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Oberhavel Für ungetrübten Badespaß
Lokales Oberhavel Für ungetrübten Badespaß
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00:32 11.07.2015
Einen praktischen Kurs in Erster Hilfe absolvierten die Hennigsdorfer Grundschüler. Quelle: Enrico Kugler
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Hennigsdorf

Regel Nummer 1: Geh niemals mit vollem Magen ins Wasser! Kühl Dich vor dem Baden ab! Achte darauf, dass Du keinen Sonnenbrand bekommst!

Die Verhaltensmaßregeln für unbeschwerte Badefreuden, die am Vormittag von Hennigsdorfer Grundschülern verinnerlicht wurden, sind überhaupt nicht neu. „Und doch muss man immer und immer wieder darauf hinweisen“, sagt Adina Krüger, Klassenlehrerin der 6c an der Fontane-Grundschule. Gemeinsam mit dieser Klasse haben sich die Klassen 8a und 9a der Schule an den Havel-auen sowie die Werkstufe der Regenbogenschule zum gemeinsamen Projekttag Erste Hilfe in der Sporthalle eingefunden.

Elisabeth, Jason, Dominik, Stella und Domenic aus der 6c haben natürlich Fragen zu den Baderegeln. Beantworten kann sie ihr Mitschüler Yannick Rothe. Der Zwölfjährige trägt ein weißes T-Shirt mit dem Logo der DRK-Wasserwacht. Jeden Mittwoch geht er zum Schwimmtraining ins Hennigsdorfer Aqua-Bad. „Wir lernen dort die verschiedenen Schwimmtechniken und wie man jemanden aus dem Wasser zieht“, berichtet er. Für Yannick steht fest, dass er später an der Ausbildung zum Rettungsschwimmer teilnehmen wird.

Mitglieder der Wasserwacht Oranienburg hatten am Dienstag in der Halle sieben Stationen aufgebaut. Da ging es um stabile Seitenlage und das richtige Absetzen eines Notrufs, was bei einem Hitzschlag zu tun ist, und wie ein Verband angelegt wird. Bei Anja Thiele, Klassenlehrerin der 9a, mussten die Schüler entscheiden, was bei einem Badeausflug in den Rucksack gehört und was nicht. Sonnenschutz und Sonnenbrille steckten die Schüler hinein, auch kleine Müllbeutel, um keinen Abfall zu hinterlassen. Die Schminktasche und Getränkeflaschen aus Glas blieben draußen.

„Unsere Schüler gehen gut vorbereitet in die Sommerferien“, resümierte Annett Rothe. Die Klassenlehrerin der 8a engagiert sich ebenfalls bei der Wasserwacht. Dass viele Kinder nur noch schlecht oder gar nicht schwimmen können, beunruhigt sie. Hinzu komme die Unachtsamkeit der Eltern, die ihre Kinder am Strand unbeaufsichtigt lassen. „Und wir beobachten eine maßlose Selbstüberschätzung der Leute“, sagt sie. Die Hinweise der Rettungsschwimmer würden von manchem nicht mehr beachtet.

Am vergangenen Wochenende kamen in Deutschland 16 Menschen bei Badeunfällen ums Leben, sechs allein in Brandenburg. „Das ist äußerst tragisch“, meint Rettungsschwimmerin Annett Rothe. „Dabei hat der Sommer gerade erst angefangen.“

Von Ulrich Bergt

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