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Erkundungstour durch Hohen Neuendorf

Siegerpreis für Schülerprojekt Erkundungstour durch Hohen Neuendorf

Eine mathematische Erkundungstour durch die Stadt Hohen Neuendorf zum Mitmachen und Anhören haben Jugendliche des Marie-Curie-Gymnasiums erstellt. An 17 Stationen zeigen sie, welche Zahlen, Formen und Muster in Alltagsdingen stecken. Der „Audioguide“ ist jetzt mit dem ersten Preis des „Vektoria Award“ ausgezeichnet worden. Das Preisgeld: 1500 Euro.

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Marcus Wagner, Niclas Reiner, Ole Straßburger und Pia Konzic präsentieren den Audioguide (v. l.).

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf. Eine mathematische Erkundungstour durch die Stadt Hohen Neuendorf zum Mitmachen und Anhören haben Jugendliche des Marie-Curie-Gymnasiums erstellt. An 17 Stationen zeigen sie, welche Zahlen, Formen und Muster in Alltagsdingen stecken. „Unscheinbares wird durch die Brille des Mathematikers betrachtet“, sagt Lehrer Marcus Wagner.

So kann nun jeder Koordinatensysteme an Hydrantenschildern, Fibonacci-Zahlen an Kiefernzapfen und Kombinationsmöglichkeiten an der Eisdiele endecken. An jeder Hörstation wird die dahinter steckende Mathematik auf allgemeinverständliche Weise erläutert. Die Audio-Dateien im MP3-Format gibt es auf der Schulhomepage zum Download. Außerdem ist ein Übersichtsplan beigefügt.

Die Jury restlos begeistert

Der sogenannte „Audioguide“, den Mädchen und Jungen der siebten bis zehnten Klassenstufe während der Projektwoche 2015 zusammenstellten, ist jetzt mit dem ersten Preis des „Vektoria Award“ ausgezeichnet worden. Das Preisgeld: 1500 Euro. „Mit ihrem cleveren Audioguide haben die Schülerinnen und Schüler die Jury restlos begeistert“, heißt es in der Pressemitteilung.

Mit den Kombinationsmöglichkeiten von Eiskugeln befasste sich Niclas Reiner. Wer drei verschiedene Kugeln möchte, hat bei acht angebotenen Eissorten immerhin 336 (8x7x6) Möglichkeiten des Genusses. Wer Sorten auch doppelt oder dreifach akzeptiert, hat sogar 512 Kombinationsmöglichkeiten (8x8x8). Noch interessanter die Berechnungen zum Durchmesser der Kugeln. Eine mit sechs Zentimetern bietet beispielsweise fast die doppelte Eismenge gegenüber einer mit fünf Zentimetern Durchmesser. Die Schüler empfehlen übrigens, mal die Sorten Nutella und Heidelbeer-Joghurt sowie das Spaghetti-Eis auszuprobieren.

Bahngleise und Geometrie

Mit den Parabelbögen des Wasser spuckenden Fisches vor der Himmelspagode hat sich Pia Konzic befasst, Ole Straßburger mit der Sonnenuhr auf dem Schulgelände. Darüber hinaus befassten sich die Schüler mit dem Zwölfer-Zahlensystem der Uhr am Kirchturm und dem Thema Parkettierung am Beispiel des Pflasters der Schönfließer Straße. Der Blick auf die Bahngleise inspirierte zu einem Exkurs in euklidische und projektive Geometrie, der Fahrstuhl am S-Bahnhof zu einer kurzen Einführung in die Blindenschrift (Brailleschrift) und ihrem Punkteraster. Spannend auch, was es zum Thema Klingelschilder, Hausnummern, Satellitenschüsseln, und Wohnhaus zu sagen gibt.

Mathelehrer Marcus Wagner mit einem Kiefernzapfen, der ein  Muster der Fibonacci-Zahlenfolge zeigt (1,1,2,3,5,8,13, 21, 34,)

Mathelehrer Marcus Wagner mit einem Kiefernzapfen, der ein Muster der Fibonacci-Zahlenfolge zeigt (1,1,2,3,5,8,13, 21, 34,...).

Quelle: Helge Treichel

Die große Frage ist: Wie kommt man eigentlich auf so etwas? Der Anstoß kam von Mathelehrer Marcus Wagner. Der 36-Jährige ist seit fünf Jahren am Hohen Neuendorfer Gymnasium tätig, davor hat er jedoch ebenso lange als Student und wissenschaftlicher Volontär im Mathematikum in Gießen gearbeitet. Auch dort ging es darum, auf spielerische Weise Mathematik zu erfahren – für solche, die eigentlich mit Mathe nichts am Hut haben, und solchen, die alles schon zu wissen glauben. Für genau diese Zielgruppen und alle, die sich irgendwo dazwischen ansiedeln, hat er als Koautor bereits zwei Bücher geschrieben („Wie man durch eine Postkarte steigt“, „Warum Kühe gern im Halbkreis grasen“). Ein drittes Buch sei in Arbeit.

Der Wettbewerb

Der Vektoria Award ist ein bundesweiter Kreativwettbewerb der Firma Casio für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 13 rund um das Fach Mathematik.

Die besten Arbeiten wurden von einer Fach-Jury ausgewählt und mit einem Preisgeld von insgesamt 3000 Euro prämiert. Die stolzen Gewinner kommen dieses Jahr aus Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Bayern.

Der erste Platz und 1500 Euro Preisgeld gehen an das Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf.

Der Downloadlink für den Stadplan und die Audiodateien: http://www.curiegym.de/index.php?page=1099

Von Helge Treichel

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