Die Schüler werden auf Herz und Nieren geprüft“, beschreibt Katja Arnicke, Sozialpädagogin an der Oberschule, das Auswahlverfahren. Nicht jeder sei für diese Aufgabe geeignet, deshalb werden die Schüler während des Castings neben schulischen Leistungen, auch nach ihrer Motivation sowie ihren Stärken und Schwächen gefragt.

Schließlich sollen die nun ausgewählten 13 Schüler den zukünftigen Siebtklässlern im nächstem Schuljahr als verantwortungsvolle Paten zur Seite stehen. Arnicke: „Schüler unterstützen Schüler, weil sie vieles mit anderen Augen sehen als Sozialpädagogen oder Lehrer.“ Ein Modell, das seit fünf Jahren mit Erfolg praktiziert wird. „Es ist gut, dass es Schülerpaten gibt. Die hören zu, sind Vertrauensperson“, bringt eine Schülerin die Vorteile des Projekts auf den Punkt. Auch sie selber hätte in der siebten Klasse davon profitiert. Es sei eben von Vorteil, wenn man bei Problemen oder Streitigkeiten nicht gleich einen Lehrer hinzuziehen müsse.

Denn auch das lernen die Paten, wie sie kleinere Konflikte lösen können. Für größere Schwierigkeiten gäbe es die Streitschlichter an der Schule, erklärt Lucas Mitzmer. Für ihn sei deshalb auch die größte Herausforderung zu lernen, wie er damit umzugehen habe, wenn die jüngeren Schüler nicht das machen würden, was sie sollen.

Eine von vielen Fragen, die während des viertägigen Workshops besprochen wird. Um sich auf die Patenausbildung konzentrieren zu können, für die es auch ein Zertifikat gibt, kommen die Oberschüler in den Jugendclub Oase in Velten. Das habe drei Vorteile, so die Sozialpädagogin: Erstens lernen die Jugendlichen die Örtlichkeit kennen, an dem auch ein Teil der Kennenlernwoche der neuen Schüler nach den Sommerferien stattfinden wird, die von den Paten mitorganisiert wird. Zweitens kann sich der Jugendclub als Anlaufstelle und Treffpunkt für junge Veltener präsentieren. Und drittens habe es sich als überaus günstig erwiesen, die Workshops außerhalb der Schule zu veranstalten, weil sich so Schüler und Pädagogen anders wahrnehmen würden.

Bestätigend nickt Stefan Tietze, demnächst Klassenlehrer einer siebten Klasse, der die Workshops begleitet und zukünftig als Bindeglied und Multiplikator zwischen Schülerpaten und Lehrerzimmer fungieren soll. Zudem wird er den Neigungskurs „Paten“ leiten, für den es auch eine Note auf dem Zeugnis geben wird. „Wir sind Vorbild“, ist sich Vanessa Frölke ihrer Verantwortung bewusst, bald die jüngsten Schüler erfolgreich in den Schulalltag zu integrieren.

Von Ulrike Gawande

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