Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Erinnerung an Hans Beimler
Lokales Oberhavel Erinnerung an Hans Beimler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 07.07.2015
Roland Tröger (l.) und Harald Wittstock enthüllten das neu gesteltete Hans-Beimler-Denkmal in Hennigsdorf. Quelle: Foto: Ulrich Bergt
Anzeige
Hennigsdorf

Das Denkmal für den Spanienkämpfer Hans Beimler in Hennigsdorf ist wieder komplett. Am 2. Juli, zu dessen 120. Geburtstag, wurde die neue Gedenkplatte enthüllt.

Hans Beimler, 1895 in München geboren, kämpfte als Angehöriger des Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg gegen die vom faschistischen General Franco angeführten Putschisten. Am 1. Dezember 1936 fand er bei Madrid den Tod.

„Der Gewerkschafter und Kommunist Hans Beimler war im Kampf gegen den Faschismus ein Mann der Tat. Dies darf nicht in Vergessenheit geraten“, erklärte Roland Tröger vom DGB-Kreisverband Oberhavel. Die Initiative für die Wiederherstellung des Denkmals ging von Detlef Krebs aus. Der SPD-Stadtverordnete und Betriebsrat in den Hennigsdorfer Elektrostahlwerken ist überzeugt: „Wenn wir uns unserer Geschichte nicht stellen, können wir auch die Zukunft nicht gestalten.“

Hans Beimler hatte den Schlosserberuf erlernt und trat 1913 dem Deutschen Metallarbeiterverband bei. 1918 nahm er am Matrosenaufstand und an der Verteidigung der Münchener Räterepublik teil. Er war Betriebsrat, Bayerischer Landtags- und Reichstagsabgeordneter. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam er in das KZ Dachau.

Als Beauftragter der KPD war er 1936 an der Formierung der Centuria Thälmann, einer deutschen Kompanie, die später in den Internationalen Brigaden aufging, beteiligt. Bei einer Inspektion der Front am 1. Dezember 1936 wurde er bei Madrid von einem Scharfschützen getötet.

Die Erinnerung an die internationalen Freiwilligenverbände wird heute vom Verein Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik wachgehalten. Vorsitzender Harald Wittstock. „Es waren nicht nur Kommunisten, sondern auch Sozialdemokraten, Anarchisten und Gewerkschafter, Juden, Christen und Atheisten.“

Dass der Name Hans Beimler nicht in Vergessenheit geriet, ist auch auf dem Sänger und Schauspieler Ernst Busch und dessen Lied „Vor Madrid auf Barrikaden“ zu verdanken, einer Umdichtung des bekannten Soldatenliedes „Ich hatt’ einen Kameraden“.

Der VEB Lokomotivbau-Elek-trotechnische Werke trug bis 1990 den Namen „Hans Beimler“. Was nach 1945 zu der Namenswahl führte, lässt sich nicht mehr klären. Ein Grund könnte sein, dass Beimler Anfang der 1920er Jahre in der Münchener Lokomotivfabrik Krauss & Co. arbeitete und dort auch im Betriebsrat tätig war. Bereits 1958 wurde vor dem LEW-Klubhaus ein Gedenkstein eingeweiht. An der jetzigen Stelle war die Bronzetafel vermutlich von Buntmetalldieben entwendet worden. Detlef Krebs schuf eine Neufassung aus Stahl. Unterstützung gab es von den Elektrostahlwerken, dem DGB und der Linken.

Von Ulrich Bergt

Oberhavel Der Oranienburger Lehnitzsee ist am wärmsten - Heißes Wochenende in Oberhavel

Temperaturen um die 36 Grad sagt der Wetterdienst für das Wochenende voraus. An den Seen in der Region wird deshalb wieder viel los sein. Sauber sind sie alle. Am kühlsten ist immer noch der Stechlin, am wärmsten sind der Lehnitzsee in Oranienburg und der Große Wentowsee in Marienthal.

04.07.2015
Oberhavel Beginn der Sanierung vor 50 Jahren - Rückblick in der Granseer Marienkirche

Die Sanierung und Umgestaltung der Granseer St. Marienkirche hat vor einem halben Jahrhundert begonnen. Aus diesem Anlass gibt es an diesem Sonntag einen Festgottesdienst. Im Gespräch mit der MAZ erläutert der Granseer Pfarrer Christian Guth, was damals genau geschah und wie es heute aussieht.

06.07.2015
Oberhavel Unfallschwerpunkt in Süd - CDU fordert Veränderung am Kreisel

17-mal hat es allein im vergangenen Jahr am vergleichsweise neuen Kreisverkehr an der Saarlandstraße /Berliner Straße in Oranienburg gekracht. Die Fahrer kamen mit leichten Verletzungen, ihre Autos mit Blechschäden davon. Die Straßenverkehrsbehörde will den Unfallschwerpunkt nun mit zusätzlichen Markierungen entschärfen.

06.07.2015
Anzeige