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Oberhavel Erinnerung auf Edelstahl
Lokales Oberhavel Erinnerung auf Edelstahl
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17:57 16.05.2013
VELTEN

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Vor mehr als einem Jahr beschlossen die Stadtverordneten von Velten mit einem neuen Straßennamen ein Stück dieser unrühmlichen Geschichte aufzuarbeiten. Die Straße am ehemaligen Götzen-Baumarkt erhielt den Namen „Zur Erinnerung“.

Doch viele Veltener, und Ortsfremde schon gar nicht, wissen um das geschichtsbelastete Areal rund um die damaligen Maschinenfabriken. Woran also sollte diese Straße erinnern, fragten sich einige Abgeordnete schon im vergangenen Frühjahr, als es um die Abstimmung im Parlament ging. Mit einem Zusatzschild allein hätte der historische Hintergrund des Areals nicht erklärt werden können. Zumal heute lediglich eine große Betonfläche, der verlassene Baumarkt und dahinter ein Blumengroßmarkt zu sehen sind. Was sich dort in den Jahren des Nationalsozialismus abgespielt hat, haben Wolfgang Benz und Barbara Distel in ihrem Buch „Der Ort des Terrors — Geschichte der Konzentrationslager“ niedergeschrieben. Bis April 1943 seien im Zuge der Rüstungsproduktion in Velten 14 Lager für Zwangsarbeiter entstanden. Ein für Frauen eingerichtetes KZ-Außenlager befand sich zwischen der Berliner Straße und dem S-Bahnhof Hohenschöpping in unmittelbarer Nähe der Maschinenbau GmbH Ikaria.

Bis zu 722 Frauen mussten in dieser Zeit für die Flugzeugproduktion arbeiten. In der Nacht vom 19. zum 20. April 1945 wurden die Frauen zu Fuß in Richtung Lübecker Bucht evakuiert und während des Marsches von der Sowjetarmee befreit. Einige Frauen wurden unterwegs erschossen. Der letzte Satz in der historischen Abhandlung lautet: „Ein Denkmal existiert am Ort des ehemaligen Außenlagers nicht.“

Das soll sich im nächsten Jahr aber ändern. Die Stadtverwaltung Velten hatte schon letzten Herbst Kontakt mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten aufgenommen. Mitarbeiter der Veltener Stadtverwaltung hatten sich mit dem Stiftungssprecher Horst Seferens ausgetauscht. Eine 2,20 Meter hohe Edelstahlplatte mit Informationen zur Geschichte des Lagers in deutsch und englisch, mit einem Luftbild der Stadt und mit Zeugenaussagen könnte an der Straße „Zur Erinnerung“ aufgestellt werden, so lautet das Ansinnen der Veltener Stadtverwaltung. Den Abgeordneten soll demnach vorgeschlagen werden, für das Haushaltsjahr 2014 eine Summe von 2500 Euro einzustellen und die Stele Ende diesen Jahres in Auftrag zu geben.

In Oranienburg gebe es bereits mehrere „Stelen im Stadtraum“, die auf besondere Orte hinweisen, wie Horst Seferens erklärt. Die Stadt Velten kann mit seiner Unterstützung rechnen. „Die Stiftung wird gerne die Inhalte für die Infotafel zuarbeiten“, sagte Seferens. Damit endlich deutlich wird, woran die Straße „Zur Erinnerung“ erinnert. (Von Andrea Kathert)

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