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Oberhavel Trockenheit: Verluste nicht vermeidbar
Lokales Oberhavel Trockenheit: Verluste nicht vermeidbar
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00:34 11.07.2015
Die Ernte hat gerade begonnen – die Aussichten auf eine gute Ernte in Oberhavel sind nicht so prickelnd. Quelle: FOTO. dpa
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Oberhavel

Die langanhaltende Trockenheit macht den Landwirten schwer zu schaffen. „Wir erwarten bei allen Dreschkulturen nur eine unterdurchschnittliche Ernte“, hieß es dieser Tage vom Landesbauernverband. Die gefürchtete Prognose: 20 Prozent weniger Getreide und Raps als im Vorjahr.

Diesen Wert hat auch Wido Beier in etwa ausgemacht. „Die Gerste haben wir jetzt fast vom Feld. Ich hatte schon befürchtet, dass wir gegenüber dem Vorjahr mit 50 Prozent Verlust leben müssen. Aber da wir 2014 überdurchschnittlich gut geerntet haben, fallen die Verluste im Vergleich zum Durchschnitt nicht so hoch aus“, so der Produktionsleiter der Löwenberger Agrar GmbH. Runtergeholt vom Feld haben die Löwenberger etwa 50 bis 55 Dezitonnen Gerste je Hektar. Allerdings sei die Qualität nicht so gut, da sich das Korn wegen des fehlenden Wassers nicht richtig entwickeln konnte. Raps, Roggen, Mais, Triticale, Hafer – die Löwenberger müssen noch einiges ernten.

Schwer vorherzusagen

Noch nicht auf dem Feld waren die Mitarbeiter der Neugro Landwirtschaft & Dienste GmbH in Großwoltersdorf. „Deshalb kann ich noch nicht hundertprozentig sagen, wie die Ernte ausfällt“, so  Geschäftsführer Harald Zehmke. Er geht davon aus, dass durchaus Schmachtkorn – also nicht voll ausgebildetes Korn – auf den Halmen stehen wird und, dass das Hektolitergewicht im Vergleich zum Vorjahr runtergehen wird. „Aber wie hoch der Ausfall sein wird, ist schwer vorherzusagen. Aber jammern hilft nicht.“

Den ersten Schnitt beim Grünland bezeichnet Andreas Kleßny vom Landwirtschaftsbetrieb in Barsdorf „als katastrophal“. 50 Prozent Verlust habe er verbucht. „Auch der zweite Schnitt ist nicht besser, da ist keine Masse.“ Bei der Gerste machte er bislang etwa zehn Prozent weniger Ertrag aus, das Hektolitergewicht sei in der gleichen Größenordnung gefallen. Dieser Wert bestimmt den Getreidepreis. Und der sei, so Kleßny, im Keller. Vor drei, vier Jahren habe es beispielsweise für Roggen noch 210 Euro pro Tonne gegeben, jetzt seien es 110 Euro. Andreas Kleßny prognostiziert, dass er auch beim Raps Einbußen erleiden muss. „Und der Verlust beim Roggen wird wohl noch drastischer ausfallen, obwohl es anfangs recht gut aussah.“ Hinzu kämen höhere Preise beim Pflanzenschutz, bei Düngemitteln und Pachten. Das einzig Positive: „Ich gehe davon aus, dass die Ernte nicht so schlimm wird wie 2003.“

Kartoffelernte bereitet Bauchschmerzen

Am meisten Bauchschmerzen bereitet Manuela Scheil die Kartoffelernte. „Die wird nicht wie im vorigen Jahr“, kann sie schon mit Gewissheit sagen. In der Vergangenheit wurden bereits am 29. Juni die ersten Kartoffeln gebuddelt. „Vielleicht können wir nächste Woche anfangen.“ Fest steht, dass die Knollen auf jeden Fall kleiner sein werden. „Ich hoffe, dass es jetzt noch einmal regnet. Wässern können wir nicht.“ Auch das Gemüse leide, die Blätter der Bohnen seien verbrannt, so die Chefin von „Elas Hofladen“ in Teschendorf. Und die Futtererbsen sind schon gelb. Lediglich beim Roggen hat sie noch Hoffnung, dass die Einbrüche sie nicht treffen. „Aber ich sage lieber nicht zuviel, noch ist die Ernte nicht eingefahren.“

Irina Schmidt, Pressesprecherin des Landkreises Oberhavel, bestätigt den Trend: „Die Ernte hat ja erst begonnen. Bislang sind etwa 30 Prozent der Gerste geerntet und gedroschen. Im Durchschnitt 45 Dezitonnen Ertrag gab es pro Hektar.“

Von Stefan Blumberg

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