Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Erste Flüchtlinge kommen nächste Woche
Lokales Oberhavel Erste Flüchtlinge kommen nächste Woche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:53 07.10.2015
Das Asylbewerberheim in Bärenklau. Quelle: Robert Tiesler
Anzeige
Oberkrämer

Als im Januar in Oberkrämer schon einmal eine Infoveranstaltung zum geplanten Bärenklauer Asylbewerberheim stattfand, lagen noch ganz andere Zahlen als heute vor. Damals hieß es, der Landkreis müsse 640 Geflüchtete aufnehmen, inzwischen wird von 2500 Menschen ausgegangen. Das verändert auch für Bärenklau die Situation. Das machte Matthias Rink, Sozialdezernent in Oberhavel, am Dienstagabend in Vehlefanz noch einmal deutlich. Etwa 250 Menschen waren in die Sporthalle der Nashorn-Grundschule gekommen, um zu erfahren,wie es in Bärenklau weitergeht.

Bereits Mitte der nächsten Woche werden die ersten Flüchtlinge in das Gebäude an der Veltener Straße, Ecke Leegebrucher Chaussee einziehen. Ursprünglich war das erst einige Wochen später geplant. Zunächst könnten 189 Geflüchtete einziehen, im Laufe der kommenden Wochen erhöht sich die Zahl auf 250 Menschen. Im August 2016, mit Beendigung des zweiten Bauabschnittes, kommen weitere 120 Flüchtlinge hinzu. Landrat Ludger Weskamp (SPD) betonte, dass in Oberkrämer darüber hinaus bislang keine Notunterkünfte geplant sind. Wie zu hören war, sind ist allerdings mindestens ein weiteres Objekt besichtigt worden.

Zwar kamen in der Vergangenheit eine große Mehrzahl von Männern, aber auch das ändere sich momentan, sagte Matthias Rink. Die Zahl der hier ankommenden Frauen und Kinder steige.

Wie Harald Schmidt vom Landesamt für Schule und Lehrerbildung am Dienstagabend sagte, komme es an den Schulen aber zu keinen Engpässen. „Es sind genügend Kapazitäten da“, ergänzte er. Man gehe davon aus, dass etwa zehn bis 15 Prozent der Bewohner schulpflichtig seien. Die jüngeren Kinder, die im Bärenklauer Asylbewerberheim wohnen werden, besuchen vorrangig die Vehlefanzer Nashorn-Grundschule. Das Heimgelände liegt zwar direkt an der Grenze zu Leegebruch, der zuständige Schulbezirk sei jedoch Oberkrämer, obwohl schon der Bärenklauer Ortskern recht weit weg liege. Ein Bewohner aus Oberkrämer kritisierte dies und wünschte sich einen Kompromiss zwischen den Verwaltungen in Leegebruch und Oberkrämer. Bürgermeister Peter Leys verwies aber nochmals auf die eingeteilten Schulbezirke und machte deutlich, dass es da wohl keinen Kompromiss geben würde. Landrat Ludger Weskamp geht dagegen davon aus, dass sich die Verwaltungen darüber austauschen werden.

Lars Borchardt, der Leiter der Polizeiinspektion in Oberhavel, wies – wie auch schon in den Infoveranstaltungen in anderen Orten – darauf hin, dass sich Straftaten in der Umgebung von Asylbewerberheimen laut Statistik nicht vermehrt hätten. Er räumte aber ein, dass es innerhalb der Heime zu Konflikten komme. Er wies zudem Gerüchte zurück, wonach es in Lehnitz eine von Asylbewerbern verübte Sexualstraftat gegeben haben solle.

In dem Zusammenhang sagte Werner Moll, Gründer der Willkommensinitiative für Oberkrämer, Leegebruch und Velten, dass man mit einer „Vorurteilsflut“ zu kämpfen habe. Die geflüchteten seien „oft gesetzestreuer als so mancher Deutscher“, sagte er. Die meisten Teilnehmer der Veranstaltung waren sich einig, dass die künftigen Heimbewohner so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen sowie über die hiesige Kultur aufgeklärt werden müssten.

Auch Hans-Joachim Haese meldete sich zu Wort. Er war von 1992 bis 1999 Leiter des Asylbewerber- und Aussiedlerheimes, das sich in eben jenem Gebäude befand, in dem nun wieder Flüchtlinge unterkommen sollen. Nachdem einige Zuhörer kritische Fragen hinsichtlich der fremden Männer, Kultur und Gesundheit gestellt hatten, meinte er: „Man sollte sich doch erst mal mit den Leuten beschäftigen, ehe man Ängste bekommt.“

Von MAZonline

Oberhavel Notunterkunft in Schildow - Angst um Kinder und Flüchtlinge

Der Plan, kurzfristig 100 Flüchtlinge in einer Notunterkunft in Schildow zu beherbergen, sorgt für Unsicherheit und Unmut bei Eltern von Kindern der benachbarten Grundschule. Das wurde bei einer Informationsveranstaltung deutlich, zu der am Montagabend rund 800 Menschen nach Mühlenbeck kamen.

09.10.2015
Oberhavel Oberhavel: Polizeibericht vom 6. Oktober - Schreckschusspistole sichergestellt

Der Betreuer eines 52-jährigen Mannes informierte am Montagabend die Polizei, dass in der Wohnung seines Klienten ein Trommelrevolver liegt. Die Kriminalpolizei holte sich daraufhin vom Bereitschaftsrichter der Staatsanwaltschaft Neuruppin einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 52-Jährigen. Die Beamten fanden dort eine Schreckschusswaffe samt verschossener Munition. Zudem wurde festgestellt, dass am Lauf der Waffe manipuliert worden war.

06.10.2015

Die beiden Widerlager der S-Bahn-Brücke in der Hauptstraße tragen nun Motive des neuen und historischen Hennigsdorf. Bis zu fünf Künstler der Potsdamer Firma Artefx waren vier Wochen lang am Werk, um die beiden Wandbilder zu sprühen. Illegale Sprayer sollen durch die großformatigen Bilder abgeschreckt werden.

06.10.2015
Anzeige