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Erleichterung nach Festnahme von Brandstifter

Kremmen Erleichterung nach Festnahme von Brandstifter

Ein 28-jähriger Kremmener hat gestanden, Molotowcocktails auf das Kremmener Asylbewerberheim geworfen zu haben. In Kremmen herrscht Erleichterung über die Festnahme. Dass es jemand aus der Stadt sei, ist für Bürgermeister Sebastian Busse aber besonders enttäuschend.

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Festnahme in Kremmen (Symbolbild).

Quelle: dpa

Kremmen. Nach der Festnahme eines 28-Jährigen, der im April auf das Kremmener Gelände des Asylbewerberheimes Molotowcocktails geworfen haben soll, herrscht in der Stadt Erleichterung.

Bürgermeister Sebastian Busse ist zufrieden, dass es zur Festnahme kam und das Thema vom Tisch sei. „Für mich ist es aber absolut enttäuschend, dass es ein Kremmener war“, sagte er am Mittwoch. So etwas mache man nur aus Frust, weil man mit dem Staat nicht einverstanden sei, so glaubt er.

Für Kremmens Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos)„spielt es keine große Rolle, dass es ein Kremmener war“, sagte er. Aber: „Man wirft nicht mit Feuer auf andere Menschen oder Gegenstände.“ Schäden an Leib, Leben und Gegenständen zu verursachen, sei prinzipiell völlig falsch.

Kremmens Stadtverordnetenvorsteher Detlef Reckin (SPD) ist „mehr als zufrieden, dass der Täter, wenn er es denn ist, gefasst ist.“ Dass es sich um einen Kremmener handele, „damit müssen wir alle jetzt leben.“ Er sei gespannt, was nun in Sachen Strafmaß herauskommt. Er hofft, dass diese Geschichte dazu führt, andere Leute von solchen Taten abzuschrecken.

Reiner Tietz (Linke) von der Willkommensinitiative ist „dankbar und zufrieden, dass der Täter nun hoffentlich gefasst ist.“ Er benutze absichtlich nicht das Wort „Freude“, ergänzte er. Er warnte davor, die Tat des Mannes zu verniedlichen. So würden Leute ihm gegenüber argumentieren, dass ein Brandanschlag mit den Molotowcocktails ja nicht hätte gelingen können. Solche Denkweise weist Reiner Tietz zurück. „Es bleibt eine Tat, die unter dem Aspekt der Fremdenfeindlichkeit und des Ausländerhasses begangen worden ist.“

Die Tat hatte unter den Bewohnern der Häuser auf der Anlage an der Berliner Straße für Ängste gesorgt. Nach Angaben von Reiner Tietz leben auf dem Gelände zwischen 75 und 78 Menschen. „Die Zahl schwankt immer mal, aber sie liegt unter 80.“ Von den neun dort stehenden Häusern, seien momentan nur vier in Betrieb. Ein technischer Betreuer sorge dafür, dass die leerstehenden Gebäude jeden Tag ausreichend belüftet werden, damit sie keinen Schaden nehmen.

Von Robert Tiesler

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